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Nachrichten

Freitag, 03. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag.

STUTTGART: Zwei Tage nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg haben sich die Streiks verschärft. In Stuttgart kündigte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Notdienstvereinbarungen der Müllabfuhr und des Winterdienstes. Die Stadt hatte angekündigt, die Müllberge von Montag an von privaten Unternehmen beseitigen zu lassen. An diesem Freitag legten auch städtische Beschäftigte in Baden-Baden, Heilbronn und Konstanz die Arbeit nieder. Verdi-Chef Frank Bsirske bekräftigte im deutschen Fernsehen die Gesprächsbereitschaft seiner Gewerkschaft. Verdi und die Tarifgemeinschaft der Länder wollen ihre Verhandlungen am 10. März fortsetzen.

BERLIN: Zweieinhalb Wochen nach dem ersten Vogelgrippe-Nachweis auf der Insel Rügen sollen die Sperrmaßnahmen im Lauf des Tages wieder aufgehoben werden. Die Lage habe sich deutlich entspannt, sagte Landrätin Kerstin Kassner. Der Verkehr der Wittower Fähre, die Teile der Insel verbindet, soll wieder aufgenommen werden. Der Katastrophenalarm werde in Abstimmung mit dem Land und den Landkreisen Ost- und Nordvorpommern aber vorerst nicht aufgehoben.

BERLIN: Die Bundesregierung schließt laut Medienberichten Rentenerhöhungen in den kommenden beiden Jahren definitiv aus. Die 'Berliner Zeitung' zitiert ein Schreiben von Arbeitsminister Franz Müntefering an seine Kabinettskollegen. Darin stehe, bis einschließlich 2008 erfolge keine Rentenerhöhung. Weiter heißt es, die Rentenbeiträge sollten nach den Berechnungen der Regierungsexperten langfristig wieder sinken. Bis zum Jahr 2012 bleibe der Beitragssatz bei 19,9 Prozent. Danach solle er sich um 0,5 Punkte verringern. Der Rentenversicherungsbericht soll am kommenden Mittwoch im Bundeskabinett beschlossen werden.

BERLIN: Auf Deutschlands Schüler kommen nochmals neue Rechtschreibregeln zu. Nach heftiger Kritik aus nahezu allen gesellschaftlichen Gruppen entschärften die Kultusminister der Länder in Berlin die Reform der deutschen Rechtschreibung von 1998. Die Regelungen betreffen unter anderem die Groß- und Kleinschreibung sowie Zeichensetzung und Worttrennung. Die Schweiz und Österreich schließen sich der Nachbesserung der Reform voraussichtlich an.

WIESBADEN: Die Zahl der Firmenpleiten ist 2005 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, waren vor allem die Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften rückläufig. Gestiegen sind dagegen die Pleiten von Einzelunternehmen. Auch die Zahl der so genannten Verbraucherinsolvenzen -also privater Personen- legte um gut 40 Prozent auf fast 69.000 zu.

WIEN: Regierungsvertreter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens sind in Wien mit dem iranischen Atomunterhändler Ali Laridschani zusammengekommen. Dabei soll der Iran doch noch zum Einlenken im Atomstreit bewogen werden. Gefordert wird der Verzicht auf die umstrittene Uran-Anreicherung, was von Teheran bisher strikt abgelehnt wird. - Am Montag findet die nächste Sitzung des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde statt. Dann wird darüber beraten, ob die Behörde den Konflikt an den Weltsicherheitsrat überweisen soll.

WASHINGTON: Kurz nach dem Beschluss einer Nuklear-Zusammenarbeit mit Indien haben die USA angeboten, dem Land hoch entwickelte Waffen zu verkaufen. Das US-Verteidigungsministerium kündigte zeitgleich mit dem Besuch von Präsident George W. Bush in Indien an, der nächste Schritt sei nun, Gespräche über künftige Geschäfte in die Realität umzusetzen. Ein bestimmtes Geschäft nannte das Ministerium nicht, betonte aber, es sei bereit, F-16-Kampfjets von Lockheed Martin sowie F/A-18-Jets von Boeing zu liefern.

WASHINGTON: Nach monatelangem Tauziehen hat der US-Senat endgültig die unbefristete Geltungsdauer der Anti-Terror-Gesetze gebilligt. Als Zugeständnis an die oppositionellen Demokraten war der so genannte 'Patriot Act' zuvor mit kleinen Einschränkungen versehen worden. Die Zustimmung auch im US-Repräsentantenhaus in der kommenden Woche gilt als sicher.

MOSKAU: Eine Delegation der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas ist zu dreitägigen Gesprächen in Moskau eingetroffen. Die Gruppe unter Leitung von Hamas-Führer Chaled Maschaal wird zunächst mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zusammentreffen. Die Führung in Moskau hatte die bei der palästinensischen Parlamentswahl siegreiche Hamas überraschend eingeladen, um über die Zukunft des Nahost-Friedensprozesses zu sprechen. Vorrangiges Ziel ist dabei, die Organisation zur Anerkennung des Existenzrechts von Israel zu bewegen. - Anders als die USA und die EU betrachtet Russland die Hamas nicht als terroristische Organisation.

MANILA: Die politisch angeschlagene philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat den Ausnahmezustand wieder aufgehoben. Arroyo hatte den Notstand nach einem angeblichen Umsturzversuch vor genau einer Woche verhängt. In einer Fernsehansprache erklärte die Präsidentin, die Bedrohung sei nun vorbei.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Schneefall vom Rheinland bis Thüringen, ansonsten Regen. Höchstwerte zwischen minus ein und plus sieben Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: minus 1 Grad, stark bewölkt;

Berlin: minus 3 Grad, etwas Schnee;

Dresden: minus 4 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: minus 3 Grad, nach Schneefall;

Frankfurt am Main: minus 2 Grad, Schnee und

München: minus 3 Grad, Schneefall.