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Nachrichten

Freitag, 11. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

LONDON: Die britische Regierung hat die Konten von 19 der bisher 24 festgenommenen mutmaßlichen Flugzeug-Attentäter sperren lassen. Die Bank von England veröffentlichte zugleich die Namen der Männer. Die britische Polizei hatte das Komplott in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen und dem pakistanischen Geheimdienst aufgedeckt. Die Anschläge hätten kurz bevorgestanden, verlautete aus US-Geheimdienstkreisen. Auch in Pakistan gab es mindestens zwei Festnahmen. Bei den mutmaßlichen Attentätern soll es sich überwiegend um Briten pakistanischer Abstammung handeln. An den Flughäfen muss wegen der starken Sicherheitsmaßnahmen weiter mit Verspätungen gerechnet werden.

BERLIN: Der Terroralarm in Großbritannien hat eine Debatte über schärfere Gesetze entfacht. Das deutsche Sicherheitskonzept müsse überprüft werden, sagte Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach. In Teilen der Union wurde zudem wieder die Forderung nach einem Einsatz der Bundeswehr im Inland laut. Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnte dagegen vor einer übereilten Reaktion. Über Konsequenzen könne erst gesprochen werden, wenn mehr Details über die Londoner Vorfälle bekannt seien. Nach Bekanntwerden der Anschlagspläne waren die Sicherheitsvorkehrungen an deutschen Flughäfen nochmals verschärft worden.

BEIRUT: Die libanesische Regierung zieht ihre Sicherheitskräfte aus der Stadt Mardschajun im Süden ab. Innenminister Ahmad Fatfat sagte, sie sollten im Tagesverlauf unter dem Schutz von Soldaten der UN-Schutztruppe evakuiert werden. Die Truppenkaserne wird von der israelischen Armee blockiert. Die israelische Luftwaffe setzte derweil ihre Angriffe im Libanon fort. Im Norden des Landes wurden mindestens elf Menschen beim Abwurf einer Bombe auf eine Brücke getötet. Auch Ziele in den südlichen Vororten Beiruts wurden wieder angegriffen.

JERUSALEM/NEW YORK: Die zähen diplomatischen Verhandlungen über eine Libanon-Resolution des Weltsicherheitsrats dauern an. Israels UN-Botschafter Dan Gillerman lehnte den russischen Entwurf mit der Forderung nach einer 72-stündigen Waffenruhe zur Versorgung der libanesischen Bevölkerung ab. Damit werde der Hisbollah nur Zeit gegeben, wieder Kraft zu sammeln. Die USA und Frankreich überarbeiten derweil ihren Resolutionsentwurf. Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton zeigte sich optimistisch, an diesem Freitag zu einer Lösung zu kommen. Knackpunkte sind eine Waffenruhe und der israelische Truppenabzug aus dem Süd-Libanon.

DRESDEN: Zum Start der neuen Fußball-Bundesligasaison ist ein Streit um Sportwetten entbrannt. Der private Anbieter 'bwin' kündigte Klage gegen den Enzug seiner Konzession in Sachsen an. Bundesligist VfB Stuttgart drohte mit Schadenersatzforderungen wegen eines Werbeverbots für seinen Sponsor 'betandwin', einem Ableger von 'bwin'. Zum Auftakt der Bundesligasaison trifft an diesem Freitag Titelverteidiger Bayern München vor heimischem Publikum auf Borussia Dortmund. Anpfiff ist um 20 Uhr 45 Mitteleuropäischer Sommerzeit.

BERLIN: Die Eröffnung einer Ausstellung zur Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts ist in Polen auf harsche Kritik gestoßen. Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski sprach von einer schlechten und irritierenden Angelegenheit. Es müsse klar bleiben, wer Täter und wer Opfer gewesen sei. Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, mahnte eine Versachlichung der Debatte an. Die Austellung in Berlin solle dazu beitragen, die Vertreibungsopfer der Vergessenheit zu entreißen.

WIESBADEN: Die hohen Energiepreise haben die Lebenshaltung in Deutschland verteuert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im Juli um durchschnittlich 1,9 Prozent über denen des vergangenen Jahres. Die Inflation wurde maßgeblich von einem Anstieg der Energiepreise um rund zehn Prozent getrieben. Saisonbedingt verteuerten sich auch Reisen.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat das Mandat für die Irak-Mission der Vereinten Nationen um ein weiteres Jahr verlängert. Das höchste UN-Gremium verabschiedete einstimmig eine entsprechende Resolution. Darin heißt es, die Vereinten Nationen sollten eine führende Rolle bei der Unterstützung des politischen Prozesses im Irak spielen. Die UN sind mit rund 400 Mitarbeitern im Irak vertreten, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Bagdad.

PEKING: Im Südosten Chinas steigt die Opferzahl nach dem Wirbelsturm 'Saomai' weiter. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet bis zu 100 Tote und fast 150 Vermisste. Die Behörden hatten vorsorglich bereits knapp eine Million Menschen aufgefordert, sich vor dem Wirbelsturm in Sicherheit zu bringen. 'Saomai' war mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern in der Stunde und heftigen Regenfällen über die Provinzen Zhejiang und Fujian hinweggefegt.

SEOUL: Die südkoreanische Regierung und Bürgergruppen wollen dem kommunistischen Nordkorea nach der jüngsten Unwetterkatastrophe Soforthilfe von umgerechnet 21 Millionen US-Dollar leisten. Ein Sprecher des Wiedervereinigungsministeriums sagte, man werde zudem Nahrungsmittel und Medikamente liefern. Südkorea hatte seine Hilfe nach den nordkoreanischen Raketentests Anfang Juli gestoppt. Nordkorea hatte zu Wochenbeginn um die Soforthilfe gebeten, um die Folgen der Flutkatastrophe zu überwinden. Dabei kamen nach offiziellen Angaben etwa 550 Menschen ums Leben.

BRASILIA: Wegen Korruptionsvorwürfen droht 72 brasilianischen Kongressmitgliedern ein Disziplinarverfahren. Drei Senatoren und 69 Abgeordnete müssten sich deswegen vor dem Ethikrat des Parlaments verantworten, teilte der zuständige parlamentarische Ausschuss in Brasilia mit. Die Volksvertreter werden beschuldigt, überhöhte Rechnungen zur Zahlung angewiesen zu haben und dafür Geld oder Geschenke angenommen zu haben. Sollten die Beschuldigten überführt werden, dürfen sie acht Jahre lang kein politisches Amt mehr ausüben.

BRASILIA: Wegen Korruptionsvorwürfen droht 72 brasilianischen Kongressmitgliedern ein Disziplinarverfahren. Drei Senatoren und 69 Abgeordnete müssten sich deswegen vor dem Ethikrat des Parlaments verantworten, teilte der zuständige parlamentarische Ausschuss in Brasilia mit. Die Volksvertreter werden beschuldigt, überhöhte Rechnungen zur Zahlung angewiesen zu haben und dafür Geld oder Geschenke angenommen zu haben. Sollten die Beschuldigten überführt werden, dürfen sie acht Jahre lang kein politisches Amt mehr ausüben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend bedeckt mit Schauern, teils auch länger anhaltender Regen. Tagestemperaturen zwischen 14 und 20 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 14 Grad, nach Regen; Berlin und Dresden: 14 Grad, wolkig; Köln/Bonn: 13 Grad, nach Schauer; Frankfurt am Main: 12 Grad, Regen und München: 13 Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 11.08.2006
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