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Kultur

Freilassung Oleg Sentsovs gefordert

Weil er die russischen Annexion der Krim kritisierte, ist der ukrainische Filmregisseur Oleg Sentsov in russischer Untersuchungshaft. Anlässlich der Berlinale fordert die Akademie der Künste seine Freilassung.

Oleg Sentsov

unterstützte die Proteste auf dem Maidan in Kiew und setzte sich gegen die russische Annektierung der Krim ein. Daraufhin wurde er im Mai diesen Jahres vom Geheimdienst FSB der Russischen Föderation festgenommen und nach Moskau gebracht.

Die Akademie der Künste fordert die zuständigen Vertreter des russischen Staates auf, den ukrainischen Bürger Oleg Sentsov sofort aus der Haft zu entlassen und ihm die Ausreise in die Ukraine oder in ein Land seiner Wahl zu ermöglichen. Dem Künstler und weiteren Angeklagten werde die Planung von Terroranschlägen vorgeworfen. Bei einer gerichtlichen Anhörung am 7. Juli habe Oleg Sentsov alle Anschuldigungen bestritten und beklagt, misshandelt und mit dem Tod bedroht worden zu sein.

Keine Kontakte mehr zu russischen Kultureinrichtungen

Nach Auskunft eines Moskauer Gerichts soll Oleg Sentsov für weitere drei Monate im Gefängnis Lefortowo festgehalten werden, heißt es in in der Pressemitteilung der Akademie der Künste. Konkrete Angaben zum Prozessbeginn, der ursprünglich schon im Oktober hätte beginnen sollen, würden nicht gemacht.

Die

Akademie der Künste

spricht von einer "willkürlichen Inhaftierung" ihres Künstlerkollegen, gegen die sie bereits im September protestierte. Akademiepräsident Klaus Staeck erklärte, bis zu einer Freilassung seien "offizielle Kontakte zu russischen Akademien und anderen staatlichen Kultureinrichtungen in Russland nicht vorstellbar, bis Oleg Sentsov in Freiheit ist".

sd/az (kna/Akademie der Künste)

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