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Nachrichten

Freitag, 01. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

MANILA: Auf den Philippinen hat der Taifun 'Durian' eine gigantische Schlammlawine ausgelöst, die zahlreiche Menschen in den Tod gerissen hat. Nach einer vorläufigen Bilanz des Roten Kreuzes gab es mindestens 150 Todesopfer. Ihre Zahl könnte noch deutlich ansteigen, da mehrere betroffene Dörfer am Fuße des Vulkans Mayon von der Außenwelt abgeschnitten sind. Viele Menschen gelten noch als vermisst. Der Vulkanhang war nach heftigen Regenfällen ins Rutschen gekommen, die der Taifun mit sich brachte. Der Wirbelsturm, der am Donnerstag Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Stundenkilometern erreichte, hat sich mittlerweile abgeschwächt.

NEW YORK: Anlässlich des Welt-Aids-Tages hat UN-Generalsekretär Kofi Annan an die Staatengemeinschaft appelliert, im Kampf gegen die Immunschwäche-Krankheit nicht nachzulassen. Jeder Regierungschef und jeder Abgeordnete solle den Kampf gegen Aids zu seinem persönlichen Anliegen machen, forderte Annan in New York. Er bezeichnete die Krankheit als größte Herausforderung seiner Generation. Seit Entdeckung des HI-Virus Anfang der 80er Jahre sind bereits 25 Millionen Menschen an der Immunschwäche gestorben, weitere 40 Millionen sind infiziert. - Der Welt-Aids-Tag wird jedes Jahr am 1. Dezember begangen.

ISTANBUL: Zum Abschluss seiner viertägigen Türkei-Reise hat Papst Benedikt XVI. einen Gottesdienst in der katholischen Kathedrale von Istanbul gefeiert. Als Ehrengast nahm der orthodoxe Patriarch Bartholomäos an der Messe teil. Im Laufe des Tages wird Benedikt zurück in Rom erwartet. Neben dem Streben nach Einheit der christlichen Kirchen stand seine Türkei-Reise im Zeichen des Dialogs mit dem Islam. Als zweiter Papst überhaupt hatte Benedikt am Donnerstag eine Moschee besucht.

BERLIN: Die Union hat die umstrittene Anti-Terror-Datei gegen Kritik verteidigt. Die Koalition habe eine Regelung gefunden, die das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit angemessen austariere, sagte der CDU-Abgeordnete Ralf Göbel bei der abschließenden Beratung im Bundestag. Die Datei wird beim Bundeskriminalamt eingerichtet und soll vorhandene Informationen von Polizei und Geheimdiensten vernetzen. Die Opposition befürchtet, dass die unterschiedlichen Aufgaben verwischt und das Trennungsgebot verletzt werden könnte.

BERLIN: Die große Koalition hat sich im Ringen um einen besseren Schutz von Nichtrauchern geeinigt. Gesundheits-Staatssekretärin Marion Caspers-Merk sagte, es sei ein grundsätzliches Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden, Krankenhäusern, öffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants vorgesehen. Geraucht werden dürfe nur in besondern Räumen, die durch Türen vom Nichtraucherbereich abgetrennt sein müssten. In Schulen soll Rauchen ganz verboten werden. Von den geplanten Verboten ausgenommen sind der Politikerin zufolge Bars, Nachtclubs, Kneipen oder auch Bierzelte.

BAGDAD: Der Irak kann nach Einschätzung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki von Mitte nächsten Jahres an selbst für seine Sicherheit sorgen. Die USA könnten dann von ihrer Verantwortung entbunden werden, sagte al-Maliki im US-Fernsehen. Der Regierungschef war am Donnerstag mit US-Präsident George W. Bush zusammengekommen. Bei dem Treffen in der jordanischen Hauptstadt Amman hatte Bush zugesichert, al-Maliki weiter zu unterstützen. Auf einen Zeitplan für einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak wollte sich Bush nicht festlegen.

AMMAN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier nimmt zum Auftakt einer viertägigen Nahost-Reise in Jordanien an einem Außenministertreffen der G8-Staaten und der Länder des Nahen Ostens sowie Nordafrikas teil. Dabei soll über eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den wichtigsten Industrieländern und den beiden Schwellenregionen beraten werden. Weitere Stationen der Reise sind die palästinensischen Autonomiegebiete, der Libanon, Israel und möglicherweise auch Syrien. Steinmeiers Ziel ist es, Spielräume für diplomatische Fortschritte im Krisenherd Nahost auszuloten.

ABUJA: Die Afrikanische Union hat das Mandat für ihre Truppen in der sudanesischen Krisenregion Darfur um sechs Monate verlängert. Das AU-Mandat für die rund 7.000 Soldaten wäre ohne diese Verlängerung Ende des Jahres ausgelaufen. Der sudanesiche Präsident Omar al Baschir lehnte die Entsendung von UN-Soldaten nach Darfur erneut ab. - Nach Ansicht der Vereinten Nationen ist die AU-Truppe zu schwach, um das Blutvergießen und die Vertreibungen in Darfur zu stoppen. In den vergangenen drei Jahren sind nach UN-Angaben in der Krisenregion mehr als 200.000 Menschen getötet worden.

CARACAS: Drei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela ist nach amtlichen Angaben ein Mordanschlag auf Oppositionskandidat Manuel Rosales vereitelt worden. Staatspräsident Hugo Chávez teilte mit, der Anschlag sei von 'radikal-faschistischen Gruppen' geplant worden. Die Polizei habe das Attentat aber verhindert. Ziel sei es gewesen, noch vor der Wahl die Regierung zu destabilisieren und ein Chaos auszulösen. - Der Linksnationalist Chavez geht als Favorit in die Wahl.

BANGKOK: Thailand hat von den USA die erste Boje eines Tsunami- Frühwarnsystems erhalten. Die 450.000 Dollar teure Boje soll auf dem Indischen Ozean zwischen der thailändischen Küstenstadt Phuket und Sri Lanka festgemacht werden. Die Region war vor fast zwei Jahren nach einem starken Seebeben von einer verheerenden Flutwelle heimgesucht worden. Mehr als 200.000 Menschen kamen damals ums Leben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden neblig, sonst unterschiedlich bewölkt. In den Hochlagen und an der Nordsee auffrischender Wind. Temperaturen zwischen fünf und 15 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 01.12.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9Szv
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