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Nachrichten

Freitag, 10. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: In den USA ist unklar, ob es zu der von dem radikalen Pastor Jones geplanten Koran-Verbrennung kommen wird oder nicht. Jones hatte angekündigt, auf das Vorhaben zu verzichten, droht jetzt aber offenbar, seine Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Die Veranstaltung werde nicht abgesagt, sondern nur ausgesetzt, sagte er dem US-Fernsehsender NBC. Als Grund für seine Kehrtwende gab er an, dass sich die Voraussetzungen wieder geändert hätten. Der Pastor hatte zuvor behauptet, für den Fall einer Absage der Koran-Verbrennung sei ihm zugesichert worden, dass die in New York in der Nähe von Ground Zero geplante Moschee an einer anderen Stelle gebaut werde. Die Initiatoren des Projekts hatten dies jedoch umgehend dementiert.

BERLIN: Nach dem Rücktritt des umstrittenen Bundesbankvorstands Sarrazin will die SPD mit ihrem Parteimitglied über seine umstrittenen Integrationsthesen debattieren. Ein Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin solle nicht hinter verschlossenen Türen geführt werden, sagte SPD-Chef Gabriel im Zweiten Deutschen Fernsehen. Die SPD wolle aber verhindern, mit Forderungen nach genetischer Auswahl in der Bevölkerungsentwicklung identifiziert zu werden. Sarrazin hatte am Donnerstag in Potsdam erklärt, er habe Bundespräsident Wulff um seine Entlassung zum Ende des Monats gebeten. Als Grund gab Sarrazin massiven Druck der Öffentlichkeit an.

BERLIN: Die umstrittenen Äußerungen von Vertriebenenpräsidentin Steinbach (CDU) zur Rolle Polens beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sorgen weiter für Wirbel. Die SPD forderte ihre Abberufung aus dem Menschenrechts-Ausschuss des Bundestages. Wer revisionistische Thesen verteidige, sei nicht geeignet, in wichtigen historischen Fragen sachgemäß zu urteilen, sagte der SPD-Politiker Oppermann dem Magazin "Der Spiegel". Dagegen warb der Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Posselt (CSU), um Verständnis. Zugleich warnte er vor dem Entstehen einer weiteren Partei rechts von CDU und CSU. Der polnische Botschafter in Deutschland, Prawda, sagte, Steinbach versuche, die Kriegsschuld auf andere zu schieben. Das erinnere ihn an Nazi-Propaganda. Steinbach hatte gesagt, Polen habe bereits im März 1939 mobil gemacht, schon vor dem Überfall Deutschlands auf das Nachbarland.

MOSKAU: Nach dem Selbstmordanschlag in der russischen Kaukasusrepublik Nordossetien haben die Behörden drei Verdächtige festgenommen. Das teilte der Chef des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB mit. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Am Donnerstag hatte sich ein Terrorist in einem mit Sprengstoff beladenen Auto auf dem Marktplatz der nordossetischen Hauptstadt Wladikawkas in die Luft gesprengt. Dabei wurden mindestens 17 Menschen getötet, mehr als 120 wurden verletzt.

NEW YORK: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat eine neue Resolution zum Kosovo verabschiedet. Darin bekennt sich die Regierung in Belgrad zum Dialog mit dem Kosovo, der sich für unabhängig erklärt hat, von Serbien aber immer noch als Teil seines Staats betrachtet wird. Ursprünglich hatte Serbien noch neue Gespräche über den Status seiner früheren Provinz und eine Verurteilung der Abspaltung gefordert.

TOKIO: Japan will seine Wirtschaft mit einem neuen Konjunkturpaket ankurbeln. Durch das Programm von umgerechnet knapp neun Milliarden Euro sollen rund 200.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Darüber hinaus sollen die Verbraucher zu höheren Ausgaben animiert werden. Die Regierung in Tokio will für das Vorhaben keine neuen Schulden aufnehmen, sondern auf Reserven zurückgreifen. Das Programm gilt als Reaktion auf neue Konjunkturdaten, denen zufolge sich das Wirtschaftswachstum in Japan stark abgekühlt hat.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Unbeständig mit einzelnen Schauern. Am Vormittag meldeten: Hamburg und Dresden: 14 Grad, bedeckt; Berlin: 15 Grad, bedeckt; Köln/Bonn: 13 Grad, leicht bewölkt; Frankfurt am Main: 13 Grad, dunstig und München: 9 Grad, leicht bewölkt.

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