1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 11. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WIEN/ BERLIN: Magna-Chef Frank Stronach hat den Autobauer Opel auf eine schwierige Sanierung eingestimmt. Opel habe "schon lange keinen Profit mehr gemacht" und die Wirtschaft sei "zurzeit auch nicht so blühend", sagte Stronach der Zeitung "Österreich". Es werde für alle Beteiligten ein harter Weg und Magna sei bei Opel erst am Anfang. Auch Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte, für Euphorie sei es nach der Entscheidung des Mutterkonzerns General Motors (GM) für den Investor Magna noch zu früh. Zwar bestünden nun Chancen für eine Restrukturierung des Unternehmens, aber für eine gute Entwicklung seien "große Leistungen noch zu erbringen", so der CSU-Minister im ZDF.

WASHINGTON: Ein Jahr nach dem spektakulären Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers will US-Finanzminister Timothy Geithner einen Teil der außergewöhnlichen Hilfen für den Finanzsektor wieder zurückfahren. Angesichts positiver Konjunkturerwartungen sei die US-Wirtschaftspolitik reif für einen Kurswechsel. Die Konjunktur habe so viel an Kraft gewonnen, dass es möglich sei, von einem Rettungs- auf einen Wachstumskurs umzuschwenken. Geithner äußerte sich vor dem Kongress-Ausschuss, der für das staatliche Konjunktur-Programm im Umfang von 700 Milliarden Dollar zuständig ist. US-Präsident Barack Obama will am kommenden Montag eine Grundsatzrede zur Finanzkrise halten. - Die Lehman-Pleite wird als ein dramatischer Höhepunkt in der Finanzkrise gesehen.

TAIPEH: Auf Taiwan ist der ehemalige Präsident Chen Shui-bian wegen Korruption zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ihm wurden unter anderem Unterschlagung von Millionenbeträgen, Bestechlichkeit und unzulässige Einflussnahme während seiner achtjährigen Amtszeit zur Last gelegt. Der 58-Jährige war Mitte 2008 aus dem Präsidentenamt geschieden. Chens Frau und ihre zwei erwachsenen Kinder waren erst kürzlich - ebenfalls wegen Korruption - zu Haftstrafen bis zu einem Jahr verurteilt worden.

NEW YORK: In den USA wird an diesem Freitag mit Gedenkveranstaltungen und Schweigeminuten an die knapp 3.000 Todesopfer der Terroranschläge vor acht Jahren erinnert. Am 11.September 2001 hatten Terroristen zwei entführte Verkehrsflugzeuge in die Türme des World Trade Centers in New York gesteuert und sie zum Einsturz gebracht. Mit einem weiteren entführten Flugzeug hatten sich Terroristen in das Verteidigungsministerium in Washington gestürzt. Eine vierte entführte Maschine war abgestürzt, als sich Passagiere gegen die Terroristen wehrten. Zu den Anschlägen hat sich das Netzwerk El Kaida des Terroristenführers Osama bin Laden bekannt.

LONDON/ KABUL: Weniger als acht Jahre nach dem Sturz der Taliban in der afghanischen Hauptstadt haben die Radikalislamisten nach neuen Erkenntnissen wieder in fast ganz Afghanistan Fuß gefasst. Laut einem Bericht des in London ansässigen "International Council on Security and Development" -ICOS- verfügen die Taliban in rund 80 Prozent des Landes sogar über eine ständige Präsenz. Im November 2007 seien sie noch in lediglich 54 Prozent des Landes aktiv gewesen. Vor allem im Norden Afghanistans wurde in den vergangenen Monaten eine starke Zunahme von Aktivitäten der Aufständischen verzeichnet; so auch in der Provinz Kundus, wo die Bundeswehr stationiert ist.

FRANKFURT AM MAIN: Die regierungskritische chinesische Schriftstellerin Dai Qing und der exilchinesische Autor Bai Ling wollen trotz der Ausladung durch die Organisatoren zu einem China-Symposium am Wochenende nach Frankfurt reisen. Dai Qing erhielt auf Grund einer Einladung durch den Schriftstellerverband PEN ein Visum von der deutschen Botschaft in Peking. Bei Ling will aus seinem US-Exil anreisen. Unter chinesischem Druck hatten die Organisatoren des Symposiums die beiden Autoren gebeten, nicht zu kommen. China ist im Oktober Gastland der Frankfurter Buchmesse.

PEKING: Der UN-Klimaschutzbeauftragte Yvo de Boer hat an die Industriestaaten appelliert, stärkere Anstrengungen zu unternehmen, um weniger klimaschädliches CO2-Gas zu produzieren. Auf dem Weltwirtschaftsforum in der chinesischen Hafenstadt Dalin forderte de Boer, die reichen Staaten müssten hier Führungsstärke zeigen. Nur dann könnten China und Indien in ein globales Klimaschutzabkommen einbezogen werden. - De Boer äußerte sich skeptisch über die Erfolgsaussichten der Weltklimakonferenz im Dezember in Kopenhagen. Am Donnerstag hat der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao angedeutet, dass seine Regierung eine harte Position in Kopenhagen einnehmen könnte.

FREETOWN: Zwei Tage nach der verheerenden Schiffskatastrophe im westafrikanischen Sierra Leone fahndet die Polizei weiter nach den Verantwortlichen. Der Eigner und andere Mitarbeiter der Schifffahrtsgesellschaft hielten sich offenbar versteckt, erklärte ein Polizeisprecher. Nach neuen Ermittlungen wird befürchtet, dass bei dem Unglück auf einem Fluss rund 80 Kilometer östlich von Freetown bis zu 300 Menschen ums Leben gekommen sind, darunter auch viele Kinder. In ersten Berichten war von 150 bis 200 Todesopfern ausgegangen worden.

MADRID: Die deutsche Hauptstadt Berlin erhält anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls den renommierten spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte Völkerverständigung. Zur Begründung erklärte die Jury, Berlin sei ein Symbol für Freiheit, der Fall der Mauer habe Millionen Menschen in aller Welt berührt. Die Prinz-von-Asturien-Preise gelten als die spanische Version der Nobelpreise. Sie werden seit 28 Jahren vergeben und sind mit je 50.000 Euro dotiert. Die Auszeichnungen werden im Oktober verliehen.

ZUM SPORT: Deutschlands Fußballfrauen sind zum siebten Mal Europameister, zum fünften Mal in Folge. Im Endspiel des EM-Turniers in Finnland besiegte die deutsche Elf das Team Englands mit 6:2. --- Jeweils zwei Treffer steuerten Birgit Prinz und Inka Grings bei.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Rheinland bis zur Ostsee meist heiter. Sonst überwiegend wechselhaft und örtlich Regen. Maximal 17 bis 23 Grad.

Audio und Video zum Thema