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Nachrichten

Freitag, 10. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien! Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL vor dem Arbeitsgericht Nürnberg die Rücknahme des Streikverbots für den Fern- und Güterverkehr gefordert. Zum Auftakt der mündlichen Verhandlung sagte GDL-Anwalt Ulrich Fischer, ein generelles gerichtliches Streikverbot sei verfassungswidrig. Juristisch haltbar sei allenfalls die zeitliche Beschränkung des Streiks etwa auf wenige Stunden am Tag oder auf ein bis zwei Mal in der Woche. Nach Auskunft von GDL-Chef Manfred Schell wird seine Gewerkschaft das Landesarbeitsgericht anrufen, sollten die Nürnberger Richter das Streikverbot bestätigen. Schell kündigt zudem an, dass die Vermittlertätigkeit der beiden CDU-Politiker Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf im Laufe der nächsten Woche beginnen werde.

WIESBADEN: Die Sozialhilfe-Ausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr um rund vier Prozent auf 20,7 Milliarden Euro gestiegen. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Allerdings gab es bei einzelnen Posten überdurchschnittliche Steigerungen. So erhöhten sich die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung im Vergleich zu 2005 um zwölf Prozent. Die Hilfen für den Lebensunterhalt wuchsen um knapp elf Prozent. Wie in den Vorjahren wurden auch 2006 die meisten Mittel im Rahmen der Eingliederungshilfe für Behinderte aufgewendet. Sie machten 58 Prozent der gesamten Sozialhilfe-Ausgaben aus.

BELGRAD: Der EU-Chefunterhändler für die Kosovo-Gespräche, der deutsche Diplomat Wolfgang Ischinger, hat sich vor einer neuen Verhandlungsrunde zurückhaltend geäußert. Wenn der Vermittlungsversuch der Kosovo-Kontaktgruppe scheitern sollte, sei dies ein Misserfolg der Führungen in Belgrad und Pristina, sagte Ischinger. In der serbischen Hauptstadt Belgrad wollen heute Vertreter der EU, der USA und Russlands mit dem serbischen Präsidenten Boris Tadic und Regierungschef Vojislav Kostunica konferieren. Dabei sollen Einzelheiten der auf vier Monate angelegten Verhandlungen über die Zukunft des Kosovo festgelegt werden. Serbien lehnt eine Unabhängigkeit seiner Provinz ab.

JERUSALEM: In der überwiegend von Palästinensern bewohnten Altstadt von Jerusalem ist es zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen. Ein etwa 20 Jahre alter Palästinenser riss die Pistole eines Wachmannes an sich, der dort zum Schutz jüdischer Familien abgestellt war. Der Angreifer schoss dem Wachmann nach Polizeiangaben in die Brust und ergriff die Flucht. Ein zweiter Wachmann verfolgte ihn, es kam zu einem Schusswechsel. Dabei wurde der Angreifer getötet. Mindestens neun Passanten wurden bei der Schießerei verletzt.

TOKIO: Das kürzlich bei einem Erdbeben beschädigte japanische Atomkraftwerk Kashiwazaki darf nach Ansicht der Vereinten Nationen vorläufig nicht wieder in Betrieb genommen werden. Vor einem Wiederanfahren des Reaktors seien weitere Untersuchungen notwendig, ließen Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde jetzt in Tokio wissen. Dies könne noch Monate dauern. Die Inspektoren hatten die Anlage zuvor vier Tage lang in Augenschein genommen. In dem Reaktor in der Präfektur Niigata war es Mitte Juli wegen eines Bebens der Stärke 6,8 zu zahlreichen Pannen gekommen. Unter anderem geriet ein Transformator in Brand und radioaktives Wasser trat aus.

BERLIN: Das Bundesumweltministerium hat den Ländern vorgeworfen, nach der Jahrhundertflut an der Elbe vor fünf Jahren zu wenig für den Hochwasserschutz getan zu haben. So dürften keine Flüsse mehr begradigt werden, forderte der Parlamentarische Staatssekretär Michael Müller in der 'Rheinischen Post'. Defizite gebe es auch beim Gebirgsschutz. Zugleich wies Müller auf eine massive Zunahme der Hochwasser-Gefahr in Deutschland hin. Schon in wenigen Jahrzehnten werde es im Winter etwa 40 Prozent mehr Regen, aber immer weniger Schnee- und Eisspeicherung geben. Dadürch würden sich die Abflüsse enorm beschleunigen.

KARLSRUHE: Das Hochwasser am Oberrhein entwickelt sich weniger schlimm als erwartet. Nach Angaben der baden-württembergischen Behörden wird der für Mittag am Pegel Maxau bei Karlsruhe erwartete Höchststand bei etwa 8,35 Meter liegen. Beim Jahrhunderthochwasser von 1999 war der Pegel dort noch rund einen halben Meter höher. Wegen der entspannten Lage sei es auch nicht nötig, die Polder am Oberrhein zu fluten, hieß es weiter. Allerdings werde die Schifffahrt im Raum Karlsruhe erst im Laufe des Samstag wieder freigegeben. In Arnsberg im Sauerland kam infolge starker Regenfälle ein Mann ums Leben. Der 61-Jährige ertrank im vollgelaufenen Keller seines Hauses.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und verbreitet Schauer, gebietsweise länger anhaltender Regen. Im Norden und Osten auch kräftige Gewitter. Im Nordwesten Aufheiterungen. Höchstwerte 16 bis 26 Grad.

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