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Nahost

Freigelassene auf dem Heimweg

Nach fast zwei Wochen Gefangenschaft im Iran haben die 15 britischen Soldaten die Heimreise von Teheran nach London angetreten. Westliche Regierungen äußern sich erleichtert - und Syrien reklamiert einen Anteil.

Die Freigelassenen müssen sich von Ahmadinesdchad verabschieden

Die Freigelassenen müssen sich von Ahmadinedschad verabschieden

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Die 15 freigelassenen Soldaten flogen am Donnerstag morgen (5.4.) mit einer Linienmaschine der British Airways von Teheran aus in Richtung London. Ihre Ankunft wird für Mittag erwartet.

Ein Konvoi von Limousinen brachte die 14 Männer und eine Frau zum Internationalen Flughafen Mehrabad. Die Wagen bogen in einen abgetrennten Bereich des Flughafens ein. Begleitet wurden sie von mehreren Fahrzeugen der Revolutionsgarde, der Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte.

"Tief erleichtert"

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte am Mittwoch (5.4.) überraschend ihre Freilassung angeordnet. Der britische Premierminister Tony Blair äußerte sich "tief erleichtert". Auch die US-Regierung begrüßte die Entwicklung. Allerdings sagte Vizepräsident Dick Cheney, die Soldaten hätten gar nicht erst gefangen genommen werden dürfen. Die Nachricht von der Erklärung des iranischen Präsidenten zur Freilassung der Gruppe kam wenige Stunden nach einer Unterredung der amerikanischen Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi mit dem syrischen Präsidenten Baschar al Assad in Damaskus. Die syrische Regierung erklärte, sie habe auf diplomatischen Wegen zur Lösung des Problems beigetragen.

"Danke, dass sie uns gehen lassen"

Drei der 15 britischen Soldaten im Iran dankten Ahmadinedschad öffentlich für ihr Freilassung. Interviews mit den Marinesoldaten wurden am späten Mittwochabend im staatlichen Fernsehen gezeigt. Leutnant Felix Carman sagte: "Ich kann verstehen, warum Sie das Eindringen in die Gewässer beleidigt hat." Er hoffe, dass diese Erfahrung dazu beitrage, die Beziehungen zwischen dem Iran und Großbritannien zu verbessern. Faye Turney, die einzige Frau der Gruppe, sagte, sie seien gut behandelt worden. Sie freue sich aber auch darauf, nach Hause zurückzukehren und ihre Familie wiederzusehen. Turney trug ein Kopftuch und sprach mit zögernder Stimme: "Danke, dass Sie uns gehen lassen." Auch Chris Air sagte, die Iraner hätten die Briten "sehr gut behandelt, mit Respekt für alle unsere Rechte". Sie hätten ausreichend zu essen und zu trinken gehabt.

Die Briten waren am 23. Februar bei einer Patrouille im Schatt el Arab von der iranischen Revolutionsgarde gefangen genommen worden. Teheran hatte den Marinesoldaten vorgeworfen, sie seien in iranische Hoheitsgewässer vorgedrungen. London hatte das entschieden zurückgewiesen und ihre Freilassung verlangt. (sams)

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