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Nachrichten

Freitag, 1. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

FRANKFURT AM MAIN: Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa gibt es eine Einigung. Die größte deutsche Fluggesellschaft teilte mit, der Konzern werde die Gehälter des Boden- und Kabinenpersonals rückwirkend zum 1. Juli 2008 um 5,1 Prozent anheben. Am 1. Juli 2009 kämen weitere 2,3 Prozent hinzu. Vereinbart worden sei zudem eine Einmalzahlung. Bei einer Laufzeit von 21 Monaten ergebe sich daraus eine Tariferhöhung um 4,2 Prozent im Jahr. Für die Kabinenmitarbeiter stehe die Einigung unter dem Vorbehalt, dass das Unternehmen mit der Kabinengewerkschaft UFO auch eine entsprechende Vereinbarung schließen kann. Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer nannte das Ergebnis der Verhandlungen 'nicht schmerzfrei', aber im Hinblick auf die lange Laufzeit und die Einmalzahlungen vertretbar.

BERLIN: Der Beschluss der SPD in Nordrhein-Westfalen, den früheren Bundeswirtschaftsminister und Ex-NRW-Ministerpräsidenten Wolfgang Clement aus der Partei auszuschließen, ist in der Bundes-SPD auf scharfe Kritik gestoßen. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler, sprach von einer 'krassen Fehlentscheidung'. Zwar habe Clement Fehler gemacht, dies rechtfertige jedoch nach fast 40 Jahren Arbeit für die Partei keinen Ausschluss. Der stellvertretende SPD-Chef und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier betonte, der Beschluss der Schiedskommission der NRW-SPD müsse nicht das letzte Wort sein. Clements Anwalt, der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily, hatte angekündigt, gegen den Ausschluss Berufung bei der Bundesschiedskommission der SPD einzulegen. Clement wird parteischädigendes Verhalten im Wahlkampf vor der Landtagswahl in Hessen vorgeworfen.

MÜNCHEN: Siemens hat sich vom letzten Teil seiner einst riesigen Telekomunikationssparte getrennt. Der Elektrokonzern teilte mit, er habe seine Tochter SHC an die Beteiligungsgesellschaft Arques Industries verkauft. Das Starnberger Unternehmen erhalte rund 80 Prozent an dem Hersteller von Gigaset-Telefonen. Angaben zum Preis wurden nicht gemacht. Arques sicherte für die nächsten drei Jahre vertraglich zu, die SHC-Standorte in München und Bocholt zu erhalten.

PEKING: China hat die Internetzensur im Olympischen Pressezentrum in Peking gelockert. Nach Korrespondentenberichten können die zuvor geblockten Internetseiten der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, von Reporter ohne Grenzen wie auch die Website der 'Deutschen Welle' inzwischen aufgerufen werden. Andere Seiten bleiben jedoch weiterhin gesperrt. Zuvor hatte die Vizepräsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, Gunilla Lindberg, mitgeteilt, das chinesische Organisationsteam wolle alle Beschränkungen aufheben. In den vergangenen Tagen gab es wegen des eingeschränkten Internet-Zugangs im Olympia-Pressezentrum international heftige Kritik an Chinas Führung. Staats- und Parteichef Hu Jintao rief die ausländischen Journalisten seinerseits auf, die Olympischen Spiele nicht zu "politisieren".

TOKIO: Angesichts schlechter Umfragewerte ist die Regierung in Japan geschlossen zurückgetreten, um den Weg für eine Umbildung des Kabinetts freizumachen. Ministerpräsident Yasuo Fukuda kam damit Forderungen aus seiner Liberaldemokratischen Partei nach, zentrale Regierungsämter neu zu besetzen. Fukuda will die neuen Minister noch an diesem Freitag benennen. Beobachter sehen in der Umbesetzung den ersten Schritt zur Auflösung des japanischen Parlaments und Neuwahlen gegen Jahresende. Grund für die sinkende Popularität der Regierung ist vor allem eine Gesundheitsreform, die für Rentner höhere Abgaben vorsieht.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat das Mandat für die Friedensmission in der sudanesischen Krisenregion Darfur um ein Jahr verlängert. Zugleich wies das höchste UN-Gremium die Forderung Libyens und Südafrikas zurück, den vom Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs beantragten Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir zu stoppen. Ihm wird vorgeworfen, eine Mitverantwortung für die in Darfur begangenen Verbrechen zu tragen. Die gemeinsame Friedensmission der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen soll dem Morden in Darfur ein Ende setzen. Nach UN-Angaben sind in dem Konflikt bisher rund 300.000 Menschen ums Leben gekommen.

DEN HAAG: Bei seinem ersten Auftritt vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal hat sich der ehemalige bosnische Serbenführer Radovan Karadzic geweigert, zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen. Auf die Frage, ob er auf 'schuldig' oder 'nicht schuldig' plädiere, sagte Karadzic, er wolle die vorgesehene Bedenkzeit von 30 Tagen in Anspruch nehmen. Karadzic gilt als Hauptverantwortlicher für das Massaker von Srebrenica, bei dem 1995 fast 8.000 bosnische Muslime getötet wurden. Der eigentliche Prozess gegen Karadzic, der am Mittwoch von Serbien an das UN-Tribunal überstellt worden war, soll laut Chefankläger Serge Brammertz in einigen Monaten beginnen.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat die Einsatzdauer für amerikanische Soldaten im Irak verkürzt und einen kompletten Abzug weiterer Armee-Einheiten in Aussicht gestellt. Von diesem Freitag an sollen US-Soldaten nur noch für zwölf statt bisher 15 Monate in den Irak geschickt werden, wie Bush in Washington mitteilte. Zur Begründung wies er darauf hin, dass sich die Sicherheitslage im Land deutlich verbessert habe. Diese Entwicklung - so Bush weiter - sei das Ergebnis der US-Truppenaufstockung im vergangenen Jahr.

WASHINGTON: US-Wissenschaftler haben erstmals die Existenz von Wasser auf dem Planeten Mars nachgewiesen. Das teilte die Raumfahrtbehörde NASA nach der Analyse einer Bodenprobe mit, die die Marssonde 'Phoenix' am Nordpol des Planeten entnommen hatte. Wasser gilt als eine der wesentlichen Voraussetzungen für organisches Leben. Wissenschaftler gehen zwar seit vielen Jahren von der Existenz gefrorenen Wassers auf dem Mars aus - einen sicheren Beweis dafür gab es bisher allerdings nicht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:

Im Westen teils kräftige Schauer und Gewitter, nach Osten hin noch längere Zeit sonnig. Höchstwerte zwischen 24 Grad im Emsland und 33 Grad in der Lausitz.

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