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Afrika

Franzosen im Niger verschleppt

Im westafrikanischen Niger sind sieben Angestellte französischer Firmen von Unbekannten entführt worden. In der Gegend sollen Islamisten mit Verbindungen zur Al-Kaida aktiv sein.

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Der französische Atomkonzern Areva und der Baukonzern Vinci informierten am Donnerstag (16.09.2010) über die Entführungen. Zwei Areva-Mitarbeiter seien in einem Uran-Abbaugebiet im Nordniger verschleppt worden, gab das Unternehmen bekannt. Die Baufirma BTP Sogea-Satom, Teil des Vinci-Konzerns, bestätigte fünf Entführte. Nach Angaben der Internetseite der französischen Tageszeitung "Le Monde" sind fünf der Opfer Franzosen. Auch die nigrische Regierung sprach von mindestens fünf Entführten, überwiegend Franzosen. Das Außenministerium in Paris hat die Entführungen inzwischen bestätigt.

Gefährliche Region

Im Niger kam es schon in der Vergangenheit zu Entführungen, für die auch der nordafrikanische Arm der Terrororganisation Al-Kaida verantwortlich gemacht wurde. In der Region Arlit, wo sich die Entführung ereignete, sind aber auch Tuareg-Rebellen und bewaffnete Kriminelle aktiv. Frankreich hat vor einiger Zeit bereits zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

Racheakt Al-Kaidas

Auf diesem Al-Kaida Handout ist die französische Geisel Michel Germaneau zu sehen

Auf diesem Al-Kaida Handout ist die französische Geisel Michel Germaneau zu sehen

Der pensionierte französische Ingenieur Michel Germaneau war im April im Niger entführt worden, als er dort für einen humanitären Einsatz unterwegs war. Die Hinrichtung des 78-Jährigen Ende Juli wurde von Al-Kaida im islamischen Maghreb (Aqmi) bekannt gegeben. Zuvor waren bei einem mauretanisch-französischen Militäreinsatz gegen ein Al-Kaida-Lager mindestens sechs Al-Kaida-Anhänger getötet worden. Die Terrororganisation kündigte danach Racheakte gegen Frankreich und Franzosen in der Region an.

Autorin: Katrin Ogunsade (ap, dpa, afp)

Redaktion: Christine Harjes