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Nachrichten

Freitag, 12. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SEOUL: Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer haben sich bei ihrem Treffen in Seoul auf eine schärfere Kontrolle der Banken geeinigt. Grundlage ist dabei das sogenannte Basel-III-Abkommen, das strengere Eigenkapitalregeln für die Geldinstitute vorsieht. Wie aus der Abschlusserklärung des G20-Gipfels weiter hervorgeht, soll auch der Internationale Währungsfonds reformiert werden. Danach bekommen Staaten mit aufstrebenden Volkswirtschaften wie China und Indien mehr Einfluss in dieser Institution. Ferner verpflichten sich die G20-Länder grundsätzlich dazu, die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Wirtschaft nicht durch eine Abwertung der Währung zu verbessern. Auch wollen sie extreme Handelsdefizite und -überschüsse reduzieren. Konkrete Ziele wurden jedoch nicht vereinbart.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Erholungskurs fort, wenn auch etwas verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal des Jahres um 0,7 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt mit. In den Monaten April bis Juni stieg das Wachstum noch um 2,3 Prozent. Positive Impulse kamen nach Angaben der Statistiker von den privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie von den Exporten.

PARIS: Airbus rechnet nach der Triebwerkspanne an einem Großraum-Flieger vom Typ A380 mit leichten Verzögerungen bei den Auslieferungen neuer Jets. Zur Begründung verwies Airbus-Chef Enders auf die jüngsten Anweisungen von Triebwerkshersteller Rolls Royce zu verschärften Kontrollen und zum Austausch bestimmter Ersatzteile. Einen Imageschaden fürchte er aber nicht. Es habe wegen des Schadens an einem A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas keinerlei Abbestellungen oder Stornierungen gegeben, so Enders weiter.

BERLIN: Bei der abschließenden Beratung zur Gesundheitsreform der Koalition aus CDU/CSU und FDP haben sich die Abgeordneten im Bundestag einen harten Schlagabtausch geliefert. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP, Flach, sagte, die Koalition schaffe den Einstieg in die konjunkturunabhängige Finanzierung des Gesundheitswesens. SPD-Generalsekretärin Nahles warf dagegen der Regierung vor, keine Reform zu betreiben, sondern einen Systemwechsel. Mit dem neuen Gesetz zur Finanzierung des Gesundheitswesens steigen die Beitragsätze für die gesetzlichen Krankenkassen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber um jeweils 0,3 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent ab dem kommenden Jahr. Der Arbeitgeberanteil wird danach eingefroren. Die Krankenkassen können künftige Kostensteigerungen über Zusatzbeiträge für die Versicherten ausgleichen.

BERLIN: Der erste Sparhaushalt der Regierung von CDU/CSU und FDP steht: Union und Liberale verständigten sich in Berlin darauf, die neuen Schulden im Bundes-Etat des kommenden Jahres auf knapp 49 Milliarden Euro festzuschreiben. Das sind 9 Milliarden weniger, als Finanzminister Schäuble noch vor den günstigeren Konjunkturprognosen geplant hatte. Im Haushaltsausschuss des Bundestages wurde zudem vereinbart, die Gesamtausgaben auf 306 Milliarden Euro zu beschränken.

NEW YORK: Die direkten Nahost-Friedensverhandlungen befinden sich trotz diplomatischer Bemühungen der USA weiter in einer Sackgasse. US-Außenministerin Clinton und Israels Ministerpräsident Netanjahu erklärten nach einem mehr als siebenstündigen Treffen in New York lediglich, sie wollten sich weiterhin für deren Wiederaufnahme einsetzen. Die direkten israelisch-palästinensischen Gespräche waren bereits kurz nach ihrem Beginn im September unterbrochen worden, weil Israel sich bislang weigert, einen Baustopp für Siedlungen im besetzten Westjordanland zu verlängern.

LONDON: Eine chinesische Porzellanvase aus dem 18. Jahrhundert ist in London für den Rekordpreis von umgerechnet 50,7 Millionen Euro versteigert worden. Den Zuschlag bekam nach einem harten Bieterstreit ein Chinese, der im Auftrag eines anonymen Käufers handelte. Die vermutlich 1740 hergestellte Vase war bei einer Haushaltsauflösung entdeckt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt mit häufigen Schauern, nur im Südosten größere Auflockerungen und meist trocken. Höchsttemperaturen um 9 - 16 Grad.

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