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Sport

Frauenfußball - Ein Titel fehlt noch

Bisher hat es für die deutschen Fußball-Frauen bei Olympischen Spielen noch nie mit einer Goldmedaille geklappt. Aber diesmal fährt das DFB-Team als großer Favorit nach Peking.

Birgit Prinz mit WM-Pokal im Kreis ihrer Mannschaftskameradinnen am 30. September 2007 (AP Photo/Anja Niedringhaus)

Wollen auch in Peking jubeln: die Fußball-Weltmeisterinnen

Die deutschen Fußball-Frauen haben in ihrer jungen erfolgreichen Geschichte schon alles gewonnen - nur einen Titel, der fehlt noch: Die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Aber so viele Chancen Olympiasieger zu werden hatten die Fußballerinnen auch noch nicht. Erst seit den Spielen 1996 in Atlanta ist Frauen-Fußball olympisch. Damals scheiterte das DFB-Team bereits in der Vorrunde, 2000 in Sydney und vier Jahre später in Athen wurde Deutschland jeweils Dritter. Diesmal soll's aber der Titel sein, meint Sonja Fuss: „Gold ist drin, das ist unser aller großes Ziel, wir wollen alle Gold, das ist die Medaille, die uns noch fehlt, das setzt bestimmt noch mal extra Kräfte frei.“


Gute Erfahrungen im Ausrichterland China gemacht

Das DFB-Team ist DIE große deutsche Medaillenhoffung bei den Olympischen Spielen in Peking. Drei mal sind sie schon Europameister geworden, zudem ist China für die Deutschen ein gutes Pflaster: denn vor einem Jahr gewannen sie hier zum zweiten Mal in Folge die Weltmeisterschaft. "Wenn man Weltmeister ist, ist man eigentlich immer die gejagte Mannschaft und gilt immer als Favorit“, sagt Verteidigerin Annike Krahn. „Auch die anderen Nationen drängen darauf eine Medaille zu holen. Da muss man halt sehen, wo man bleibt.“

Annike Krahn (rechts) im Zweikampf mit der Brasilianerin Marta während der WM 2007 (AP Photo/Anja Niedringhaus)

Annike Krahn in Action

Die Vorbereitungen für das Olympische Turnier laufen gut. Alle drei EM-Qualifikationsspiele haben die deutschen Fußballerinnen souverän gewonnen. Damit haben sie sich schon vorzeitig als erste Mannschaft überhaupt für die EM 2009 in Finnland qualifiziert.


Typische Turniermannschaft

Auch die mäßige Platzierung beim Algarve Cup, Rang vier, irritiert Sonja Fuss überhaupt nicht. " Wir sind eine typische deutsche Nationalmannschaft, wie die Männer auch. Vor den großen Turnieren spielen wir immer durchschnittlich bis schlecht, die Turniere spielen wir dann gut. Das, hoffe ich, wird dieses Jahr auch wieder so sein."

Das hofft ganz Deutschland. Denn gleich zum Auftakt des Olympischen Turniers trifft die deutsche Mannschaft auf Brasilien – eine Neuauflage des WM Finals von 2007 also. Doch egal wer der Gegner ist, Bundestrainerin Sylvia Neid fordert einen Sieg: „Es ist eminent wichtig, dass man in ein Turnier startet und das erste Spiel gewinnt, weil man sich da unglaublich viel Selbstvertrauen holt.“


"Hammer"-Gruppe

Auch, weil mit Afrikameister Nigeria und Norkorea die Gruppe F die mit Abstand schwierigste ist. Das Viertelfinale zu erreichen, wird also keine einfache Aufgabe werden. Zudem muss das deutsche Team auf Torhüterin Silke Rottenberg verzichtet, die wenige Monate vor den Olympischen Spielen ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärte. Seit der WM 2007 hinter Nadine Angerer zwar nur noch die Nummer zwei zwischen den Pfosten, wegen ihrer langjährigen Erfahrung im DFB-Team wird der Mannschaft in Peking aber eine wichtige Persönlichkeit fehlen.


Erfahrung und Kessheit

Doch dafür sind auch viele junge Talente wie Simone Laudehr und Fatmire Bajramaj nachgerückt. Die Mischung im Team, sagt Simone Fuss, stimmt: " Die jungen, unverbrauchten Spieler spielen sehr frech sind und bringen immer wieder diesen Überraschungseffekt mit. Also Jung, Alt, also Erfahrung und Kessheit, das ist eine super Kombination."

Eine super Kombination wäre auch: Amtierender Weltmeister und Olympia-Sieger zu sein.

Das Dosssier zur Serie:

Serie «Olympische Sportarten»: