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Nachrichten

Freitag, 10. Februar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten vom Donnerstag.

NEW YORK/BERLIN: Im Streit um die von vielen Moslems als gotteslästerlich empfundenen Mohammed-Karikaturen hat UN-Generalsekretär Kofi Annan mehr Verantwortungsbewusstsein von den Medien verlangt. Er achte die Pressefreiheit, sagte Annan in New York. Nach allem, was bisher passiert sei, halte er Neu-Abdrucke der Zeichnungen aber für unsensibel, beleidigend und provokativ. Der Karikaturen-Streit beschäftigt an diesem Freitag auch den Deutschen Bundestag. Die Grünen haben dazu eine aktuelle Stunde beantragt. Es soll diskutiert werden, wie Deutschland zur Deeskalation des Konfliktes beitragen kann.

BERLIN: Der Bundesrat ist zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr zusammengekommen. Auf der umfangreichen Tagesordnung der Länderkammer steht auch das von der großen Koalition beschlossene Steuer- und Wachstumspaket. Ein wichtiger Punkt dabei ist die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten.

BERLIN: Die Bundesregierung plant nach Presse-Informationen Kürzungen beim Weihnachtsgeld für Beamte. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll es für die nächsten fünf Jahre halbiert werden. Das Blatt beruft sich dabei auf einen Gesetzentwurf aus dem Bundesinnenministerium. Minister und Parlamentarische Staatssekretäre sollen sogar ganz auf das Weihnachtsgeld verzichten, und zwar dauerhaft. Dies sei als "Geste der Solidarität" gedacht.

STUTTGART: In den Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes könnte bald Bewegung kommen. Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger, in dessen Bundesland seit Montag gestreikt wird, bot einen Lohnausgleich für längere Arbeitszeiten an. Unterstützung erhielt er vom rheinland-pfälzischen Regierungschef Kurt Beck. Die Gewerkschaft Verdi legt an diesem Freitag die Ergebnisse der Urabstimmungen in mehreren Bundesländern vor. Haben mindestens 75 Prozent der befragten Gewerkschaftsmitglieder zugestimmt, sollen die Streiks im öffentlichen Dienst ausgeweitet werden. Verdi will damit die geplante Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden verhindern.

PASSAU: In Bayern kämpfen hunderte Helfer weiter gegen die Schneemassen. Die Behörden riefen in insgesamt fünf Landkreisen Katastrophenalarm aus. Angesichts andauernder Schneefälle ist eine Entspannung der Lage nicht in Sicht. Im oberbayerischen Kotzing kam ein 27-jähriger Feuerwehrmann ums Leben, der auf einem Hallendach Schneeräumarbeiten vorbereiten sollte. Damit keine weiteren Gebäude zusammenbrechen, müssen noch viele Dächer vom Schnee befreit werden.

PRISTINA/BONN: Drei Wochen nach dem Tod von Kosovo-Präsident Ibrahim Rugova wählt das Parlament der südserbischen Provinz an diesem Freitag einen Nachfolger. Einziger Kandidat ist der gemäßigte Politiker Fatmir Sedjiu. Er ist Generalsekretär der von Rugova gegründeten Partei, der Demokratischen Liga. In der Deutschen Welle betonte Sedjiu, er wolle sich dafür einsetzen, dass die unter UN-Verwaltung stehende Provinz ein effizienter Rechtsstaat mit einer stabilen Wirtschaft werde. Er hoffe, auch die serbische Minderheit lasse sich mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft integrieren. Die Frage des künftigen Status' der Provinz soll noch in diesem Jahr entschieden werden. Erste Gespräche unter Vermittlung der Vereinten Nationen und mit der Beteiligung von Serbien-Montenegro sind für den 20. Februar in Wien geplant.

BAGDAD: Ein kuwaitischer Fernsehsender hat eine neue Videobotschaft der Anfang Januar im Irak entführten US-Journalistin Jill Carroll ausgestrahlt. Darin bat die 28-Jährige die US-Regierung, die Forderungen ihrer Kidnapper zu erfüllen. Die Videobotschaft soll aus den ersten Februartagen stammen. Das Schicksal der beiden deutschen Geiseln im Irak bleibt indes ungewiss. Die Bemühungen um eine Freilassung würden intensiv fortgesetzt, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin. Bei einem Bombenanschlag in der westirakischen Stadt Falludscha wurden zwei US-Soldaten getötet.

PHOM PENH: Nach einem Jahr im selbst gewählten Exil ist der kambodschanische Oppositionsführer Sam Rainsy in sein Heimatland zurückgekehrt. Hunderte von Anhängern begrüßten den Chef der nach ihm benannten Partei auf dem Flughafen der Hauptstadt Phnom Penh. Rainsy hatte das Land verlassen, nachdem ihm die parlamentarische Immunität wegen angeblich abfälliger Bemerkungen über Regierungschef Hun Sen und dessen Koalitionspartner Prinz Norodom Ranariddh entzogen worden war. Seine Rückkehr wurde möglich, nachdem sich Rainsy öffentlich entschuldigt hatte.

JAKARTA: In Indonesien ist ein weiterer Mensch an Vogelgrippe gestorben. Die 23-jährige Frau aus einem Ort in der Nähe von Jakarta ist in dem Land bereits das 17. Opfer der aggressiven Variante des Vogelgrippe-Virus. Die Diagnose wurde durch Blutproben bestätigt.

TURIN: Wintersportler aus 82 Ländern sind in die norditalienische Metropole gereist, um an der Eröffnung der 20. Olympischen Winterspiele teilzunehmen. Bei der feierlichen Zeremonie am Freitagabend soll in Turin das Olympische Feuer entzündet werden. Insgesamt werden bis zum 26. Februar Medaillen in 84 Wettbewerben vergeben.

ZUM FUßBALL: Der VfB Stuttgart hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Giovanni Trapattoni getrennt. Dessen Arbeit habe nicht zum gewünschten Erfolg geführt, teilte die Vereinsführung mit. Der 66-jährige Italiener hatte den Posten erst im Sommer vergangenen Jahres übernommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt, im Süden und Südosten noch kräftige Schneefälle. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen minus zwei und plus vier Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 1 Grad, leichter Regen

Berlin: 1 Grad, etwas Schnee

Dresden: 0 Grad, Schneefall

Köln/Bonn: 2 Grad, Schneeregen

Frankfurt am Main: 3 Grad, nach Regen

München: minus 2 Grad, Schneefall