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Nachrichten

Freitag, 12. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Bei der Präsidentschaftswahl im Iran zeichnet sich die erwartete rege Beteiligung ab. Bereits kurz nach Beginn der Abstimmung bildeten sich lange Schlangen vor den Wahllokalen. Die 46 Millionen Stimmberechtigten haben die Wahl zwischen vier Kandidaten. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem international umstrittenen, konservativen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad und dem als moderat und reformorientiert geltenden früheren Ministerpräsidenten Mir Hussein Mussawi. Keiner der Präsidentschaftsbewerber hat jedoch eine wirkliche Änderung der Atompolitik in Aussicht gestellt, die seit Jahren das Verhältnis Teherans zum Westen belastet.

WASHINGTON: Die Gewalt in Afghanistan hat nach Angaben der US-Militärs einen neuen Höhepunkt erreicht. Allein in der vergangenen Woche hätten Aufständische mehr als 400 Angriffe verübt, teilte der Kommandeur der US-Truppen in der Region, General David Petraeus, mit. Das sei die höchste Zahl seit dem Sturz des Taliban-Regimes im Jahr 2001. Im Juni 2008 habe man wöchentlich noch etwas weniger als 250 Taliban-Angriffe gezählt, im Januar 2004 seien es weniger als 50 pro Woche gewesen. Der General kündigte mit Blick auf den von Präsident Barack Obama angekündigten Strategiewechsel beim Kampf gegen die Rebellen "harte Monate" an.

BRÜSSEL: Die NATO hat sich nach monatelangen Diskussionen über die Finanzierung darauf verständigt, in Kürze drei bis vier AWACS-Aufklärungsflugzeuge zur Überwachung des zivilen Luftverkehrs in Afghanistan einzusetzen. Die Verteidigungsminister des Bündnisses beschlossen den Einsatz in Brüssel, nachdem Frankreich seinen Widerstand aufgeben hatte. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung begrüßte die Einigung. Die Bundeswehr bewältige beim Einsatz der NATO am Hindukusch die Hälfte des Lufttransports und sei für die gesamte Luftaufklärung zuständig. Daher habe Deutschland ein besonderes Interesse an zusätzlicher Flugsicherheit. Jung betonte, dass der AWACS-Einsatz ausschließlich der zivilen Luftkontrolle diene und nicht der Erfassung von militärischen Zielen.

BERLIN: Der Bundesrat ist zu seiner vorletzten Sitzung vor der Sommerpause zusammengekommen. Wichtigster Punkt der Tagesordnung ist die Entscheidung über eine Grundgesetzänderung, mit der künftig die Staatsverschuldung begrenzt werden soll. Die dafür nötige Zwei-Drittel-Mehrheit gilt als gesichert. Die sogenannte Schuldenbremse ist vom Bundestag bereits gebilligt und sieht vor, dass Bund und Länder ab 2020 grundsätzlich keine neuen Schulden mehr aufnehmen dürfen. Ausnahmen für Notlagen werden allerdings zugelassen.

WIESBADEN: Vergangenes Jahr wurden so wenige Menschen eingebürgert wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erhielten rund 94.500 Ausländer einen deutschen Pass. Das waren 16 Prozent weniger als im Jahr zuvor und nur halb so viele wie im Jahr 2000, als das neue Staatsangehörigkeitsrecht eingeführt worden war.

PARIS: Der Flugzeugbauer Airbus hält fehlerhafte Geschwindigkeitsmesser nicht für den Grund für den Airbus-Absturz über dem Atlantik. Es gebe keinen direkten Zusammenhang zwischen falschen Geschwindigkeitsmessungen und dem Unfall, sagte Airbus-Chef Tom Enders. Die Spekulationen um die Absturzursache der Air France Maschine am Pfingstmontag über dem Atlantik hatten sich zuletzt auf Geschwindigkeitssonden im Flugzeug konzentriert. Diese könnten vereist gewesen sein, so die These. Das war in der Vergangenheit schon mehrfach der Fall. Inzwischen konnten von den 228 Opfern des Unglücks 44 tot aus dem Meer geborgen werden.

RANGUN: Der international kritisierte Prozess gegen die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wegen Verstoßes gegen ihre Hausarrest-Auflagen zieht sich weiter hin. Nach einer nur zwanzigminütigen Anhörung der 63-Jährigen wurde das Verfahren ohne Angabe von Gründen auf den 26. Juni vertagt. Westlichen Diplomaten zufolge sind die Verschiebungen ein Indiz dafür, dass Birmas Militärjunta den Prozess verschleppen will, nachdem sie von der weltweiten Empörung über das Verfahren gegen die Friedensnobelpreisträgerin überrascht worden sei.

NEW YORK: Der Sudan hat vier von 16 ausgewiesenen Hilfsorganisationen die Rückkehr in die Krisenregion Darfur bewilligt. Allerdings hätten die Organisationen ihren Antrag unter leicht abgeänderten Namen mit neuem Logo gestellt, sagte der UN-Nothilfekoordinator John Holmes in New York. Er äußerte die Hoffnung, dass andere Gruppen dem Beispiel folgen und ihre Arbeit in Darfur wieder aufnehmen würden. Im März hatte die Führung in Khartum die humanitären Organisationen ausgewiesen, um gegen den Erlass eines internationalen Haftbefehls gegen Präsident Omar al-Baschir wegen Kriegsverbrechen zu protestieren.

LIMA: In Peru haben tausende Demonstranten die Regierung aufgefordert, die Rechte der Ureinwohner im Amazonasgebiet zu respektieren. Am Rande eines Protestzugs zum Parlament in der Hauptstadt Lima gingen Polizisten mit Tränengas und Gummiknüppeln gegen Demonstranten vor. Es gab mehrere Festnahmen. In Arequipa, der zweitgrößten Stadt des Landes, verbrannten die Demonstranten Bilder von Präsident Alan García. Auch in den Andenstädten Puno und Ayacucho fanden Kundgebungen statt. Die Ureinwohner protestieren seit Monaten gegen Dekrete Garcías, mit denen die Regierung die Erschließung des Gebiets für Erdölbohrungen, Abholzungen und Landwirtschaft erleichtern will.

BERLIN: Mit einem Festakt im Deutschen Theater in Berlin ist an Anne Frank erinnert worden. Sie wäre an diesem Freitag 80 Jahre alt geworden. Kulturstaatsminister Bernd Neumann sagte, das Tagebuch des jüdischen Mädchens zeige wie kaum ein anderes biografisches Dokument den Schrecken des nationalsozialistischen Terrors. Die in Frankfurt am Main geborene Anne Frank floh mit ihrer Familie nach Amsterdam und lebte dort zwei Jahre versteckt in einem Hinterhaus. 1944 wurde sie entdeckt, kurz vor Kriegsende starb sie im Nazi-Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ihr Tagebuch liegt in mehr als 70 Sprachen vor.

ZUM SPORT: Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat einen neuen Trainer verpflichtet. Der Kroate Zvonimir Soldo tritt die Nachfolge von Christoph Daum als Chefcoach an. Nach Angaben des Vereins erhält Soldo einen Zweijahresvertrag. Der 41-jährige war zuletzt als Trainer von Dinamo Zagreb Meister geworden. - Der bisherige FC-Trainer Daum hatte seinen Vertrag mit den Kölnern vergangene Woche vorzeitig gekündigt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten wolkig mit gelegentlichem Regen. Im übrigen Land Sonne und Wolken mit einzelnen Schauern. Die Temperaturen steigen auf 13 bis 22 Grad.

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