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Nachrichten

Freitag, 1. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

QUITO: Nach der Meuterei aufgebrachter Soldaten und Polizisten in Ecuador ist der Polizeichef des Landes, Martínez, zurückgetreten. Damit übernahm er die Verantwortung für die Unruhen, in deren Verlauf Staatspräsident Correa stundenlang in einem Krankenhaus der Hauptstadt Quito festgehalten worden war. Erst eine Spezialeinheit der Regierung konnte Correa befreien. Bei Feuergefechten wurden zwei aufständische Polizeibeamte getötet, mehr als 35 Menschen erlitten nach Rot-Kreuz-Angaben Verletzungen. Der Protest der Sicherheitskräfte richtete sich vor allem gegen die vom Parlament verabschiedete Kürzung von Zulagen. UN-Generalsekretär Ban rief alle Beteiligten dazu auf, die Krise friedlich beizulegen.

TOKIO: Angesichts des seit Wochen schwelenden diplomatischen Streits mit China hat Japans Ministerpräsident Kan zu Versöhnung aufgerufen. Japan und China seien wichtige Partner, die ihre für beide Seiten vorteilhaften Beziehungen vertiefen müssten, sagte Kan im Parlament im Tokio. Die Festnahme eines chinesischen Kapitäns durch japanisches Militär hatte Anfang September das schwerste diplomatische Zerwürfnis zwischen beiden Staaten seit Jahren ausgelöst.

ISLAMABAD: In Pakistan haben Aufständische 27 Tankfahrzeuge mit Benzin für die NATO-Truppen in Afghanistan zerstört. Rund 20 Angreifer hätten zunächst auf die Tanklaster gefeuert und sie dann in Brand gesetzt, teilte die Polizei in der Provinz Sindh mit. Zu der Attacke kam es am Stadtrand von Shikarpur im Süden Pakistans. Zuvor hatte Pakistan in der Nähe des Khyber-Passes einen wichtigen Grenzübergang für Nachschublieferungen für die NATO geschlossen. Damit reagierte das Land auf einen Angriff eines NATO-Kampfhubschraubers, bei dem drei pakistanische Soldaten getötet worden waren.

STUTTGART: Nach den blutigen Protesten gegen den milliardenschweren Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs ist mit dem Abholzen der 300 Bäume im Schlossgarten der Landeshauptstadt Baden-Württembergs begonnen worden. 1000 Polizisten sicherten das Areal. Am Donnerstagnachmittag waren die bisher friedlichen Proteste eskaliert. Sicherheitskräfte gingen mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Demonstranten vor. Diese sprachen von mehreren hundert Verletzten, die Polizei von 116. Der massive Polizeieinsatz löste Empörung bei SPD, Grünen und Kirchen aus. Kanzlerin Merkel verteidigte das Milliarden-Projekt nochmals als sinnvoll und richtig.

BRÜSSEL: Die EU-Finanzminister sind in der belgischen Hauptstadt zusammengekommen, um über eine verstärkte Regulierung der Finanzmärkte zu beraten. Dabei geht es unter anderem um eine schärfere Kontrolle der Ratingagenturen, die die Kreditwürdigkeit von Staaten und Unternehmen bewerten. Diese Agenturen handelten bislang weitgehend unbeaufsichtigt.

MÜNCHEN: Zwei Jahre nach dem knapp verhinderten Zusammenbruch trennt sich die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate von ihren faulen Wertpapieren. 1500 Bilanzposten im Volumen von rund 200 Milliarden Euro werden beim staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin in einer neu gegründete Spezialsammelstelle, einer sogenannte Bad Bank, untergebracht. Diese soll die Risikopapiere der HRE möglichst wertschonend abwickeln.

ESSEN: Nach einer monatelangen Hängepartie hat jetzt der deutsch-amerikanische Investor Berggruen die Verantwortung für die Warenhauskette Karstadt übernommen. In der Nacht zum Freitag trat der vor vier Monaten geschlossene Kaufvertrag Berggruens für den Konzern mit 120 Warenhäusern und 25.000 Beschäftigten in Kraft. - Berggruen hatte sich Anfang September nach zähem Ringen mit dem Vermieter der Kaufhäuser, Highstreet, und dessen Kapitalgebern auf Abstriche bei den Mieten geeinigt. Anschließend billigte das Amtsgericht Essen den Insolvenzplan.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nordöstlich der Elbe viel Sonne. Auch Richtung Rhein freundlicher. Sonst wolkig, in der Mitte und im Süden örtlich etwas Regen. Am Vormittag meldeten: Hamburg: 7 Grad, leicht bewölkt; Berlin: 4 Grad, fast wolkenlos; Dresden: 6 Grad, fast wolkenlos; Köln/Bonn: 9 Grad, heiter; Frankfurt am Main: 13 Grad, dunstig und München: 11 Grad, nach Regen.

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