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Aktuell Amerika

Freiheitsmedaille für Bob Dylan

Höchste Ehre für den amerikanischen Folk- und Popsänger Bob Dylan: Präsident Obama verlieh der Musik-Legende die US-Freiheitsmedaille.

Der 71-Jährige holte sich die höchste zivile Auszeichung des Landes persönlich in Washington ab. Mit Sonnenbrille und schwarzer Fliege ließ sich Bob Dylan die "Presidental Medal Of Freedom" während einer Zeremonie im Ostzimmer des Weißen Hauses vom Präsidenten um den Hals legen (Titelbild).

"Dylan - ein Musikgigant"

Barack Obama würdigte den Künstler, der so bekannte Songs wie "Blowin' In The Wind" und "Like A Rolling Stone" schrieb, bei der Verleihung als "Giganten in der Geschichte amerikanischer Musik". Er sei selbst ein großer Fan, habe während der Studentenzeit immer seine Musik gehört, sagte der Präsident. 1962 war das erste Album von Dylan erschienen; insgesamt verfasste er bisher mehr als 600 Songs und bekam elf Grammys.

Medaillen auch für Albright und Glenn

Mit Dylan sind in diesem Jahr insgesamt 13 prominente Persönlichkeiten geehrt worden. Zu den Ausgezeichneten gehören unter anderen die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright, der Ex-Astronaut und Senator John Glenn sowie die Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison. Der 2000 verstorbene einstige polnische Untergrundkämpfer während der Nazi-Zeit, Jan Karski, bekam die Ehrung posthum. Dem israelischen Präsidenten Schimon Peres soll die Freiheitsmedaille im Juni im Weißen Haus übergeben werden. Obama fand auch für die übrigen Geehrten berührende Worte. "Jeder auf dieser Bühne hat auf bestimmte Weise etwas in meinem Leben bedeutet", sagte er.

Obama hängt Madeleine Albright die Medaille um, John Glenn schaut zu (Foto: rtr)

Geehrt wurden auch Ex-Außenministerin Albright und der frühere Astronaut Glenn (l.)

Die "Presidential Medal Of Freedom" wird in dieser Form seit 1963 an Menschen verliehen, die einen bedeutenden Beitrag "für die Sicherheit oder das nationale Interesse der USA, den Weltfrieden oder kulturelle oder andere bedeutsame öffentliche Belange" geleistet haben.

Eine "Freiheitsmedaille" loben die Vereinigten Staaten bereits seit 1945 aus. Sie wurde von Präsident Harry Truman geschaffen. Mit ihr wurden Zivilisten für Verdienste im Krieg geehrt - so etwa 1947 die Schauspielerin Marlene Dietrich. Sie war aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA emigriert und hatte 1939 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen.

se/wl (dpa, rtr)