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Nachrichten

Freitag, 12. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LAHORE: Bei zwei Selbstmordanschlägen in der ostpakistanischen Millionenmetropole Lahore sind nach offiziellen Angaben mindestens 20 Menschen getötet worden, mehr als 40 wurden verletzt. In Agenturberichten heißt es, die zwei Attentäter hätten ihre Sprengsätze in der Nähe von Armee-Fahrzeugen gezündet. Die pakistanische Armee geht seit dem Herbst vergangenen Jahres massiv gegen radikal-islamische Aufständische vor. Seitdem wird das Land immer wieder von Anschlägen erschüttert.

BERLIN: Bundesfinanzminister Schäuble hat seine Pläne für einen Europäischen Währungsfonds konkretisiert. Um die Gefahr von Zahlungsausfällen einzudämmen, könne ein solcher Fonds hochverschuldeten Euro-Staaten Notliquiditätshilfen gewähren, schrieb Schäuble in einem Gastbeitrag für die "Financial Times Deutschland". Derartige Hilfen sollen aus Sicht des Finanzministers aber auf Notfälle begrenzt bleiben. Die Möglichkeit einer staatlichen Insolvenz muss nach Meinung Schäubles bestehen bleiben.

BERLIN: Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat die katholische Kirche erneut aufgefordert, bei Missbrauchsfällen enger mit der Justiz zusammenzuarbeiten. Im ZDF sagte sie, in der Vergangenheit sei die Staatsanwaltschaft in zu wenigen Fällen eingeschaltet worden. Das müsse besser werden.- Die Missbrauchsfälle in Einrichtungen der katholischen Kirche werden heute auch Thema im Vatikan sein. Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Zollitsch, will Papst Benedikt XVI. über die aktuellen Entwicklungen informieren.

KÖLN: In der Diskussion um die Neuordnung der Deutschen Islamkonferenz hat Bundesinnenminister de Maizière Kompromissbereitschaft signalisiert. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, Themen wie Rassismus und Islamophobie könnten in den Beratungen durchaus Platz finden. Die großen muslimischen Verbände hatten die bisher vorgeschlagenen Schwerpunkte als unzureichend kritisiert. Zudem reagierten sie mit Unverständnis auf die Suspendierung des Islamrates und des Moscheevereines Milli Görüs. Die Verbände wollen an diesem Freitag bei einem Treffen in Köln ihr weiteres Vorgehen beraten.

KABUL: Die Internationale Schutztruppe ISAF hat Vorwürfe über neuerliche zivile Opfer bei einer Militäroperation in Südafghanistan zurückgewiesen. Eine Untersuchung habe ergeben, dass Anschuldigungen unzutreffend seien, wonach bei einem Gefecht und einem Luftangriff 19 Zivilisten getötet worden seien, heißt es in einer Erklärung der ISAF. Die von der Nato geführte Internationale Schutztruppe führt seit Mitte Februar eine Großoffensive gegen die radikal-islamischen Taliban.

GAZA-STADT: Israelische Kampfflugzeuge haben wieder Ziele im Gazastreifen angegriffen. Nach palästinensischen Angaben gab es Sachschäden, ob Menschen verletzt oder getötet wurden, ist noch unklar. Unmittelbar nach dem Beschuss des Gazastreifens riegelte die israelische Armee das zweite Palästinensergebiet, das Westjordanland, ab. Die Blockade gelte für zwei Tage, Ziel sei es, Anschläge zu verhindern, erklärte das Militär.

NEW YORK: Die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers war schon Wochen vor ihrem Zusammenbruch im September 2008 zahlungsunfähig. Ein gerichtlich bestellter Prüfer kommt zu dem Schluss, dass die Verschuldung des Geldhauses verschleiert wurde. Dennoch wirft der Prüfer dem Bankmanagement kein umfassendes Fehlverhalten vor.

STOCKHOLM: Der türkische Regierungschef Erdogan hat einen für nächste Woche geplanten Besuch in Schweden abgesagt. Das bestätigte der schwedische Außenminister Bildt. Der türkische Ministerpräsident reagierte damit auf eine Resolution des Stockholmer Parlaments. Dieses hatte mit knapper Mehrheit eine Resolution angenommen, in der die Tötung hunderttausender Armenier während des ersten Weltkrieges in der Türkei als Völkermord eingestuft wird. Die Türkei hatte daraufhin auch ihre Botschafterin aus Stockholm bis auf weiteres abgezogen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden gibt es freundliche Abschnitte. Sonst ist es vielfach stark bewölkt. Die Höchstwerte liegen zwischen einem und sieben Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 3 Grad, dunstig;
Berlin: 0 Grad, etwas Schnee;
Dresden: minus 1 Grad, Griesel;
Köln/Bonn: 0 Grad, nach Eisregen;
Frankfurt am Main: minus 2 Grad, nach Schneefall und
München: minus 3 Grad, dunstig.

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