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Nachrichten

Freitag, 11. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JERUSALEM: Zum Abschluss seines Besuches in Israel hat US-Präsident George W. Bush die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem besucht. Zum Gedenken an die jüdischen Opfer während der NS-Zeit legte Bush einen Kranz nieder. Vor seiner Weiterreise nach Kuwait ist noch ein Treffen mit dem Sonderbeauftragten des Nahost-Quartetts, dem früheren britischen Premierminister Tony Blair, geplant. Dieser kümmert sich vor allem um die Wirschaftshilfe für die Palästinenser. Nach einem Treffen mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas am Donnerstag im Westjordanland hatte sich Bush überzeugt gezeigt, dass Israelis und Palästinenser bis zum Ende seiner Amtszeit im Januar 2009 ein Friedensabkommen unterzeichnen werden.

TOKIO: Japan kann seine logistische Unterstützung für den US-geführten Anti-Terror-Einsatz 'Enduring Freedom' wieder aufnehmen. Das von der Regierungspartei dominierte Unterhaus des Parlaments stimmte mit Zweidrittel-Mehrheit abschließend für ein entsprechendes Gesetz und setzte sich damit über einen Beschluss des Oberhauses hinweg. Dort hat die Opposition die Mehrheit. Diese lehnt den Einsatz ab, weil er nicht von den Vereinten Nationen gebilligt wurde. Japanische Schiffe hatten bis zum 1. November 2007, an dem das entsprechende Mandat auslief, im Indischen Ozean Schiffe und Flugzeuge vor allem der USA betankt. Seitdem widersetzte sich die Opposition einer Verlängerung des Einsatzes.

NAIROBI: In Kenia hat die Opposition angekündigt, ihre Proteste gegen Präsident Mwai Kibaki wegen der umstrittenen Präsidentenwahl wieder aufzunehmen. Ein Termin soll im Tagesverlauf auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden. Die Proteste waren ausgesetzt worden, um die Vermittlungsbemühungen des Vorsitzenden der Afrikanischen Union, John Kufuor, nicht zu behindern. Kufuor war am Donnerstag abgereist, ohne einen Kompromiss erreicht zu haben. Als neuer Vermittler wird nun der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan in Nairobi erwartet. Oppositionschef Raila Odinga wirft Kibaki Wahlbetrug vor und verlangt eine Wiederholung der Wahl.

COLOMBO: Die Regierung Sri Lankas hat den Aufruf der tamilischen Rebellen zu einem Waffenstillstand zurückgewiesen. Ein Sprecher sagte, die 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' hätten in der Vergangenheit solche Waffenruhen immer genutzt, um sich neu zu formieren. Die Regierung werde ihren Kampf zur Befreiung des gesamten Landes vom Terror fortsetzen. Sie hatte in der vergangenen Woche den Waffenstillstand, der bereits seit 2005 nicht mehr eingehalten wurde, aufgekündigt. Im Norden des Landes griff die Armee erneut Stellungen der Rebellen an.

RANGUN: In Birma hat sich Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi erneut mit dem Verbindungsmann der Militärführung, Arbeitsminister Aung Kyi, getroffen. Es war seit der Niederschlagung der Protestbewegung im September bereits das vierte Treffen der beiden Politiker. Die Militärführung hatte Suu Kyi, die seit zwölf Jahren unter Hausarrest steht, direkte Gespräche angeboten. Im Gegenzug solle sie aber ihren Widerstand gegen das Militär aufgeben. Nach der Niederschlagung der Protestbewegung hatten die USA und die EU Sanktionen gegen Birma verhängt und eine Demokratisierung des Landes verlangt.

CARACAS: Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe hat sich bei seinem venezolanischen Kollegen Hugo Chavez für dessen Vermittlungsbemühungen bei der Freilassung zweier Geiseln bedankt. Zugleich wiederholte Uribe das Angebot an die Rebellen der FARC, im kolumbianischen Dschungel eine entmilitarisierte Zone zu schaffen, in der über den Austausch weiterer Gefangener verhandelt werden könne. Chavez kündigte an, er wolle seine Vermittlungsbemühungen fortsetzen. Am Donnerstag waren eine ehemalige Parlamentsabgeordnete sowie die Wahlkampfleiterin der früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt nach mehrjähriger Geiselhaft freigekommen.

POTSDAM: Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes rechnen Gewerkschaften und Arbeitgeber nicht mit einem raschen Ergebnis. Als 'maßlos' wiesen Bund und Kommunen die Forderung zurück, die Einkommen der 1,3 Millionen Angestellten um acht Prozent zu erhöhen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes bekräftigten ihren Widerstand gegen eine Verlängerung der Arbeitszeiten. Die am Donnerstag unterbrochenen Tarifverhandlungen in Potsdam wurden inzwischen fortgesetzt.

FRANKFURT AM MAIN: Nach neuen Gesprächen mit der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL mit einem Scheitern der Tarifverhandlungen gedroht. Das von der Bahn vorgelegte Angebot reiche nicht aus, sagte GDL-Chef Manfred Schell. Es habe weder beim Entgelt noch bei der Arbeitszeit eine Annäherung gegeben. Ein Sprecher des Konzerns erklärte dagegen, eine Einigung sei weiterhin erreichbar. Die GDL will am Sonntag über das weitere Vorgehen entscheiden.

WELLINGTON: Im Alter von 88 Jahren ist der Erstbezwinger des Mount Everest, Sir Edmund Hillary, gestorben. Die Bergsteiger-Legende erlag in einem Krankenhaus der neuseeländischen Stadt Auckland einem Herzanfall. Ministerpräsidentin Helen Clark würdigte Hillary als Helden und berühmtesten Neuseeländer, der jemals gelebt habe. Hillary und der Sherpa Tenzing Norgay hatten 1953 gemeinsam als erste Menschen den Gipfel des 8.848 Meter hohen Everest erreicht.

ZUM FUßBALL: Jürgen Klinsmann wird neuer Cheftrainer des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München. Das teilte der Verein auf seiner Internet-Seite mit. Der 43-jährige Ex-Bundestrainer tritt zum 1. Juli 2008 die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld an, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südost-Hälfte meist lockere Bewölkung. Nach Westen und Norden hin überwiegend stark bewölkt und örtlich etwas Regen. Höchstwerte null bis zwölf Grad, im Süden bei Föhn bis 14 Grad.

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