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Nachrichten

Freitag, 06. Januar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag

SANAA: Die fünf im Jemen entführten Italiener sind wieder auf freiem Fuß. Nach offiziellen Angaben wurden die Kidnapper festgenommen. Die fünf Italiener waren am Sonntag in der Provinz Marib verschleppt worden. Ihre Kidnapper hatten die Freilassung von acht Stammesmitgliedern aus dem Gefängnis gefordert. Sie drohten, die Urlauber zu töten, falls die Armee sie mit Gewalt zu befreien versuche. Kurz vor der Entführung der Italiener waren der frühere deutsche Staatssekretär Jürgen Chrobog und seine Familie freigelassen worden.

JERUSALEM: Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon ringt nach seinem schweren Schlaganfall weiter mit dem Tod. Es habe sich über Nacht keine Veränderung eingestellt, teilten die behandelnden Ärzte mit. Mindestens bis Samstag solle der 77-Jährige in einem künstlichen Koma gehalten werden. Experten äußerten Zweifel, dass er sich wieder erholen und seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen könne.

JAKARTA: Nach den Erdrutschen auf der indonesischen Insel Java arbeiten die Rettungsmannschaften unvermindert daran, Opfer aus den tonnenschweren Erdmassen zu bergen. Bislang wurden 150 Tote gefunden. Rund 240 Menschen werden noch vermisst. Bei einem Besuch des Katastrophengebiets sagte Präsident Susilo Bambang Yudhoyono staatliche Untersuchung zu. Jahreszeitlich bedingt, kommt es in Indonesien häufig zu Erdrutschen. Umweltschützer sehen die Ursache dafür in der illegalen Abholzung von Wäldern und ausbleibender Wiederaufforstung.

ANKARA: In der Türkei ist nach Behördenangaben eine dritte Person an Vogelgrippe gestorben. Es handele sich um die 11-jährige Schwester der beiden zuvor verstorbenen Jugendlichen. Alle drei stammen aus einer Familie aus der Gegend von Van nahe der iranischen Grenze. Der 14-jährige Junge starb am Sonntag, seine 15-jährige Schwester am Donnerstag. Auch ein jüngerer Bruder der Kinder werde noch im Krankenhaus behandelt, teilten die Behörden weiter mit.

KIEW: Die Ukraine will künftig wieder verstärkt auf die Atomenergie setzen, um weniger abhängig von russischen Erdgas-Lieferungen zu sein. Ministerpräsident Juri Jechanurow sagte der 'Berliner Zeitung', sein Land wolle die Kapazitäten in den neu gebauten Atomkraftwerken erhöhen. Zudem müssten der Energieverbrauch gesenkt und alternative Energieträger wie Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie gefördert werden. - Mit einem Lieferstopp zum Jahresanfang hatte der russische Gasprom-Konzern durchgesetzt, dass die Ukraine künftig deutlich höhere Preise für Erdgas zahlen muss.

NEW YORK: Die Zahl der tödlichen Anschläge auf Blauhelmsoldaten, UN-Polizisten und zivile Mitarbeiter der Vereinten Nationen hat sich im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Nach Auskunft der Vereinten Nationen wurden bei 23 Angriffen weltweit insgesamt 32 UN-Vertreter getötet. Im Vorjahr waren lediglich 13 Angriffe gezählt worden, bei denen 19 UN-Vertreter getötet wurden.

NEW YORK: Deutschland, Brasilien und Indien haben einen neuen Versuch zur Reform der Vereinten Nationen unternommen. Gemeinsam reichten sie eine Resolution zur Erweiterung des Sicherheitsrats ein. Der neue Entwurf ähnelt dem Vorstoß, mit dem die Staaten im vergangenen Jahr bereits gescheitert waren. Darin ist vorgesehen, den Weltsicherheitsrat von derzeit 15 auf 25 Länder zu erweitern. Die Zahl der ständigen Mitglieder soll von fünf auf elf steigen. Japan will dieses Mal eine eigene Resolution einreichen. Ein Regierungssprecher in Tokio sagte, um eine breitere Zustimmung dafür zu erhalten, wolle man sich eng mit den USA abstimmen.

MÜNCHEN: Der Präsident des Deutschen Städtetages, Christian Ude, hat angesichts des Eishalleneinsturzes in Bad Reichenhall darauf hingewiesen, dass es in Deutschland viele marode Gebäude gebe. Ude sagte den 'Ruhr Nachrichten', fast alle Kommunen in Deutschland hätten wegen fehlender Gelder Mittel für den Bauunterhalt kürzen müssen. Es sei deshalb damit zu rechnen, dass viele solcher Gebäude geschlossen werden müssten, wenn sich die Finanzsituation der Städte und Gemeinden nicht schnell verbessere. Bei dem Einsturz der Eishalle in Bad Reichenhall waren 15 Menschen ums Leben gekommen. Im April soll ein Gutachten über die Ursache des Unglücks vorgelegt werden.

BERLIN: Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat gegen den Einbürgerungs-Fragebogen protestiert, der zum Jahresbeginn in Baden-Württemberg eingeführt wurde. Der Zentralratsvorsitzende Nadeem Elyas sagte, man erwäge eine Verfassungsklage wegen Diskriminierung. Der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll sieht dagegen in dem Test einen Schutz vor Islamisierung und Parallelgesellschaften. In dem Bogen werden einbürgerungswillige Moslems etwa zu ihrer Haltung zur Homosexualität und zum Verhältnis von Mann und Frau befragt.

STUTTGART: Die FDP kommt an diesem Freitag zu ihrem traditionellen Dreikönigstreffen zusammen. Parteichef Guido Westerwelle will die Delegierten im Stuttgarter Staatstheater auf das diesjährige Wahljahr mit drei Landtagswahlen einstimmen. Vor dem Treffen sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Rainer Brüderle im Fernsehen, er sehe auch im Bund eine Koalitionsmöglichkeit mit der SPD.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils wolkig, teils trüb, örtlich freundliche Aufhellungen. Höchstwerte minus zwei bis plus vier Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: -1°, bedeckt; Berlin und München: -2°, bedeckt; Dresden: -2°, dunstig; Köln/Bonn: -1°, stark bewölkt und Frankfurt am Main: +2°, bedeckt.