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Nachrichten

Freitag, 12. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

ATHEN: Auf die US-Botschaft in der griechischen Hauptstadt Athen ist am Morgen ein Anschlag verübt worden. Verletzt wurde dabei nach US-Angaben niemand. Eine Artilleriegranate sei von der Straße oder einem gegenüberliegenden Gebäude aus abgefeuert worden, teilte die Polizei mit. Beim Einschlag des Geschosses im dritten Stock der Botschaft entstand geringer Sachschaden. Unter anderem wurde das US-Wappen am Eingang beschädigt. Die Polizei sperrte die umliegenden Straßen weiträumig ab. Nach Angaben des Ministers für Öffentliche Ordnung, Vyron Polydoras, bekannte sich die linksradikale griechische Untergrundgruppe "Revolutionärer Kampf" telefonisch zu der Tat. Ob der Anruf authentisch ist, ist noch offen.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat seine neue Irak-Strategie gegen Kritik der oppositionellen Demokraten und aus seiner eigenen republikanischen Partei verteidigt. Vor Soldaten im US-Bundesstaat Georgia sagte Bush, seine Strategie biete die beste Aussicht auf Erfolg. Allerdings, so der US-Präsident, würden die Selbstmordanschläge im Irak nicht sofort aufhören. - Um die Sicherheitslage vor allem in Bagdad zu verbessern, will Bush 21.500 zusätzliche Soldaten im Irak einsetzen.

BERLIN: Im Streit um die Gesundheitsreform haben sich die Experten von Union und SPD nach Agenturberichten auf gemeinsame Änderungsvorschläge verständigt. Einzelheiten wollen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Vertreter der Union heute in Berlin erläutern. Umstritten war bis zuletzt vor allem der geplante Basistarif in der privaten Krankenversicherung.

KARLSRUHE: Die Verfassungsbeschwerde des Terrorhelfers Mounir el Motassadeq gegen seine Verurteilung ist erfolglos geblieben. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerde des 32-Jährigen nicht zur Entscheidung an. - Das Hamburger Oberlandesgericht hatte Motassadeq vergangene Woche auf der Grundlage einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes wegen Beihilfe zum Mord bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zur Höchststrafe von 15 Jahren Haft verurteilt.

ACCRA: Bundespräsident Horst Köhler hat bei seinem Besuch in Ghana die Führung des westafrikanischen Landes zur Fortsetzung ihrer Reformpolitik ermuntert. Mit politischer Stabilität und Wirtschaftsreformen habe Ghana einen Spitzenplatz in Afrika errungen, sagte Köhler in Accra. Der Bundespräsident unterstrich die Bereitschaft Deutschlands und Europas zur engen Zusammenarbeit mit Afrika. - Ghana feiert 2007 seine 50-jährige Unabhängigkeit. Aus diesem Anlaß findet in Accra auch das zweite Afrika-Forum der von Köhler ins Leben gerufenen Initiative 'Partnerschaft mit Afrika' statt.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat seinen Widerstand gegen Vorschläge der EU-Kommission zur Entflechtung der großen Energiekonzerne fallengelassen. Der CSU-Politiker sagte der Zeitung 'Financial Times Deutschland', er wolle keinen der beiden Wege ausschließen, die Brüssel vorgeschlagen habe. - Die EU-Kommission hatte die Trennung der Stromnetze von den Kraftwerksbetreibern verlangt, um mehr Wettbewerb zu erreichen. Als Alternative hatte die Kommission die Kontrolle des Netzes durch einen unabhängigen Betreiber ins Gespräch gebracht.

MÜNCHEN: In der CSU geht die Debatte über die politische Zukunft des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber weiter. Der CSU-Chef kündigte an, dass ein Parteitag im Herbst entscheiden werde, ob er als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2008 antreten solle. Ursprünglich sollte darüber die CSU-Landtagsfraktion in der kommenden Woche entscheiden. Stoibers Erklärung, er wolle bis 2013 amtieren, war nach Medienberichten in der Partei kritisch aufgenommen worden. Der Ministerpräsident hat seine Äußerungen daraufhin relativiert.

BUENOS AIRES: Die argentinische Justiz hat Haftbefehl gegen die frühere Staatspräsidentin Isabel Peron erlassen. Ihr wird vorgeworfen, während ihrer gut zweijährigen Amtszeit Mitte der siebziger Jahre Verbindungen zu rechtsgerichteten Todesschwadronen unterhalten zu haben. Der Haftbefehl sei an Interpol weitergeleitet worden, um eine Verhaftung der seit 1981 im spanischen Exil lebenden Ex-Präsidentin zu erwirken. Peron hatte 1974 nach dem Tod ihres Ehemannes Juan Domingo Peron von diesem das Präsidentenamt übernommen. Ihre Regierungszeit war geprägt von gewaltätigen Auseinandersetzungen zwischen den politischen Lagern in Argentienien.

DHAKA: Der Präsident von Bangladesch, Iajuddin Ahmed, hat nach schweren politischen Unruhen den Ausnahmezustand verhängt und die für den 22. Januar geplanten Parlamentswahlen verschoben. Zugleich trat Iajuddin als Chef der Übergangsregierung zurück. - Damit beugte sich der Präsident der Forderung der oppositionellen Awami-Liga nach Verschiebung der Wahlen und der Erstellung neuer Wählerverzeichnisse. Oppositionsführerin Sheikh Hasina hatte zu Wahlboykott und Generalstreik aufgerufen.

MANILA: Die zehn Länder der südost-asiatischen Staatengemeinschaft ASEAN wollen einen engen Wirtschaftsverbund nach dem Vorbild der Europäischen Union bilden. Bei einem Treffen in der philippinischen Stadt Cebu verständigten sich die Außenminister der Gemeinschaft darauf, eine entsprechende Charta auszuarbeiten. Das Vorhaben soll bis zum Jahr 2015 verwirklicht werden. Die Wirtschaftsgemeinschaft soll eine Freihandelszone sowie einen gemeinsamen Binnenmarkt einschließen.

HAMBURG: In der Hansestadt wird in Folge des über Teilen Europas wütenden Sturmtiefs 'Franz' eine Sturmflut erwartet. Der Pegel der Elbe dürfte auf mehr als fünf Meter steigen, teilten die Hamburger Behörden mit. Dies wären drei Meter über dem mittleren Hochwasser. Der Fährverkehr auf der Nord- und Ostsee ist durch den Sturm weiter beeinträchtigt. - Menschen kamen durch den Sturm in Deutschland nach bisher vorliegenden Berichten nicht zu Schaden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst noch stürmisch. Regen und Schauer ziehen nach Südosten ab. Im Nordwesten später erneut Regen. Mit sechs bis zwölf Grad Celsius für die Jahrszeit zu mild.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg und Köln/Bonn: acht Grad, wolkig; Berlin: sieben Grad, fast wolkenlos; Dresden: sechs Grad, Schauer; Frankfurt am Main: acht Grad, stark bewölkt und München: sechs Grad, stark bewölkt.

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