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Nachrichten

Freitag, 06. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

BRÜSSEL: Der Weltklimarat der Vereinten Nationen hat sich auf einen Bericht zur Erderwärmung und ihren Folgen geeinigt. Dies teilte der Vorsitzende des Rates, Rajendra K. Pachauri, nach den Beratungen in Brüssel mit. Der Report werde noch an diesem Freitag veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen hier die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Tier- und Pflanzenwelt. Vertreter von 130 Ländern hatten seit Montag um den Text - den zweiten Teil des Weltklimaberichts - gerungen. Nach Auskunft von Teilnehmern wurden auf Druck der USA Passagen gestrichen, die mögliche Klimaschäden in Nordamerika zum Thema hatten. Auch China und Saudi-Arabien hätten einige Aussagen des Berichts zu den Folgen des Klimawandels als zu drastisch kritisiert.

BAGDAD: Eine Journalistin von Radio Free Europe ist nach Angaben ihres Arbeitgebers in der irakischen Hauptstadt Bagdad erschossen aufgefunden worden. Die 50-Jährige arbeitete für den arabischsprachigen Dienst des Senders und wurde seit Dienstag vermisst. Im westirakischen Ramadi wurden bei einem Selbstmordanschlag mindestens 20 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt. Der Attentäter hatte seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen in eine Polizeikontrolle gelenkt.

LONDON: Einige der freigelassenen 15 britischen Marinesoldaten waren nach britischen Medienberichten im Iran zeitweilig in Einzelhaft. Ein britischer Marinesprecher wird mit der Aussage zitiert, es habe Zeiten gegeben, in denen einige Soldaten allein inhaftiert gewesen seien. Die Soldaten werden derzeit auf einem Marinestützpunkt im Südwesten Englands über ihre knapp zweiwöchige Gefangenschaft befragt. Die 14 Männer und eine Frau waren am Donnerstag heimgekehrt. Der britische Admiral Sir Jonathon Band sagte, die von einigen Soldaten vor iranischen Fernsehkameras abgelegten Geständnisse seien anscheinend unter psychologischem Druck zu Stande gekommen.

KABUL: Ein Selbstmordattentäter hat in der afghanischen Hauptstadt vier Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Behördenangaben sprengte der Täter seinen Wagen, ein Taxi, in der Nähe des Parlaments in die Luft. Unter den Toten sei auch ein Polizist. Vier weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten. Es war der dritte Selbstmordanschlag in Kabul seit Beginn dieses Jahres. Zu den früheren Attentaten hatten sich meist die radikal-islamischen Taliban bekannt.

BERLIN: Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler (SPD), hat den umstrittenen Vorstoß von SPD-Chef Kurt Beck zur Lösung des Afghanistan-Konflikts verteidigt. Erler sagte, es würden sich noch in diesem Jahr auch andere deutsche Politiker bemühen, einer politischen Lösung näher zu kommen. Man müsse aus dem Bereich der politischen Leerformeln herauskommen. Der SPD-Chef hatte sich für eine Afghanistan-Friedenskonferenz in Deutschland unter Einbeziehung gemäßigter Taliban ausgesprochen. Der afghanische Außenminister Rangin Dadfar Spanta warf ihm deshalb Unkenntnis über die Lage in seinem Land vor.

FRANKFURT: Zum Auftakt der traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung finden an diesem Freitag Aktionen im hessischen Bruchköbel, Chemnitz und Dortmund statt. Die Proteste richten sich in diesem Jahr vor allem gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und ein neues Wettrüsten. Das teilte das Netzwerk Friedenskooperative mit. Die Fahrten, Demonstrationen und Kundgebungen finden von Karfreitag bis Ostermontag statt. Die meisten Ostermärsche sind für Samstag geplant.

MOSKAU: Das russische Unterhaus hat die Auflösung des ukrainischen Parlaments durch Präsident Viktor Juschtschenko als verfassungswidrig verurteilt. Zudem sende Juschtschenko dadurch ein gefährliches Signal an die politischen Kräfte des Landes, heißt es in der Entschließung. Die russischen Abgeordneten forderten den Westen und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa auf, klar gegen die Parlamentsauflösung einzutreten. In Kiew gingen Anhänger des pro-russischen Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch am siebten Tag in Folge auf die Straße. Sie forderten den Rücktritt des westlich orientierten Präsidenten.

ATHEN: Vor der griechischen Insel Santorin ist ein Kreuzfahrtschiff auf Grund gelaufen. Nach Medienberichten ging das 143 Meter lange Schiff vor dem Hafen des Hauptortes Firá unter. Am Donnerstag war die 'Sea Diamond' bei der Einfahrt in die Bucht von Santorin auf einen Felsen aufgelaufen und hatte Schlagseite bekommen. Nach Mitteilung der griechischen Behörden befanden sich rund 1.550 Menschen an Bord, die fast alle unverletzt geborgen werden konnten. Allerdings werden noch zwei französische Staatsbürger vermisst. Die meisten Passagiere werden an diesem Freitag nach Piräus gebracht. Einige kamen auch in Hotels auf Santorin unter. Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes und drei Offiziere wurden inzwischen festgenommen.

JERUSALEM: Tausende Pilger aus aller Welt haben am Karfreitag am traditionellen Kreuzweg in Jerusalem teilgenommen. Einige Gläubige trugen schwere Holzkreuze, um an das Leiden Jesu Christi zu erinnern. Ein großes Polizeiaufgebot sorgte in der Stadt für Sicherheit. - Auch in Rom werden zum abendlichen Kreuzweg am Kolosseum zehntausende Gläubige und Touristen erwartet. Die Osterfeierlichkeiten im Vatikan hatten am Donnerstag mit der traditionellen Fußwaschung durch Papst Benedikt XVI. begonnen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von der Nordsee bis zur Mitte meist bewölkt. An der Ostsee freundlicher. Im Süden oft sonnig. Höchstwerte neun bis 20 Grad.

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