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Nachrichten

Freitag, 13. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft lässt die Krise im Rekordtempo hinter sich. Im zweiten Quartal 2010 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum ersten Vierteljahr um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Ein solches Wachstum zum Vorquartal habe es seit der Wiedervereinigung noch nie gegeben. Volkswirte hatten im Schnitt ein BIP-Wachstum um rund 1,3 Prozent vorhergesagt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die deutsche Wirtschaft demnach um 4,1 Prozent. Die Statistiker erklärten, der zum Jahreswechsel ins Stocken geratene Aufschwung habe sich damit eindrucksvoll zurückgemeldet. Stärkster Wachstumsmotor waren den Angaben zufolge Investitionen aus dem In- und Ausland sowie Exporte.

MOSKAU: Nach einer leichten Entspannung haben sich die Waldbrände in Russland wieder ausgeweitet. Die nationale Waldschutzbehörde zählte mehr als 600 Feuer, am Donnerstag waren es noch knapp 550 gewesen. Das Zivilschutzministerium berichtete, dass sich die Brandfläche jedoch um mehr als 15.000 Hektar verringert habe. Der Leiter des nationalen Krisenzentrums, Stepanow, sprach von einem "positiven Trend". - Unterdessen können sich die Menschen in Moskau über eine Abkühlung freuen. Regen sorgte zudem für eine Reinigung der Luft. Meteorologen befürchten aber, der giftige Qualm von den umliegenden Torfbränden könne die Hauptstadt erneut in dichten Rauch hüllen, sobald der Wind wieder dreht.

WASHINGTON: Die USA haben ihre Soforthilfe für Pakistan nochmals um 21 Millionen Dollar aufgestockt. Damit seien insgesamt bereits 76 Millionen Dollar für die Opfer der Überschwemmungen gewährt worden, teilte das Außenministerium in Washington mit. Das Geld werde genutzt, um über verschiedene Hilfsorganisationen Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente zu verteilen. Die Taliban fordern von der pakistanischen Regierung, auf Hilfsgelder aus den USA zu verzichten. - Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind bei den schweren Überschwemmungen bislang mehr als 1600 Menschen ums Leben gekommen. Das Welternährungsprogramm der UN befürchtet, dass die Zahl der Toten in Pakistan angesichts der anhaltenden Überschwemmungen noch steigt. Die Flut sei noch nicht überstanden.

BERLIN: Die Bundesregierung hat den Iran aufgefordert, die Todesstrafe gegen die zur Steinigung verurteilte Sakineh Mohammadi Aschtiani aufzuheben. Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte, sei die geplante Steinigung als menschenrechtsverachtende Hinrichtungsmethode auf das Schärfste zu verurteilen. - Das Steinigungsurteil gegen die 43-Jährige hat weltweit Proteste ausgelöst. Die zweifache Mutter soll mit dem Mord an ihrem Ehemann durch den Liebhaber einverstanden gewesen sein und die Tat mit angesehen haben. - Am Mittwoch hatte eine teilweise verschleierte Frau im staatlichen iranischen Fernsehen diese Vorwürfe gestanden. Aschtianis Anwalt sagte anschließend, seine Mandantin sei durch zweitägige Folter zu dem Geständnis gezwungen worden.

VANCOUVER: Die kanadischen Behörden haben vor der Westküste des Landes ein Schiff mit tamilischen Flüchtlingen aufgebracht. Die etwa 490 Menschen an Bord wollen den Angaben zufolge in Kanada Asyl beantragen. Allerdings befürchtet Kanada, dass an Bord auch Kämpfer der Rebellengruppe "Befreiungstiger von Tamil Eelam" sind.

HAMBURG: Der ehemalige Radprofi Jan Ullrich hat im Streit um seine angebliche Doping-Vergangenheit vor dem Hamburger Landgericht eine Niederlage erlitten. Seine Unterlassungsklage gegen den Heidelberger Dopingexperten Franke wurde abgewiesen. Franke darf damit weiter behaupten, dass Ullrich mindestens 35.000 Euro an den spanischen Dopingarzt Fuentes überwiesen hat. Der Vorsitzende Richter sah es als erwiesen an, dass es 2006 diese Zahlung gegeben hat. In der ersten Instanz hatte Ullrich Recht erhalten, Franke hatte dagegen Berufung eingelegt. Durch den Richterspruch ist nun indirekt bewiesen, dass Ullrich entgegen seiner bisherigen Aussagen Kontakt zu Fuentes hatte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und vor allem im Osten langanhaltender und starker Regen. Maximal 17 bis 24 Grad.

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