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Aktuell Afrika

"Freies Tunesien, Terrorismus raus"

In Tunis gingen tausende Menschen auf die Straße - für Frieden und gegen Extremismus. Sie zeigen Solidarität mit den Opfern des Anschlags, den Terroristen vor 11 Tagen auf das tunesische Nationalmuseum verübten.

Eineinhalb Wochen nach dem islamistischen Anschlag auf das Bardo-Nationalmuseum in Tunis haben Tausende gegen Terrorismus demonstriert. "Freies Tunesien, Terrorismus raus", riefen die Demonstranten und schwenkten tunesische Flaggen. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl am späten Vormittag auf etwa 12.000 Menschen.

Der tunesische Präsident Beji Caid Essebsi lief mit den Protestierenden mit. Unterstützt wird er von zahlreichen Staats-und Regierungschegs aus aller Welt. Frankreichs Präsident Francois Hollande, sein polnischer Amtskollege Bronislaw Komorowski, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas - sie alle kamen um Tunesien ihre Anteilnahme zu zeigen und ihre eigenen Opfer zu betrauern.

Anschlag auf Bardo-Museum

Zwei Bewaffnete hatten am 18. März das berühmte Bardo-Nationalmuseum angegriffen und dabei 21 Menschen und einen Polizisten getötet. Die Mehrheit der Opfer waren ausländische Urlauber. Obwohl die Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" sich zu dem Anschlag bekannte, macht die tunesische Regierung die mit dem rivalisierenden Al-Kaida-Netzwerk verbündete Brigade Okba Ibn Nafaa dafür verantwortlich. Sie gilt als größte Dschihadistengruppe des Landes gilt.

"Gefährlichste Terroristen Tunesiens" getötet

Am Samstag töteten tunesische Sicherheitskräfte laut offiziellen Angaben neun bewaffnete Kämpfer der Brigade in der Gebirgsregion Sidi Aïch. Das tunesische Innenministerium sprach von den "gefährlichsten Terroristen Tunesiens". Regierungschef Habib Essid teilte am Sonntag mit, unter den Getöteten sei auch der Okba Ibn-Nafaa-Anführer Lokmane Abou Sakhr.

nin/cr (afp,dpa,rtr)