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Aktuell Afrika

Franzosen schlagen Islamisten im Norden Malis zurück

Die Moslem-Extremisten geben noch lange nicht auf. Sie kehrten nach Gao zurück, besetzten staatliche Gebäude und steckten den Justizpalast in Brand. Eine Herausforderung für die französischen und afrikanischen Truppen.

"Wir befinden uns in einem wirklichen Krieg", versuchte Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian mögliche Illusionen seiner Kollegen von der NATO über die reale Lage im Norden Malis auszuräumen. "Bewaffnete Dschihadisten" seien in einer massiven Offensive in das Zentrum der Stadt Gao vorgestoßen und erst nach schweren Gefechten wieder vertrieben worden, berichtete Le Drian bei der NATO-Ministerratstagung in Brüssel. Mindestens fünfzehn Extremisten seien getötet worden.

Die Islamisten hatten für kurze Zeit das Rathaus der Stadt und die Residenz des Gouverneurs besetzt. Eine Reporterin der Agence France Presse meldete, bei den Kämpfen sei auch der Justizpalast in Brand gesetzt worden. Auch an den Zugängen zur Stadt hätten sich französische und malische Soldaten heftige Schusswechsel mit den Extremisten geliefert. In der Nacht zum Donnerstag sollen bereits nigerianische Truppen versucht haben, den Vormarsch der Islamisten zu stoppen.

In der Stadt Kidal explodierte eine Autobombe, mindestens zwei Zivilisten wurden getötet. Der Selbstmordanschlag galt offenbar einem Camp für Soldaten aus Frankreich und dem Tschad.

Französische Soldaten pirschen sich in Gao an die islamistischen Eindringlinge heran (foto:reuters)

Französische Soldaten pirschen sich in Gao an die islamistischen Eindringlinge heran

Die Stadt Gao war vor einem Monat erstmals von französischen und malischen Soldaten aus der Hand der Islamisten befreit worden. Anfang Februar wurden dort dann erstmals Selbstmordanschläge verübt. Es folgten heftige Straßenkämpfe. Der französische Verteidigungsminister versicherte, man werde den Einsatz erst beenden, wenn der Norden Malis wieder sicher sei und die Einheit des westafrikanischen Landes garantiert sei. Le Drian bekräftigte in Brüssel auch: "Aber wir haben nicht die Absicht, ewig in Mali zu bleiben".

SC/wl (afp, AP, dpa)