1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

"Freiheit ohne Gleichheit ist Ausbeutung" - die Vollblutpolitikerin Rosa Luxemburg

Vor 90 Jahren wurde Rosa Luxemburg ermordet - die marxistische Theoretikerin und glänzende Rednerin auf sozialistischen Zusammenkünften. Ihr Leben ist längst zum Mythos geworden. Wir haben Daten und Fakten zur Person:

Polizieiaufnahme Rosa Luxemburgs frontal und seitlich - aus dem Warschauer Polizeigefängnis 1906

Polizeiaufnahme im Warschauer Gefängnis 1906

Rosa Luxemburg wird am 5. März 1871 in Zamosc in Russisch-Polen gboren - als Tochter des Holzhändlers Eliasz Luxemburg und dessen Frau Line, geborene Löwenstein. In Warschau besucht Rosa Luxemburg nach der Übersiedlung der Familie dorthin 1880 das Gymnasium. In illegalen Zirkeln sammelt sie erste politische Erfahrungen. An der Zürcher Universität immatrikuliert sie sich zum Wintersemester 1890/91 zunächst in Botanik, später wechselt sie zur Nationalökonomie. 1897 erwirbt sie mit einer Dissertation über "Die industrielle Entwicklung Polens" den Doktortitel. 1898 wird sie Mitglied der SPD, arbeitet als Dozentin an der SPD-Parteischule, ist auf Internationalen Sozialistischen Kongressen unterwegs. Mehrfach wird sie verhaftet, u.a. wegen "Majestätsbeleidigung" und "Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Obrigkeit". Wegen ihrer antimilitaristischen Aktivitäten kommt sie ab 1916 in "Schutzhaft". Am 8. November 1918 wird sie freigelassen. An der Jahreswende zu 1919 gehört sie zu den Gründern der KPD. Am 15. Januar 1919 wird sie ermordet und in den Landwehrkanal geworfen. Ende Mai 1919 schwimmt ihre Leiche an der Freiarchbrücke an.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema