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Fußball

Freiburg macht besten Saisonstart perfekt

Freiburg siegt in Frankfurt und nun ist Derby-Zeit: Der FC Schalke 04 empfängt im Revierderby Borussia Dortmund, der Hamburger SV spielt gegen den Stadtrivalen St. Pauli und der VfL Wolfsburg trifft auf Hannover 96.

Freiburgs Jan Rosenthal wird für seinen Treffer zum 1:0 von seinen Mannschaftskollegen gefeiert (Foto: dapd)

Die Freiburger gratulieren dem Torschützen Rosenthal (M.)

Der SC Freiburg hat seinen besten Saisonstart in der Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Die Breisgauer gewannen zum Auftakt des 4. Spieltages mit 1:0 (0:0) bei Eintracht Frankfurt und verbesserten sich mit neun Punkten vorerst auf den dritten Tabellenplatz. Jan Rosenthal erzielte in der 89. Minute das Siegtor für den Sportclub, der am Freitag (17.09.2010) zum dritten Mal nacheinander gewann. Vor dem Treffer hatten die Gäste allerdings Glück, dass das Schiedsrichter-Gespann eine Abseitsstellung von Vorbereiter Maximilian Nicu übersah. "Das war unglücklich und sehr schade. Das hätte der Linienrichter ahnden müssen", klagte Eintracht-Trainer Michael Skibbe. Sein Kollege Robin Dutt bezeichnete den Erfolg der Freiburger dennoch als nicht unverdient. "Wir haben eine reife Spielanlage gehabt, gute Balleroberung, gutes Passspiel", resümierte er. Die Eintracht verpasste damit acht Tage nach dem triumphalen 4:0-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach vor 40.600 Zuschauern den ersten Heimsieg in dieser Spielzeit.

Samstag und Sonntag ist Derby-Zeit

Schalke-Spieler Benedikt Höwedes und BVB-Profi Jakub Blaszczykowski im Duell (Foto: AP)

BVP-Profi Jakub Blaszczykowski (r.) und Schalke-Spieler Benedikt Höwedes im Duell

Geht man allerdings nach der Tabelle, lautet das Spitzenspiel des vierten Spieltages aber Kaiserslautern gegen Hoffenheim - ein Duell, das es so in der Bundesliga noch nie gab. "Das Spiel ist für uns eine große Herausforderung, gerade auch in dieser Atmosphäre, aber es liegt allein an uns", gibt sich Trainer Ralf Rangnick optimistisch. Die Hoffenheimer stehen mit neun Zählern nach drei Spieltagen an der Tabellenspitze, punktgleich mit Mainz 05, das auswärts bei Werder Bremen antritt. Bremen hat sich nach dem 0:0 gegen Bayern München auch in der Champions League ein Unentschieden (2:2) gegen Tottenham Hotspur erkämpft und ahnt, dass die nächste Bundesligapartie eine ganz spannende werden könnte. Denn beide Mannschaften haben bewiesen, dass sie Rückstände umbiegen können. Mainz drehte zuletzt die Partien gegen Wolfsburg und Kaiserslautern. "Sie haben auch spektakuläre Spiele gezeigt", weiß Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Sie spielen den Stil weiter, den sie über Jahre gespielt haben und da müssen wir am Samstag aufpassen."

Die Spannung steigt

Schalke-Fans halten triumphierend eine erbeutete Dortmund-Flagge falsch herum hoch (Foto: AP)

Herzliche Abneigung zwischen Schalke- und BVB-Fans

Eine Menge Neuzugänge hat der FC Schalke 04 zu integrieren. Trainer Felix Magath hat viel Geld investiert in die neue Mannschaft und Topstars wie Klaas-Jan Huntelaar oder dessen spanischen Sturmkollegen Raúl geholt. Dennoch hat Königsblau drei Bundesliga-Niederlagen in Folge und nun auch noch einen Fehlstart in der Champions League hingelegt (0:1 gegen Olympique Lyon). Platzt nun beim Revierderby gegen Dortmund der Knoten? Der BVB hat immerhin schon sechs Punkte auf dem Konto und eine Menge Selbstbewusstsein, auch wenn einige Fans wegen der erhöhten Kartenpreise für einen Boykott sorgen wollen. Der schon nach wenigen Spielen umstrittene Schalker Neuzugang Christoph Metzelder, der früher im BVB-Trikot aufgelaufen war, wird nicht mitspielen: Er ist verletzt.

Weiter im Norden trifft der Hamburger SV auf den Stadtrivalen FC St. Pauli. 14 Mal gab es diese Bundesliga-Begegnung, nur ein einziges Mal hat sich der Underdog durchsetzen können: Am 3. September 1977, dem allerersten Bundesliga-Duell, an das sich der damalige St. Pauli-Profi Dietmar Demuth mit einem breiten Grinsen erinnert. "Als wir in Führung gegangen sind, ist das ganze Stadion umgeschwenkt und war für St. Pauli. Wir haben uns riesig gefreut." Ähnlich wie damals war St. Pauli gerade aufgestiegen und der klare Außenseiter.

Das dritte Derby steigt in Wolfsburg, dort ist Hannover 96 zu Gast. Der schwächelnde Ex-Meister VfL hat bisher alle drei Bundesligaspiele verloren und steht am Tabellenende. Hannover scheint die Krisensaison 2009/2010 hinter sich gelassen zu haben und hat mittlerweile schon sieben Punkte gesammelt.

"Prinz Poldi" kehrt nach München zurück

Lukas Podolski jubelt (Foto: DeFodi)

Will wieder jubeln: "Prinz Poldi"

In der Nationalelf stellte sich Lukas Podolski mal wieder mit einem Tor beim Länderspiel in Köln seinen Kritikern und in der Liga führte er als Kapitän den 1. FC Köln zum ersten Saisonsieg gegen St. Pauli. Genau die richtige Zeit für den wieder erstarkten "Prinz Poldi", um an alter Wirkungsstätte in München durchzustarten und es auch den Bayern zu zeigen. Die Statistik könnte ihm und allen Kölnern Mut machen, denn beim Rekordmeister feierte kein anderes Team so viele Siege (neun) wie der 1. FC Köln. Nur ein einziges Spiel hat Köln auswärts bei den Bayern in den letzten zwölf Jahren verloren. Der Rekordmeister will allerdings nach dem mageren 0:0 gegen Bremen und dem mühsamen 2:0-Arbeitssieg gegen AS Rom in der Champions League auch in der Liga einen Dreier einfahren.

Stuttgart hofft auf ersten Dreier

Stuttgarts Christian Gentner verlässt niedergeschlagen das Spielfeld (Foto: dapd)

Keine Lust mehr zu verlieren

Neben Schalke und Wolfsburg hat auch der VfB Stuttgart keinen einzigen Punkt geholt. Nächster Gegner ist Borussia Mönchengladbach, das es nach dem beeindruckenden 6:3-Sieg gegen Leverkusen tatsächlich geschafft hat, eine Woche später 0:4 gegen Eintracht Frankfurt zu verlieren. Gegen Stuttgart haben die Gladbacher nur eins der letzten 24 Duelle gewinnen können.

Ähnlich schwankend wie Mönchengladbach spielt im Moment auch Bayer Leverkusen, das gegen den 1. FC Nürnberg antritt: In der Liga holte Bayer nach 0:2-Rückstand gegen Hannover noch ein 2:2, in der Europa League gewann Leverkusen mit 4:0 gegen Rosenborg Trondheim.

Autorin: Calle Kops/Olivia Fritz
Redaktion: Sarah Faupel

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