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Nachrichten

Freitag, 1. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: Bei Bombenanschlägen auf zwei verschiedene Märkte in Bagdad sind fast 50 Menschen getötet worden. Auf einem gut besuchten Kleintiermarkt im Zentrum der irakischen Hauptstadt habe sich eine Selbstmordattentäterin in die Luft gesprengt, teilte die Polizei mit. Dabei seien mindestens 40 Menschen getötet und über 70 verletzt worden. Der Ghasil-Markt gilt als Besuchermagnet in Bagdad und war schon wiederholt Ziel von Anschlägen. Bei einem weiteren Anschlag auf einem Geflügelmarkt im Süden der Stadt wurden den Angaben zufolge mindestens acht Menschen getötet und 14 verletzt.

BERLIN: Die USA haben ihren Druck auf Deutschland erhöht, das Engagement in Afghanistan auszuweiten. US-Verteidigungsminister Robert Gates forderte die Bundesregierung in einem Brief auf, zusätzliche Bundeswehr-Soldaten für Kampfeinsätze im besonders gefährlichen Süden des Landes zur Verfügung zu stellen. In dem Schreiben, das direkt an Verteidigungsminister Franz Josef Jung ging, ist von 3.200 zusätzlichen Soldaten aus Hubschrauber-Einheiten und Kampftruppen wie etwa Fallschirmjäger die Rede. Deutschland solle dafür ein neues Mandat des Bundestages in Erwägung ziehen. Ein Sprecher des Verteidigungsministerium betonte, dass ähnliche Schreiben auch an die anderen NATO-Staaten gegangen seien.

BERLIN: Nach den schweren Verlusten bei der Landtagswahl streitet die CDU weiter über den Wahlkampf des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm kritisierte 17 Parteifreunde, die sich in einem offenen Brief gegen Koch gestellt hatten. Der Brief empöre ihn, so Schönbohm, da sämtliche Unterzeichner die Äußerungen Kochs zur Jugendkriminalität im Januar noch offiziell unterstützt hätten. Rückendeckung erhielt Koch auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der 'Frankfurter Allgemeinen' sagte sie, die Ausländerpolitik sei im Wahlkampf zu Recht thematisiert worden und müsse auch künftig diskutiert werden.

HANNOVER: Im Tarifkonflikt der deutschen Stahlindustrie haben erste Warnstreiks begonnen. In mehreren Werken in Salzgitter legten die Arbeiter vorübergehend die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft IG Metall fordert acht Prozent mehr Lohn und eine verkürzte Arbeitzeit für ältere Beschäftigte. Sie verwies dabei auf die Umsätze in der Stahlindustrie, die in den letzten Jahren um 85 Prozent gestiegen seien. Die Arbeitgeberseite lehnte die Forderungen in den bisherigen beiden Verhandlungsrunden als nicht akzeptabel ab, legte aber noch kein eigenes Angebot vor.

PEKING: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat zum Abschluss seines China-Besuchs die grundsätzliche Übereinstimmung zwischen Deutschland und der Volksrepublik in Fragen des Klimaschutzes hervorgehoben. Beide Länder stimmten darin überein, dass im Rahmen der Vereinten Nationen verbindliche und nachprüfbare Vereinbarungen erarbeitet werden müssten. Dabei müsse Klimaschutz mit wirtschaftlicher Entwicklung Hand in Hand gehen, sagte Gabriel in Peking. Gabriel hatte zuvor ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei der städtischen Wasserversorgung in China unterzeichnet. Er war der erste deutsche Minister, der seit der Verärgerung Chinas über den Empfang des Dalai Lama durch Bundeskanzlerin Angela Merkel vor vier Monaten in Peking Gespräche führte.

NAIROBI: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist zu Vermittlungsgesprächen zur Beilegung der andauernden Gewalt in Kenia eingetroffen. Vor seinem Abflug hatte er am Rande des Gipfeltreffens der Afrikanischen Union in Addis Abeba erklärt, er wolle in Nairobi Oppositionsführer Raila Odinga und Vertreter der Zivilgesellschaft treffen. Am Donnerstag war er in der äthiopischen Hauptstadt mit dem kenianischen Präsidenten Mwai Kibaki zusammengekommen. Kibaki betrachtet sich als Sieger der Präsidentenwahl vom Dezember. Die Opposition wirft ihm Wahlbetrug vor. Vertreter Kibakis und der Opposition nahmen unterdessen ihre Gespräche mit dem AU-Vermittler Kofi Annan wieder auf. Der frühere UN-Generalsekretär hatte sie am Donnerstag nach der Ermordung eines zweiten Abgeordneten von Odingas Oppositionspartei ODM für einen Tag ausgesetzt.

NOUAKCHOTT: Auf die israelische Botschaft im westafrikanischen Mauretanien ist ein Anschlag verübt worden. Mehrere bewaffnete Männer hätten am frühen Freitagmorgen das Gebäude in der Hauptstadt Nouakchott beschossen, berichtet der israelische Rundfunk. Bei einem anschließenden Schusswechsel mit dem Wachpersonal wurde nach Angaben des Botschafters ein Anwohner verletzt. Augenzeugen berichten jedoch von bis zu fünf Verletzten. Dem Angriff war große Demonstration gegen die israelische Blockade des Gazastreifens vorausgegangenen. Die Demonstranten hatten gefordert, dass Mauretanien seine diplomatischen Beziehungen zu Israel abbreche. Das israelische Außenministerium bezeichnete den Anschlag als terroristischen Akt.

ISLAMABAD: Pakistan hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine neue Mittelstreckenrakete getestet. Das Geschoss vom Typ "Ghauri" könne auch nukleare Sprengköpfe tragen und habe eine Reichweite von 1.300 Kilometern, erklärten die Streitkräfte. Präsident Pervez Musharraf wies erneut Befürchtungen zurück, das pakistanische Waffenarsenal könne in die Hände militanter Islamisten gelangen. Die Armee sei in der Lage sämtliche solcher Angriffe zurückzuschlagen.

MEXIKO-STADT: Aus Protest gegen billige Einfuhren aus den USA sind in der mexikanischen Hauptstadt Zehntausende von Bauern und Landarbeitern auf die Straße gegangen. Sie forderten die Regierung von Präsident Felipe Calderon auf, das vor 14 Jahren geschlossene Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada nachzubessern. Zum Jahresbeginn waren die letzten Handelsbarrieren für Agrarprodukte gefallen, womit amerikanische Bauern nun Lebensmittel wie Mais, Bohnen, Reis oder Zucker in Mexiko vollkommen zollfrei verkaufen dürfen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zumeist bewölkt und zeitweise Regen, in höheren Lagen auch Schnee. Vom Emsland bis zur Ostsee und in Richtung Alpen dagegen freundlicher. Temperaturen drei bis elf Grad Celsius.

Am Morgen meldeten bei durchweg 5 Grad:

Hamburg: wolkig;

Berlin: bedeckt;

Dresden: leichter Regen;

Köln/Bonn: Regen;

Frankfurt am Main: leichter Regen und

München: stark bewölkt.

Audio und Video zum Thema