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Nachrichten

Freitag, 12. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIESBADEN: Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist ins Stocken geraten. Das Bruttoinlandsprodukt, die Maßzahl für die Gesamtleistung der Wirtschaft, stagnierte im vierten Quartal 2009 auf dem Niveau der Vorquartals. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Damit habe sich der leichte Aufwärtstrend der Wirtschaft aus dem zweiten und dritten Quartal nicht fortgesetzt. Positive Impulse kamen nach Angaben der Statistiker lediglich vom Außenhandel.

BERLIN: Nach der Ablehnung des umstrittenen Banken-Abkommens SWIFT durch das Europaparlament hat Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger neue Verhandlungen mit den USA gefordert. Dem Bayrischen Rundfunk sagte sie, der massenhafte Austausch von Bankdaten mit den USA bringe keinen großen Sicherheitsgewinn. Nach der Entscheidung des Europaparlaments könne dies nun auch im Dialog mit den USA thematisiert werden.

FRANKFURT AM MAIN: Die Europäische Zentralbank (EZB) unterstützt die Beschlüsse des EU-Sondergipfels zur finanziellen Schieflage Griechenlands. Die Notenbank werde gemeinsam mit der EU-Kommission die Umsetzung des haushaltspolitischen Konsolidierungskurses Griechenlands überwachen, heißt es in einer Erklärung von EZB-Präsident Trichet. Gegebenenfalls werde er zusätzliche Maßnahmen vorschlagen. Zugleich begrüßte Trichet die Erklärung der Euroraum-Staaten, notfalls entschlossene und gemeinsame Maßnahmen einzuleiten, um die Finanzstabilität im Euroraum zu wahren.

ANKARA: Die türkische Regierung will den umstrittenen Großstaudamm Ilisu auch nach der Kündigung von Bürgschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bauen. Für das Projekt im Südosten des Landes seien neue Kreditgeber gefunden worden, zitierten türkische Medien Ministerpräsident Erdogan. Der Bau werde 2010 fortgesetzt. - Deutschland, Österreich und die Schweiz hatten ihre Kreditbürgschaften im Juli 2009 gestoppt. Zur Begründung hieß es, die türkischen Vertragspartner hätten die geforderten Bedingungen für die Umsiedlung betroffener Menschen nicht ausreichend erfüllt.

PORT-AU-PRINCE: Einen Monat nach dem verheerenden Erdbeben gedenken die Menschen in Haiti mit einem nationalen Trauertag der vielen Opfer. In der Hauptstadt Port-au-Prince ist eine Gedenkfeier geplant. Bei der Naturkatastrophe waren nach neuen offiziellen Schätzungen mindestens 217.000 Menschen ums Leben gekommen. Hilfsorganisationen gehen aber davon aus, dass sich die tatsächliche Opferzahl nie ermitteln lassen wird.

SANAA: Im Norden des Jemen wird eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und schiitischen Rebellen nach Militärangaben an allen Fronten eingehalten. Die Regierung in Sanaa hatte am Donnerstag mitgeteilt, sie wolle den seit 2004 immer wieder aufflammenden Konflikt mit Hilfe einer Unterbrechung der Kampfhandlungen beilegen.

STOCKHOLM: In Schweden ist der mutmaßliche Drahtzieher beim Diebstahl des Schriftzuges "Arbeit macht frei" aus dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz verhaftet worden. Der 34-jährige Mann solle nach Polen ausgeliefert werden, hieß es von der Justiz in Stockholm. In Polen waren bereits fünf Einheimische festgenommen worden, die den Schriftzug im Auftrag geraubt und in drei Teile zerlegt haben sollen. Er gilt als wichtiges Symbol für den millionenfachen Mord an den Juden durch die Nationalsozialisten.

BERLIN: Mit einer glanzvollen Gala hat die 60. Berlinale begonnen. Zur Eröffnung der internationalen Filmfestspiele in Berlin wurde als Weltpremiere der chinesische Spielfilm "Tuan Yuan", auf Deutsch "Getrennt zusammen", präsentiert. In den kommenden Tagen zeigt die Berlinale rund 400 Filme aus aller Welt. Im Wettbewerb um den Goldenen Bären konkurrieren neben dem Eröffnungsfilm weitere 19 Regiearbeiten. - An diesem Freitag wird auf der Berlinale eine restaurierte Originalfassung von Fritz Langs Stummfilmklassiker "Metropolis" gezeigt. Über Jahrzehnte galten Teile des Films als verschollen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder viele Wolken und gebietsweise fällt Schnee. An der Ostsee besteht die Gefahr von Schneeverwehungen. Die Höchstwerte liegen zwischen minus fünf Grad an den Alpen und plus ein Grad an der Oder.

Am Morgen meldeten:

Berlin: minus 2 Grad, etwas Schnee;
Hamburg: minus 4 Grad, Schneefall;
Dresden: minus 5 Grad, nach Schneefall;
Köln/Bonn: minus 3 Grad, dunstig;

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