1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 1. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag

BERLIN: Die Klimaschutz-Initiative von US-Präsident George W. Bush ist in Deutschland und in der Europäischen Union zurückhaltend aufgenommen worden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel kritisierte, die USA wollten offenbar einen Sonderweg gehen. Einem Vorschlag, der keine klaren Ziele vorsehe, könne Europa nicht zustimmen. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso erklärte, er rechne beim G8-Gipfel kommende Woche in Heiligendamm nicht mehr mit einer Einigung auf konkrete Klimaschutz-Vorgaben. Bush hatte am Donnerstag vorgeschlagen, dass sich die größten Schadstoff-Verursacher erst bis Ende 2008 auf gemeinsame Ziele zur Verringerung schädlicher Treibhausgas-Emissionen einigen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angekündigt, die deutsche Entwicklungshilfe deutlich aufstocken zu wollen. Demnach soll der Etat vom nächsten Jahr an bis 2011 um jeweils 750 Millionen Euro erhöht werden. Die zusätzlichen Gelder sollen vor allem nach Afrika gehen und dort für die Bekämpfung von Armut, Aids und für den Klimaschutz eingesetzt werden. Der 'Bild'-Zeitung sagte Merkel, das Geld müsse die Menschen in Afrika wirklich erreichen. Bislang sei das nicht immer der Fall. Die Hilfe für Afrika ist auch Thema beim G8-Gipfel in Heiligendamm.

SCHWERIN: Nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Greifswald dürfen Globalisierungsgegner nun doch nicht im näheren Umfeld des G8-Tagungsorts Heiligendamm demonstrieren. Die Richter hoben damit eine anderslautende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schwerin auf, das ein von der Polizei erlassenes Demonstrationsverbot im Umkreis von fünf bis zehn Kilometern um den Sperrzaun deutlich eingeschränkt hatte. Ein Bündnis von Globalisierungsgegnern kündigte an, beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen das Verbot einlegen zu wollen.

BERLIN: Die Innenminister von Bund und Ländern haben ein Abkommen zum Start eines bundesweiten Digitalfunks für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste unterzeichnet. Die neue Technik soll den analogen Funk ablösen und erstmals eine direkte Kommunikation der Einsatzkräfte ermöglichen. Das neue Verwaltungsabkommen regelt unter anderem die Finanzierung des Milliardenprojekts. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sagte bei der Frühjahrskonferenz in Berlin, das Abkommen beweise, dass Bund und Länder gemeinsam und gleichberechtigt zusammenarbeiten. Weitere Themen der zweitägigen Konferenz waren die Sicherheitslage beim bevorstehenden G8-Gipfel, die Finanzquellen rechtsextremistischer Organisationen sowie die Eindämmung von Jugendgewalt und Fußballkrawallen.

BERLIN: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will durch Werbekampagnen und eine stärkere Aufklärung mehr Menschen für Organspenden gewinnen. Dem Deutschlandfunk sagte sie, die Angst vor solchen Spenden müsse überwunden werden. Eine Regelung, nach der Organe entnommen werden dürften, wenn kein Widerspruch vorliegt, sei nicht der richtige Weg, so Schmidt weiter. Die Ministerin unterstützte einen Vorschlag von EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou, die Bereitschaft zum Organspenden auf der geplanten elektronischen Gesundheitskarte zu speichern.

BEIRUT: Im Nord-Libanon haben sich Soldaten und militante Islamisten wieder heftige Gefechte geliefert. Augenzeugen sprachen von den schwersten Kämpfen seit Tagen. Im Flüchtlingslager Nahr el-Bared, wo sich die Islamisten verschanzt haben, schlugen etliche Granaten ein. Die libanesische Armee postierte Angehörige einer Spezialeinheit rund um Nahr el-Bared. Möglicherweise solle das Lager schon bald gestürmt werden, hieß es aus Miliärkreisen.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat dem irakischen Präsidenten Dschalal Talabani weitere Unterstützung im Kampf gegen den Terror zugesichert. Zugleich räumten beide Politiker bei einem Treffen in Washington ein, dass es nach wie vor erhebliche Sicherheitsprobleme im Irak gebe. Sie äußerten sich aber optimistisch über mögliche Fortschritte. Talabani sagte, seine Regierung halte an dem Ziel fest, die Kontrolle über das ganze Land zu übernehmen, sobald die Ausbildung der irakischen Armee und Polizei abgeschlossen sei.

KIEW: In der Ukraine hat Staatspräsident Viktor Juschtschenko dem Parlament ein neues Ultimatum gesetzt, den Weg für Neuwahlen im Herbst freizumachen. Juschtschenko forderte die Abgeordneten auf, noch an diesem Freitag die erforderlichen Gesetze zu beschließen. Eine erste Frist hatten die Parlamentarier verstreichen lassen. Der Präsident und sein Rivale, Regierungschef Viktor Janukowitsch, hatten sich am vergangenen Wochenende darauf verständigt, die Parlamentswahl am 30. September abzuhalten.

SEOUL: Die jüngsten Versöhnungsgespräche zwischen den beiden koreanischen Staaten sind ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Es seien keine Fortschritte erzielt worden, hieß es zum Abschluss des viertägigen Treffens in Seoul. Hintergrund ist die Weigerung Nordkoreas, sein Atomprogramm einzustellen. Südkorea hatte daraufhin geplante Reislieferungen an die unter einer Lebensmittelknappheit leidende nordkoreanische Bevölkerung gestoppt.

ANCHORAGE: Die Internationale Walfangkommission hat zum Abschluss ihrer Jahrestagung in einer Resolution das Verbot des kommerziellen Walfangs bestätigt. Mit Blick auf die am Sonntag in Amsterdam beginnende Artenschutzkonferenz wurde betont, dass auch der Handel mit Walfleisch und anderen Teilen der Wale weiter verboten sei. Abgelehnt wurde der Antrag Japans, in begrenztem Umfang Wale zur Fleischgewinnung jagen zu dürfen. Die japanische Delegation drohte daraufhin, die Walfangkommission zu verlassen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von den Alpen bis zur Eifel zeitweise Regen, örtlich auch kräftige Gewitterschauer. Sonst meist trocken und sonnig. Höchsttemperaturen 20 bis 25 Grad, im Regen kühler.

Audio und Video zum Thema