1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

23. Spieltag - Sonntagsspiele

Freiburg entführt drei Punkte aus Frankfurt

Frankfurt muss im Rennen um die Europapokalplätze einen Rückschlag hinnehmen. Freiburg profitiert von zwei umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters. Der Hamburger SV schafft einen wichtigen Sieg gegen Berlin.

In einem hitzigen und engen Spiel hat Eintracht Frankfurt eine schmerzhafte 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den SC Freiburg hinnehmen müssen. Freiburgs Florian Niederlechner war als Doppel-Torschütze der Mann des Tages. Doch hätte sein zweites Tor nicht zählen und sich Freiburg zuvor über einen Frankfurter Treffer nicht beschweren dürfen. 

Unparteiische greifen entscheidend ein

Nachdem das Spiel recht gemächlich losgegangen war, schlug Frankfurts Innenverteidiger Michael Hector den Ball in der 12. Minute einfach mal lang nach vorne. Ante Rebic setzte sich robust gegen Marc-Oliver Kempf durch, Branimir Hrgota angelte sich das Leder und schob aus elf Metern zum 1:0 ein. Etwas später hätte Danny Blum auf 2:0 erhöhen können, doch sein Schuss aus zehn Metern rauschte über das Toreck (23.). Fast im direkten Gegenzug schaffte Freiburg den Ausgleich: Ein gerader, flacher Pass von Nicolas Höfler in die Tiefe genügte, um die gesamte Eintracht-Abwehr zu übertölpeln. Florian Niederlechner stand alleine vor Eintracht-Torhüter Lukas Hradecky, den er geschickt umkurvte. 1:1 nach 25 Minuten. Glück hatten die Freiburger in der 33. Minute, als Rebic einen Eckball ins Tor köpfte. Doch der Schiedsrichter gab den Treffer nicht, weil Mijat Gacinovic SC-Torhüter Alexander Schwolow zuvor leicht behindert hatte. Die restliche erste Halbzeit verlief hitzig: Immer wieder musste Schiedsrichter Günter Perl die Gemüter beruhigen und nach Nickeligkeiten Streitereien schlichten.

Deutschland Eintracht Frankfurt - SC Freiburg (picture alliance/dpa/T. Wagner)

Viele Zweikämpfe, nur wenige Chancen - in den meisten Phasen der Partie ging es zwischen Frankfurt und Freiburg intensiv zu

Eine klare Fehlentscheidung führte zum zweiten Freiburger Tor. Vincenzo Grifo passte in den Lauf von Niederlechner, der allerdings einen knappen Meter im Anseits stand. Die Fahne des Assistenten blieb unten, Niederlechner lupfte den Ball über Hradecky hinweg zum 2:1 ins Netz (59.). Frankfurt hatte danach Mühe, wieder ins Spiel zu finden. Nach vorne gelang nur wenig, dennoch verzichtete Trainer Niko Kovac darauf, Stürmer Alexander Meier einzuwechseln, der wegen einer Erkältung zunächst nur auf der Bank saß. Stattdessen tauchte Freiburg noch einmal gefährlich vor dem Frankfurter Tor auf, doch Höflers Schuss ging knapp am Pfosten vorbei (71.). In der 80. Minute kam Meier dann doch noch, und fast hätte der Torjäger in der Nachspielzeit noch für den Ausgleich gesorgt, doch Schwolow war auf dem Posten und parierte Meiers Schuss (90.+2). 

Freiburg (33 Punkte) schaltet sich mit dem Sieg wieder in das Rennen um die Europa-League-Plätze ein. Frankfurt (35) hat es dagegen verpasst, sich ein Polster gegenüber dem Tabellensiebten Köln (33) aufzubauen. "Wir Spieler sind nicht gut drauf im Moment", kommentierte Hradecky die vierte Bundesliga-Niederlage in Serie für die Eintracht. "Was uns stark gemacht hat, war unsere Teamleistung. Vielleicht wollen wir im Moment zu viel. Vielleicht machen uns die Niederlagen nervös. Vielleicht wollen einige in dieser Situation nicht den Ball haben. Wir helfen uns gegenseitig jedenfalls zu wenig."

HSV gewinnt schwache Partie gegen Hertha

Deutschland Hamburger SV gegen Hertha Berlin (picture alliance/CITYPRESS 24/M. Taeger)

Kein schönes Spiel: HSV gegen Hertha

Im zweiten Sonntagsspiel besiegte der Hamburger SV Hertha BSC mit 1:0 (0:0) und sammelte wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Bis zur Halbzeitpause erlebten die Zuschauer im Volksparkstadion allerdings nur wenige Höhepunkte. Die Gastgeber hatten die besseren Chancen: Lewis Holtby traf mit seinem Schuss aber nur den Rücken von Mitspieler Aaron Hunt, der zuvor im Strafraum zu Fall gekommen war (15.). Wenig später parierte Hertha-Torwart Rune Jarstein einen guten Schuss von Nicolai Müller (19.). Hertha hat große Schwierigkeiten, gelungene Offensivaktionen zustande zu bringen und erspielte sich keine zwingende Möglichkeit.

Genauso ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Die Partie war geprägt von Fehlern und fand fast nur zwischen den beiden Sechzehnmeterräumen statt. Der letzte Pass, durch den vielleicht eine Torchance hätte entstehen können, gelang nicht. HSV-Torhüter René Adler verlebte einen ungewohnt ruhigen Abend. Erst in der 74. Minute kam Gefahr für das von ihm gehütete Hamburger Tor auf, als Kyrgiakos Papadopoulos einen Weitschuss so abfälschte, dass der Ball knapp am rechten Pfosten vorbeiflog. Kurz danach klappte es dann aber doch mit einem Treffer - allerdings auf der anderen Seite: Bobby Wood setzte sich im Hertha-Strafraum durch, bediente Hunt, der passte zu Albin Ekdal, der zentral vor dem Tor den Fuß hinhielt und das 1:0 erzielte (77.).

Da der Hertha keine passende Antwort mehr einfiel und die HSV-Spieler ihre wenigen Konterchancen in der restlichen Spielzeit erneut zu schlecht ausspielten, blieb es beim knappen aber letztlich verdienten 1:0-Sieg für die Hamburger.

Bayern marschiert Richtung Titel, Schmidt muss gehen

Am Samstag setzte sich Bayern München mit 3:0 in Köln durch. Der BVB besiegte Leverkusen klar mit 6:2, was am Sonntag zur Entlassung des Trainers Roger Schmidt führte. Bremen gewann 2:0 gegen Darmstadt, Mönchengladbach mit 4:2 gegen Schalke. Hoffenheim besiegte Ingolstadt 5:2, Mainz und Wolfsburg trennten sich 1:1. Am Freitag gab es ein 2:2 zwischen Augsburg und Leipzig.

Den Liveticker der Sonntagspartien gibt es hier zum Nachlesen.

 

Die Redaktion empfiehlt