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Wirtschaft

Französischer Luxusgüterkonzern erwirbt Mehrheit an Puma

Der Konzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) hat eine überraschend deutliche Mehrheit an dem Sportartikelausrüster Puma erworben. PPR verfehlte aber das Ziel, das deutsche Unternehmen ganz zu übernehmen.

Puma-Logo (AP Photo/Christof Stache)

Die Puma-Aktie stieg nach der Bekanntgabe der neuen Mehrheitsverhältnisse

Nach Ablauf der um zwei Wochen verlängerten Annahmefrist für das Kaufangebot hält der französische Luxusgüterkonzern PPR nun 62,1 Prozent an dem deutschen Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach, wie beide Unternehmen am Dienstag (17.7.) mitteilten.

Vollständige Übernahme war Ziel

Francois-Henri Pinault, PPR-Vorstandschef und Puma-Vorstandschef Jochen Zeitz (AP Photo/Christof Stache)

PPR-Vorstandschef Francois-Henri Pinault und Puma-Vorstandschef Jochen Zeitz

PPR hatte bereits im April vom ehemaligen Puma-Großaktionär, der Tchibo-Erbenfamilie Herz, für 1,4 Milliarden Euro ein Aktienpaket von 27,1 Prozent an Puma gekauft und bekannt gegeben, das fränkische Unternehmen vollständig übernehmen zu wollen. Bis zum Ende der regulären Annahmefrist am 20.Juni konnte PPR seine Beteiligung aber lediglich auf 33,2 Prozent aufstocken. In der um zwei Wochen verlängerten Annahmefrist verkauften die Aktionäre dann weitere Puma-Papiere.

Puma-Vorstandschef Jochen Zeitz begrüßte das Ergebnis: "Wir freuen uns, dass die Puma-Aktionäre mit ihrem Votum die Zusammenführung der Puma AG mit der PPR-Gruppe unterstützen und damit die Grundlage für eine erfolgreiche Kooperation geschaffen haben." Der Pariser Konzern hatte 330 Euro pro Puma-Papier geboten. Noch auf der Hauptversammlung im April war PPR damit bei Puma-Aktionären auf Kritik gestoßen, die den Preis als zu niedrig kritisiert hatten.

Großer Erfolg

Laden mit Stella McCartney Mode (AP Photo/Bernd Kammerer)

Zum PPR-Konzern gehören unter anderem Modemarken wie Stella McCartney

Börsianer werteten die Quote als "klar positiv" für die PPR-Gruppe, zu der so bekannte Marken wie Gucci, Yves-Saint-Laurent und Stella McCartney gehören. Angesichts der anfangs schleppenden Annahme des Kaufangebots sei die jetzt erreichte Beteiligung ein großer Erfolg, sagte Dresdner-Bank-Analyst Steffen Tolzien der Nachrichtenagentur AP. Der Markt habe höchstens 50 Prozent erwartet.

Während der "Gemischtwarenladen" PPR, der unter anderem auch im Holzhandel und in der Möbelbranche tätig ist, sein Portfolio erweitern konnte und nun strategisch Einfluss auf die Puma-Entscheidungen nehmen könne, profitiere Puma wiederum von der Vertriebsmacht des Pariser Konzerns, betonte Tolzien.

Keine Veränderungen

Bei Management, Personal oder den Standorten haben die Franzosen laut PPR-Vorstandschef Francois-Henri Pinault keine Änderungen vorgesehen. Der Konzern hat sich allerdings drei Aufsichtsratsmandate gesichert. Wie Puma mitteilte, will PPR am 26.Juli die Umsatzentwicklung in der PPR-Gruppe einschließlich Puma veröffentlichen. Puma selbst will seine Halbjahreszahlen dann am 9.August vorlegen. (le)

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