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Nachrichten

Freitag, 11. April 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Bundestag entscheidet an diesem Freitag über die Zukunft der Forschung mit embryonalen Stammzellen. Zurzeit dürfen in Deutschland nur Stammzellen verwendet werden, die vor dem 1. Januar 2002 im Ausland entstanden sind. Diese sind aber nach Ansicht vieler Wissenschaftler für die Spitzenforschung bereits zu alt. Forschungsministerin Annette Schavan sprach sich zu Beginn der Debatte dafür aus, den Stichtag für die Einfuhr von Stammzelllinien einmalig auf den 1. Mai 2007 zu verschieben. Dies sei verantwortbar, um der Wissenschaft einen "schmalen Korridor" für die Forschung mit jüngeren Stammzellen zu ermöglichen. Dem Parlament liegen auch Anträge vor, den bisherigen Stichtag beizubehalten oder ganz zu streichen. Bei der Abstimmung gilt kein Fraktionszwang.

BERLIN: Das Kinderhilfswerk UNICEF Deutschland hat einen neuen Vorstand gewählt. Damit soll die Führungskrise der Organisation beendet werden. Zu den neuen Mitgliedern des zehnköpfigen Gremiums gehören der ehemalige UN-Beauftragte für Afghanistan, Tom Koenigs, die Dressurreiterin Ann Kathrin Linsenhoff und die Journalistin Maria von Welser. An diesem Freitag wird der neue Vorsitzende bestimmt. UNICEF war wegen Verschwendungsvorwürfen und verschwiegener Provisionen in die Kritik geraten. Dies führte zu massiven Einbrüchen beim Spendenaufkommen und dem Entzug des Spendensiegels. Im Zuge der Affäre war der gesamte frühere Vorstand zurückgetreten.

BERLIN: Die Drohung von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, einzelnen Ministerien wegen zu hoher Ausgabenwünsche die Etathoheit zu entziehen, sorgt weiter für Zündstoff. Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber warf Steinbrück in der "Leipziger Volkszeitung" vor, mit seinem Verhalten der großen Koalition zu schaden. Ein Finanzminister müsse dafür sorgen, dass miteinander verhandelt werde. Nur so könne man Kompromisse erzielen, sagte Huber. Mehrere Haushaltspolitiker gaben dagegen Steinbrück Recht. Der Minister hatte angekündigt, vier Kabinettskollegen für 2009 notfalls einen Etat zu verordnen. Betroffen sind die Ressorts Entwicklung, Forschung, Verkehr und Wirtschaft.

BUENOS AIRES: Unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen ist das Olympische Feuer in die Hauptstadt Argentiniens gebracht worden, der siebten Station auf seiner Tour rund um die Welt. Auch in Buenos Aires stellen sich die Behörden auf Demonstrationen gegen die Tibet-Politik der chinesischen Regierung ein. Um Ausschreitungen während des geplanten Fackellaufs an diesem Freitag zu verhindern, sind mehrere tausend Sicherheitskräfte im Einsatz. China reagierte unterdessen empört auf eine Resolution des US-Kongresses, in der das chinesische Vorgehen in Tibet kritisiert worden war. Die Aufforderung an China, einen offenen Dialog mit dem Dalai Lama zu beginnen, sei boshaft, erklärte das Außenministerium in Peking. Es macht das geistliche Oberhaupt der Tibeter für die jüngsten Unruhen in der Himalaya-Region verantwortlich.

PEKING: In einem der größten Korruptionsprozesse in der Geschichte Chinas ist der ehemalige Chef der Kommunistischen Partei von Schanghai zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, wurde Chen Liangyu wegen Machtmissbrauchs und der Annahme von Bestechungsgeldern schuldig gesprochen. Chen war vor knapp zwei Jahren im Rahmen einer Kampagne zur Korruptionsbekämpfung abgesetzt worden. Er war der ranghöchste Parteifunktionär seit mehr als einem Jahrzehnt, der sein Amt verlor.

WASHINGTON: Gut ein halbes Jahr vor der Präsidentschaftswahl in den USA sondiert Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die Aussichten für die Zeit nach der Amtszeit von Präsident George W. Bush. Steinmeier flog nach Washington, wo an diesem Freitag unter anderem ein Treffen mit seiner US-Kollegin Condoleezza Rice auf dem Programm steht. Außerdem will er mit außenpolitischen Experten aus den Wahlkampfteams der demokratischen und republikanischen Präsidentschaftsbewerber zusammenkommen.

WASHINGTON: Die USA werden von Juli an vorerst keine weiteren Kampftruppen aus dem Irak abziehen. US-Präsident George W. Bush ordnete einen unbefristeten Rückzugsstopp an. Damit folgte er der Empfehlung von General David Petraeus, dem Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak. Trotz jüngster Fortschritte gebe es im Irak noch immer schwierige und ernste Probleme, erklärte Bush in Washington. Zugleich zeigte er sich jedoch davon überzeugt, dass sich der Irak zu einer stabilen Demokratie entwickeln werde.

ATLANTA: Die technische Überprüfung hunderter Flugzeuge in den USA sorgt für Chaos im amerikanischen Luftverkehr. Die Fluglinie American Airlines kündigte für diesen Freitag die Streichung weiterer 570 Flüge an. Bereits in den vergangenen drei Tagen waren hunderte Flüge annulliert worden, auch bei anderen US-Gesellschaften. Hintergrund ist eine Anweisung der Nationalen Flugaufsichtsbehörde, die Kabelstränge in den Fahrwerksschächten aller Maschinen des Typs MD-80 zu überprüfen.

GAZA-STADT: Bei einem israelischen Luftangriff sind im Gazastreifen zwei palästinensische Extremisten getötet worden. Sie sollen dem militärischen Flügel der radikal-islamischen Hamas angehört haben. Israelische Soldaten drangen mit Panzern auch wieder in den nördlichen Gazastreifen vor. Daraufhin sei es dort zu Gefechten mit militanten Palästinensern gekommen, berichteten Augenzeugen.

TAIPEH: Taiwans künftiger Präsident Ma Ying-jeou hat eine Erhöhung der Militärausgaben seines Landes angekündigt. Er werde mehr Mittel für die Verteidigung bewilligen und die Sicherheitskooperation mit den USA ausbauen, sagte Ma in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich bekräftigte er seine Absicht, die Beziehungen zur chinesischen Führung zu verbessern. Die Regierung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

ZUM FUSSBALL: Bayern München steht im Halbfinale des UEFA-Pokals. Der deutsche Rekordmeister erreichte im Viertelfinal-Rückspiel beim spanischen Club FC Getafe ein 3:3 nach Verlängerung. Das Hinspiel in München hatte 1:1 geendet. Bayer Leverkusen ist dagegen aus dem UEFA-Pokal ausgeschieden. Die Leverkusener gewannen zwar auswärts mit 1:0 gegen Zenit Sankt Petersburg. Nach der 1:4-Niederlage im Hinspiel reichte das aber nicht, um weiterzukommen. Im Halbfinale trifft Bayern München auf Sankt Petersburg. Außerdem kommt es zum Duell Glasgow Rangers gegen den AC Florenz.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt und gebietsweise Regen, im Südosten zunächst teils noch heiter. Höchstwerte zwischen acht und 18 Grad.

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