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Nachrichten

Freitag, 10. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

L'AQUILA: Mit einem nationalen Trauertag gedenkt Italien an diesem Karfreitag der Opfer des Erdbebens in den Abruzzen. In der Regionalhauptstadt L'Aquila findet ein Gottesdienst statt, viele der fast 300 Todesopfer sollen am Karfreitag beerdigt werden. Zu der Messe in L'Aquila werden als Gäste auch Staatspräsident Giorgio Napolitano und Regierungschef Silvio Berlusconi erwartet.--Nach dem Beben sind in den Abruzzen bisher 287 Leichen geborgen worden. Etwa 30 Menschen werden noch vermisst. Nachbeben erschweren die Rettungsarbeiten. Noch bis Ostersonntag soll nach Überlebenden gesucht werden.

JERUSALEM: Tausende von Pilgern haben, wie alljährlich an Karfreitag, in Jerusalem den Kreuzweg entlang der 'Via Dolorosa' abgeschritten, um damit an den Leidensweg von Jesus Christus zu erinnern. Der Überlieferung nach ist Jesus diesen Weg vor rund 2000 Jahren gegangen, bevor er gekreuzigt wurde und starb. Das christliche Osterfest fällt in diesem Jahr mit dem jüdischen Pessach-Fest zusammen, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der der Sklaverei erinnert. Aus Sorge vor Anschlägen sind hunderte zusätzliche Polizisten in Jerusalem im Einsatz. Israel hatte zuvor die Palästinensergebiete abgeriegelt.

PATTAYA: Gut eine Woche nach dem G-20-Gipfel in London berät die Südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN) bei einem Gipfel in Thailand über Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise. An dem dreitägigen Treffen im Badeort Pattaya nehmen außer den zehn ASEAN-Mitgliedern auch die Wirtschaftsmächte China, Japan und Indien teil. Im Vorfeld beschlossen die ASEAN-Staaten einen 120 Milliarden Dollar schweren Hilfsfonds, aus dem Notkredite zur Bewältigung der Krise gewährt werden sollen. Das ASEAN-Treffen wird überschattet durch Proteste in der Hauptstadt Bangkok gegen den thailändischen Regierungschef Abhisit Vejjajiva. Die Demonstranten drohten mit Protesten auch am Gipfelort.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat beim Kongress zusätzlich 83,4 Milliarden Dollar vor allem für die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan beantragt. In einem Schreiben an die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, begründete Obama die Forderung mit dem bevorstehenden Truppenabzug aus dem Irak wie auch mit der sich verschlechternden Sicherheitslage in Afghanistan und Pakistan. Angesichts der Bedrohung durch die El Kaida und die erstarkenden Taliban seien die Gelder notwendig. Damit würden die Gesamtkosten für beide Kriege auf mehr als 900 Milliarden Dollar anschwellen. - Obama beteuerte zugleich, dass er künftig keine Anträge mehr stellen werde, um zusätzliche Mittel für die Armee-Einsätze zu bekommen.

TOKIO: Als Reaktion auf Nordkoreas Raketenstart hat Japan eine Verschärfung der Sanktionen gegen das kommunistische Regime beschlossen. In Zukunft sollten Geldflüsse nach Nordkorea strenger kontrolliert werden, erklärte ein Sprecher der Regierung in Tokio. Demnach müssen alle Transaktionen ab einem Wert von umgerechnet 74.000 Euro von den Behörden erlaubt werden. Bislang lag diese Grenze bei 220.000 Euro. Außerdem verlängerte Japan bereits geltende Handelssanktionen gegen Pjöngjang um ein Jahr. - Nordkorea hatte die Rakete am Sonntag gestartet und nach eigenen Angaben damit einen Satelliten in die Erdumlaufbahn befördert. Japan, Südkorea und die USA betrachten die Operation jedoch als Test einer Langstreckenrakete, die mit Sprengköpfen ausgestattet werden kann.

WASHINGTON: Der US-Geheimdienst CIA wird seine Geheimgefängnisse schließen und bei Terrorverdächtigen auch nicht mehr die umstrittenen Verhörmethoden aus der Zeit der Bush-Regierung anwenden. Dies erklärte CIA-Direktor Leon Panetta in einem Memorandum an die Mitarbeiter des Geheimdienstes. Gefangene würden künftig in einem - Zitat - "Dialog-Stil" verhört, der den offiziellen Vorgaben entspreche. Die CIA werde den Missbrauch von Häftlingen nicht tolerieren, sondern verfolgen. Dies gelte auch, wenn Verdächtige in Gewahrsam eines verbündeten Staates seien, so Panetta weiter. - Der US-Geheimdienst hatte eingeräumt, zwischen 2002 und 2008 drei Gefangene dem so genannten Waterboarding - dem simulierten Ertränken - ausgesetzt zu haben.

WASHINGTON: Als Reaktion auf den Piraten-Angriff auf ein Frachtschiff mit US-amerikanischer Besatzung wollen die Vereinigten Staaten ihr militärisches Engagement am Horn von Afrika verstärken. Innerhalb der nächsten 48 Stunden würden mehr Schiffe in die Region geschickt, teilte die US-Armee mit. Genauere Angaben machte sie nicht. Unmittelbar nach der Seeräuberattacke vor der Küste Somalias waren bereits ein Zerstörer und ein Aufklärungsflugzeug entsandt worden. Zudem nahm die US-Bundespolizei FBI mit den Piraten Verhandlungen auf. Das mit Hilfsgütern für Afrika beladene Containerschiff war am Mittwoch von den Seeräubern gekapert worden. Die 20-köpfige Besatzung konnte den Frachter aus der Gewalt der Piraten befreien, der Kapitän wurde von diesen jedoch in Geiselhaft genommen.

LA PAZ: Der bolivianische Präsident Evo Morales ist in einen Hungerstreik getreten. Mit dem ungewöhnlichen Schritt will der linksgerichtete Präsident den Nationalkongress dazu zwingen, den Weg für Neuwahlen im Dezember dieses Jahres frei zu machen. Diese Wahlen sollen Morales eine weitere Amtszeit ermöglichen. Die bolivianische Bevölkerung hatte zuvor in einem Referendum einer Verfassungsänderung zugestimmt, die die Möglichkeit einer solchen zweiten Amtszeit zulässt. Auch das Abgeordnetenhaus hatte die Gesetzesänderung gebilligt. Der Senat, in dem die rechtsgerichtete Opposition die Mehrheit hat, blockiert das Wahlgesetz aber.

BERLIN: Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden will Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble noch vor der Bundestagswahl das Waffenrecht verschärfen. Besitzer von Pistolen oder Revolvern sollen dazu verpflichtet werden, ihre Waffen so zu sichern, dass nur sie selbst damit schießen können. Dazu gebe es interessante technische Möglichkeiten, sagte Schäuble der "Rheinischen Post". Im Gespräch ist eine Sperre, die sich nur per Fingerabdruck lösen lässt. Zudem möchte der CDU-Politiker die Vorschriften zur Aufbewahrung von Waffen in Privathaushalten verschärfen. Im März hatte ein 17-Jähriger in Winnenden mit einer gestohlenen Pistole seines Vaters 15 Menschen und sich selbst erschossen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig und trocken. Höchstwerte 18 bis 25 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg, Dresden und
München: 10 Grad, sonnig;
Berlin: 9 Grad, heiter;
Köln/Bonn: 14 Grad, leicht bewölkt und
Frankfurt am Main: 12 Grad, heiter.

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