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Aktuell Deutschland

Freiburg demonstriert gegen Pegida

Beim bisher größten Protest gegen die islamkritische Pegida-Bewegung in Baden-Württemberg sind rund 20.000 Menschen auf die Straße gegangen. Initiiert hatte die Kundgebung ein 28-Jähriger über Facebook.

Nach Angaben der Polizei verlief die Protestaktion in Freiburg friedlich, wenngleich die Zahl der Demonstranten, die gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus auf die Straße gingen, mit um die 20.000 Teilnehmern unerwartet hoch war. Das Motto der Protestaktion gegen die islamkritische Pegida-Bewegung lautete "Farbe bekennen".

Organisiert wurde der Protest von einem 28-jährigen Freiburger. Er hatte vor einem Monat über die Internet-Plattform Facebook spontan dazu aufgerufen. Es schlossen sich Organisationen, Parteien und die Stadt Freiburg an.

Ähnliche Aktionen sind in den nächsten Tagen auch in anderen Städten im Südwesten geplant. "Wir müssen öffentlich Farbe bekennen gegen jede Form von Intoleranz und Ausgrenzung", sagte Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon.

Die Pegida-Bewegung selbst ("Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes") spielt in Baden-Württemberg bislang kaum eine Rolle. Bislang gab es nur zwei kleinere Demonstrationen mit wenigen hundert Teilnehmern.

Pegida zieht Kundgebung in Dresden vor

Die Pegida-Gruppierung in Dresden hat ihre für Montag geplante Demonstration auf Sonntag vorgezogen. Als Grund wurden ein von der Gegenbewegung für Montag angekündigtes Open-Air-Konzert mit Herbert Grönemeyer und anderen deutschen Popmusik-Größen sowie Sicherheitsbedenken geltend gemacht. Mehrere Gruppierungen kündigten bereits Gegenveranstaltungen an. So will die Bürgerbewegung gegen Pegida am Montag in der Dresdner Innenstadt unter dem Motto "Offen und bunt - Dresden für alle" ein großes Bürgerfest für Weltoffenheit geben. Dresden dürfe nicht der Intoleranz und Stimmungsmache überlassen werden, heißt es in einem Aufruf. Die Organisatoren rechnen mit rund 40.000 Teilnehmern.

Am vergangenen Montag war die Pegida-Kundgebung in Dresden wegen einer Terrordrohung von Islamisten gegen den inzwischen zurückgetretenen Pegida-Chef Lutz Bachmann abgesagt worden.

qu/haz (dpa)