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Nachrichten

Freitag, 13. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

BERLIN: Nach dem Ablauf eines weiteren Ultimatums hat die deutsche Bundesregierung große Sorge um das Schicksal der beiden im Irak verschleppten Geiseln geäußert. Gleichwohl gebe man die Hoffnung nicht auf, dass die 61-jährige Deutsche und ihr 20-jähriger Sohn unversehrt und am Leben seien, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Der Krisenstab setze seine Bemühungen unvermindert und intensiv fort. Die Kidnapper verlangen den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und haben mit der Ermordung ihrer Geiseln gedroht.

BAGDAD: Einen Tag nach dem Selbstmord-Anschlag im Gebäude des irakischen Parlaments haben die Abgeordneten ein Zeichen gegen den Terror gesetzt. Die Parlamentarier versammelten sich demonstrativ zu einer Sondersitzung. Parlamentspräsident Mahmud al-Maschhadani sprach von einer 'deutlichen Botschaft' an die Terroristen. Am Donnerstag hatte sich ein Attentäter in der Kantine des Parlaments in die Luft gesprengt. Die irakischen Behörden kündigten derweil eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen im Regierungsviertel an.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat die blutigen Terroranschläge von Algier auf das Schärfste verurteilt. Die Verantwortlichen müssten unbedingt zur Rechenschaft gezogen werden, hieß es. Zugleich rief der Sicherheitsrat die internationale Staatengemeinschaft auf, Algerien bei der Suche nach den Drahtziehern zu unterstützen.

MEXIKO-STADT: Ein schweres Erdbeben hat Teile Mexikos erschüttert. Das Epizentrum des nächtlichen Bebens lag nordwestlich der Touristen-Metropole Acapulco an der Pazifikküste. Die Erdstöße der Stärke 6 waren auch noch in der mehr als 200 Kilometer entfernten mexikanischen Hauptstadt zu spüren. Berichte über Todesopfer oder nennenswerte Schäden liegen nicht vor.

WASHINGTON: In der Affäre um die fragwürdige Beförderung der Lebensgefährtin von Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz werden erste Rücktrittsforderungen laut. Der Betriebsrat der Institution verlangte einen Amtsverzicht, weil Wolfowitz das Vertrauen des Personals in seine Führungsrolle zerstört habe. Wolfowitz' Partnerin hatte nach seinem Amtsantritt 2005 einen höher gestellten Posten und eine beträchtliche Gehaltserhöhung erhalten, die den Regeln der Bank widerspricht. Eine Entscheidung des Direktoriums über Konsequenzen aus der Beförderungs-Affäre wurde bis auf weiteres vertagt.

TOKIO: Das japanische Parlament hat erste Schritte auf dem Weg zu einer Änderung der pazifistischen Nachkriegsverfassung unternommen. Das Unterhaus in Tokio verabschiedete ein Gesetz, das ein für die geplante Verfassungsänderung erforderliches Referendum ermöglicht. Regierungschef Shinzo Abe will erreichen, dass japanische Soldaten künftig eine aktivere Rolle bei Auslandseinsätzen übernehmen können. - Um die Verfassung zu ändern, bedarf es einer Zweidrittel-Mehrheit in beiden Parlamentskammern. Anschließend muss noch das Volk mehrheitlich dafür stimmen.

BERLIN: Die Pläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für einen Online-Zugriff der Polizei auf die bei Meldeämtern gespeicherten Passfotos stoßen beim Koalitionspartner SPD auf Skepsis. Das Passregister dürfe nicht zu einer Auskunfts- und Fahndungsdatei ausgebaut werden, verlangte der SPD-Innenpolitiker Klaus Uwe Benneter. Unionspolitiker dagegen äußerten Unterstützung. Bayerns Innenminister Günther Beckstein sagte, die von Schäuble angedachten Änderungen des Passrechts für den Zugriff auf gespeicherte Passfotos und Fingerabdrücke seien unvermeidlich.

BERLIN: Nach dem Absturz eines Tornado-Kampfjets in der Schweiz ist ein Expertenteam der Bundeswehr auf dem Weg zur Unfallstelle, um die Unglücksursache aufzuklären. Die Fachleute wollten die Wrackteile untersuchen und die Informationen der so genannten Black-Box auswerten, teilte ein Sprecher der Luftwaffe mit. Bei dem Absturz im Berner Oberland war der 27-jährige Pilot ums Leben gekommen. Der 34-jährige andere Soldat konnte sich mit dem Schleudersitz retten und befindet sich nun mit Verletzungen im Krankenhaus. Weshalb der Tornado der Bundeswehr in eine Felswand raste, ist nicht bekannt.

BERLIN: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen will den Koalitionsspitzen am kommenden Montag nun doch kein Konzept für den Krippenausbau vorlegen. Statt dessen werde sie in den nächsten Wochen mit Finanzminister Peer Steinbrück ein Modell erarbeiten, das in die Haushaltsberatungen eingebracht werden soll, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Geplant ist, in den kommenden Jahren für jedes dritte Kind in Deutschland einen Krippenplatz anbieten zu können. Die Kosten dafür werden mit rund drei Milliarden Euro beziffert.

BRÜSSEL: Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber kann sich für die Zeit nach seinem Ausscheiden im September auch ein Spitzenamt bei der Europäischen Union vorstellen. Ausgeschlossen sei nichts, sagte Stoiber bei einer Podiumsdiskussion in Brüssel, bei der es um die Reform der europäischen Institutionen ging. Medien hatten spekuliert, der CSU-Politiker könnte den Vorsitz der konservativen Europäischen Volkspartei übernehmen. Stoibers Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten soll Bayerns Innenminister Günther Beckstein werden.


BANGUI: In der Zentralafrikanischen Republik haben Vertreter der Regierung und der Rebellenbewegung des Landes ein Friedensabkommen unterzeichnet. Das teilte Staatspräsident Francois Bozize mit. In dem Abkommen werden die Rebellen verpflichtet, ihren bewaffneten Aufstand einzustellen. Im Gegenzug sollen sie an der Regierung beteiligt werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überall sonnig bei Höchstwerten zwischen 20 und 27 Grad Celsius.

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