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Filme

Frauenpower beim 38. Max Ophüls-Filmfestival

Mit Schauspielerin Anna Thalbach und Produzent Michael Verhoeven haben sich prominente Gäste beim Nachwuchs-Festival angesagt. Im Fokus stehen aber diesmal die zahlreichen Regisseurinnen, die Beiträge eingereicht haben.

Die Schauspielerinnen Andrea Sawatzki und Anna Thalbach vergeben zwar unter anderem die Preise. Trotzdem sind sie wohl nicht die Frauen, die beim Max Ophüls-Filmfestival im Mittelpunkt stehen werden. Die größte Aufmerksamkeit bei einem von Deutschlands wichtigsten Nachwuchsfilm-Festivals wird vermutlich den weiblichen Filmschaffenden gelten, die mit ihren Beiträgen um eine Prämierung kämpfen. In diesem Jahr standen  bei 17 von 28 Spiel- und Dokumentarfilmen im Wettbewerb Frauen hinter der Kamera.

Preisgelder in Höhe von 111.500 Euro 

155 Filme werden zwischen dem 23. und 29. Januar dieses Jahres beim Saarbrücker Max Ophüls-Filmfestival zu sehen sein. Auf die Gewinner in vier Film-Kategorien und die besten Nachwuchsschauspieler warten Preisgelder in Höhe von über 110.000 Euro. Die Preissumme wird dabei jeweils zu drei gleichen Teilen an den Regisseur, den Produzenten und an den Verleih ausgezahlt, der einen Kinostart des Films innerhalb von zwölf Monaten nach dem Festival realisiert.

Max Ophüls Preis Bild des Regisseurs 1957 (picture-alliance/dpa)

Namensgeber des Filmfestivals ist der Saarbrücker Regisseur Max Ophüls

Große Beteiligung des weiblichen Film-Nachwuchses

Themenschwerpunkte sind Festivalleiterin Svenja Böttger und Programmkurator Oliver Baumgarten zufolge persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung, Eltern und Familie, Flucht und Migration. Außerdem seien in diesem Jahr auffallend viele differenziert erzählte Frauenfiguren (unter anderem in "Königin von Niendorf", "Vanatoare") vertreten. "Das ist eine einmalige und schöne Gelegenheit, sich den weiblichen Nachwuchs-Filmschaffern nicht aus einem Mangel heraus zu nähern, sondern aus einer Fülle üppiger Angebote", so Baumgarten.

Internationaler Eröffnungsfilm

Eröffnet wird das diesjährige Filmfestival Max Ophüls Preis am 23. Januar trotzdem mit der Arbeit eines männlichen Regisseurs. Virgil Widrichs "Die Nacht der 1000 Stunden" ist eine Koproduktion aus Luxemburg, Österreich und den Niederlanden. Bei seinem surreal-mysteriösen Krimi setzt Regisseur Widrich auf Erfahrung: Kameramann Christian Berger war bereits für "Das weiße Band" für den Oscar nominiert und gewann 1985 mit seinem Regiedebüt "Raffl" den Max Ophüls Preis. Auch Virgil Widrich selbst kann mit seinem innovativen Kurzfilm "Copy Shop 2002" eine Oscar-Nominierung vorweisen.

Künstler Virgil Widrich (picture-alliance/dpa/F. Neumayr)

Der österreichische Regisseur Virgil Widrich eröffnet das Filmfestival mit seiner Koproduktion "Die Nacht der 1000 Stunden"

Das Filmfestival Max Ophüls Preis gilt als eines der wichtigsten Treffen der deutschsprachigen Filmbranche und als Karrieresprungbrett für den Filmnachwuchs. Unter anderem wurden in der Vergangenheit Schauspieler wie Maria Schrader, Til Schweiger und Christiane Paul als beste Nachwuchsdarsteller in Saarbrücken ausgezeichnet. Für die Dauer des siebentägigen Festivals werden rund 40.000 Besucher erwartet.

lf/suc (dpa,epd)

Symbolbild Film Festival roter Teppich

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