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Aktuell Nahost

Franzosen stützen "befreite Städte"

Sicherheitszonen lassen sich in Syrien derzeit nicht durchsetzen. Deswegen beginnt Frankreich laut Diplomaten damit, von Rebellen gehaltene Städten unter die Arme zu greifen. Erwogen wird auch, Artillerie zu liefern.

Es gehe um lokale Selbstverwaltung und Selbstverteidigung in fünf Städten, die sich der Herrschaft des Regimes von Präsident Baschar al-Assad entzogen haben. Dies verlautet aus diplomatischen Kreisen in Paris. "Zonen, in denen das Regime die Kontrolle verloren hat, wie zum Beispiel in Tal Rifaat (40 km nördlich von Aleppo), das seit fünf Monaten befreit ist, und wo revolutionäre Räte eingesetzt wurden, um der Bevölkerung zu helfen und eine Verwaltung tätig ist, um Chaos wie im Irak zu verhindern": so beschreibt ein Diplomat die Aufgabe.

Genannt werden im Einzelnen etwa Hilfen bei der Wiederherstellung der Wasser- und Stromversorgung, Aufbau von Bäckereien und Schulen. Erwogen wird aber offenbar auch die Lieferung von schweren Geschützen, insbesondere um Luftangriffe der Regierungstruppen abwehren zu können.

Geld und Waffen für Rebellen

Weitere Details wurden unter Hinweis auf Sicherheitsgründe nicht erläutert. Es hieß aber, auch die Kontakte zu bewaffneten Gruppen in den Gebieten, die die Aufständischen kontrollieren, würden verstärkt. Dem Vernehmen nach konzentriert sich die Unterstützung auf die drei Provinzen Deir al-Zor, Aleppo und Idlib.

Frankreich wäre damit das erste westliche Land, das sich zu einem solchen Schritt entschlossen hat. Die Regierung hatte in der vergangenen Woche angekündigt, ihre Hilfe für die Rebellen um fünf Millionen Euro aufzustocken. Nach Angaben aus Paris wird auch verstärkt darauf gedrungen, die politischen und militärischen Kräfte des Widerstands in Syrien an einem Tisch zusammenzubringen und zu vereinen.

SC/hp (rtre, afp, dapd)