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Nachrichten

Freitag, 10. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

L'AQUILA: Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrieländer und Russlands haben am letzten Tag ihres Gipfeltreffen über die Bewältigung der Hungerkrise beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche, an denen auch zahlreiche Schwellenländer und internationale Organisationen teilnahmen, stand der Plan der G8, die direkte Nahrungshilfe zurückzufahren und den armen Ländern dafür mehr Geld zu geben, um eine eigene funktionierende Landwirtschaft aufzubauen. Dafür wollen die G8-Staaten in den nächsten Jahren 15 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. Auch eine Erhöhung der Entwicklungshilfe und die Auswirkungen der Weltwirtschaftkrise standen auf der Tagesordnung. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen. Die Welt sei ein Stück zusammengerückt, sagte die Kanzlerin auf einer Pressekonferenz. Es habe ein Geist geherrscht, dass kein Land der Welt die Probleme allein lösen könne.

URUMQI: Nach den blutigen Ausschreitungen in der Provinz Xinjiang im Westen Chinas haben die Behörden die Schließung der Moscheen in der Hauptstadt Urumqi zum traditionellen Freitagsgebet angeordnet. Die Entscheidung sei getroffen worden. um die öffentliche Sicherheit zu wahren, hieß es. Urumqi steht weiter unter scharfer Kontrolle der Sicherheitskräfte. Bei den Zusammenstößen zwischen muslimischen Uiguren und Han-Chinesen sind seit Samstag nach offiziellen Angaben 156 Menschen getötet und über 1.000 verletzt worden. Uigurische Organisationen gehen von bis zu 800 Getöteten aus.

KUNMING: Bei einem Erdbeben der Stärke 6,0 im Südwesten Chinas ist nach offiziellen Angaben ein Mensch ums Leben gekommen, mehr als 300 weitere wurden verletzt. Nach Angaben der Behörden vor Ort wurden in der Provinz Yunnan mehr als 70.000 Häuser zerstört oder beschädigt. Nach einer Serie von Nachbeben verbrachten viele Menschen die Nacht im Freien. --- Im Mai vergangenen Jahres waren bei einem schweren Erdbeben in der Nachbarprovinz Sichuan knapp 87.000 Menschen ums Leben gekommen.

RANGUN: Nach mehrwöchiger Unterbrechung ist in Birma der Prozess gegen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi fortgesetzt worden. Das teilte ein Regierungsbeamter in Rangun mit. Zunächst soll einer ihrer Anwälte als Zeuge vernommen werden. Suu Kyi ist angeklagt, gegen die Auflagen ihres Hausarrests verstoßen zu haben. In der vergangenen Woche hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vergeblich versucht, die Friedensnobelpreisträgerin im Gefängnis zu besuchen. Suu Kyi verbrachte 13 der vergangenen 19 Jahre im Gefängnis oder unter Hausarrest.

BERLIN: Der Bundesrat ist zu seiner letzten Sitzung vor der parlamentarischen Sommerpause zusammengekommen. Auf der Tagesordnung stehen 62 Gesetze der großen Koalition. Dazu gehören Regelungen wie die Einrichtung so genannter Bad Banks und neue Vorschriften für die Vergütung von Topmanagern. Weitere Beschlüsse betreffen Strafen für die Ausbildung in Terrorcamps und die Verschärfung des Waffenrechts. Auch die aus der Internet-Gemeinde heftig bekämpften Sperren gegen Kinderpornografie sollen verabschiedet werden.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die Banken erneut aufgefordert, Geld für Kredite bereit zu stellen. Das von der Politik zur Verfügung gestellte Geld dürfe nicht in den Handel mit Wertpapieren und Aktien gesteckt werden, sagte Steinbrück im Deutschen Fernsehen. Einzelne Branchen hätten bereits Probleme Kredite zu bekommen. Dazu gehörten die Automobilindustrie, Zulieferer, Werften, die Elektroindustrie und der Maschinenbau. Eine verstärkte Kreditvergabe der Banken sei unerlässlich, damit die Konjunktur wieder in Gang komme, so der Minister.

BERLIN: Angesichts tausender ehemalige Stasi-Mitarbeiter im öffenlichen Dienst haben die Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft eine Einzelfallprüfung gefordert. Zunächst müssten die leitenden Mitarbeiter und mittelfristig alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst auf eine frühere Tätigkeit für die DDR-Staatssicherheit überprüft werden, fordert die Union der Opferverbände. Laut Medienberichten sollen nach dem Fall der Mauer rund 17. 000 frühere Beschäftigte des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit in den Verwaltungen der neuen ostdeutschen Bundesländer weiterbeschäftigt worden sein.

WIESBADEN: Im Bieterwettstreit um den angeschlagenen deutschen Autobauer Opel hat der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) den chinesischen Hersteller BAIC strikt abgelehnt. Der neue europäische Opel-Konzern könne nicht von einem Unternehmen geführt werden, das lediglich 12. 000 Autos im Jahr produziere und noch nicht einmal über die Rückendeckung der chinesischen Regierung verfüge, sagte Koch dem Hamburger Abendblatt. Darin sprach sich Koch für einen Einstieg des österreichisch-kanadischen Autozulieferers Magna aus. Dagegen drängte der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bundestag, Otto Fricke, die Bundesregierung zur Prüfung des chinesischen Angebots. Während Magna für den Fall der Opel-Übernahme eine staatliche Bürgschaft von 4,6 Milliarden Euro verlange, fordere BAIC rund 2 Milliarden weniger.

DARESSALAM: Knapp anderthalb Wochen nach dem Absturz eines Passagierflugzeugs vor den Komoren haben Fischer vor der Küste Tansanias 18 Leichen aus dem indischen Ozean geborgen. Der Fundort liegt etwa 600 Kilometer von dem vermuteten Absturzort entfernt. Nach Angaben der Polizei wurden auch Wrackteile gefunden. Der Airbus der jemenitischen Fluglinie Air Yemenia war aus bisher ungeklärter Ursache am 30. Juni beim Anflug auf die Komoren abgestürzt. Von den 153 Personen an Bord überlebte nur ein junges Mädchen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten stark bewölkt und regnerisch. Südlich von Main und Mosel einzelne Schauer, insgesamt aber eher freundlich. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 15 und 21 Grad Celsius.

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