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Kultur

Französischer Filmpreis "César" vergeben

Das französische Drama "Von Menschen und Göttern" ist in Paris mit einem "César" als bester Film ausgezeichnet worden. Die US-Produktion "The Social Network" wurde zum besten ausländischen Film gekürt.

Französischer Regisseur Xavier Beauvois (Foto: AP)

Xavier Beauvois, der Regisseur des Films "Von Menschen und Göttern"

Neben der Trophäe für den besten Film erhielt "Von Menschen und Göttern" bei der Preisverleihung am Freitagabend (25.02.2011) im Pariser Théâtre du Châtelet zwei weitere "Césars": Der 79-jährige Schauspieler Michael Lonsdale wurde für seine Rolle in dem Streifen als bester Nebendarsteller geehrt. Einen weiteren Preis bekam der Film von Regisseur Xavier Beauvois für die beste Kamera.

Das Werk war mit insgesamt elf Nominierungen ins Rennen um die französischen Filmpreise gegangen. Die Story basiert auf der tatsächlichen Entführung und Ermordung von Mönchen in Algerien im Jahr 1996.

Trophäe für Roman Polanski

Als bester Hauptdarsteller wurde Eric Elmosniono für seine Rolle in "Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte" über das Leben des Chansonsängers Serge Gainsbourg ausgezeichnet. Der Film von Joann Sfar wurde auch zum besten Erstlingswerk gekürt und erhielt einen "César" für den besten Ton. Der Preis für die beste Hauptdarstellerin ging an Sara Forestier für den Film "Der Name der Leute". Darin spielt auch Frankreichs früherer Regierungschef Lionel Jospin mit, der bei der Preisverleihung im Publikum saß.

Ebenfalls unter den Preisträgern ist der franko-polnische Star-Regisseur Roman Polanski. Für den Politthriller "Der Ghostwriter" erhielt er den "César" für die beste Regie. Weitere Auszeichnungen erhielt der Film, in dem Ewan McGregor und Pierce Brosnan die Hauptrollen spielen, als beste Filmadaption eines Romans und für die beste Filmmusik.

Den "César" als bester ausländischer Film gewann "The Social Network" von David Fincher. Der Streifen handelt von der Entstehung von Facebook, der weltweit größten Online-Community. Der "César" gilt als Gegenstück zum amerikanischen Oscar, der am Sonntag vergeben wird, und bei dem "The Social Network" mit acht Nominierungen ins Rennen geht.

Quentin Tarantino für Lebenswerk geehrt

US-Regisseur Quentin Tarantino (Foto: AP)

Preisträger Quentin Tarantino

Die Ehrentrophäe für das Lebenswerk ging an Quentin Tarantino. Der US-Regisseur war zuletzt mit "Inglourious Basterds" erfolgreich. Diane Krüger und Christoph Waltz, die Protagonisten des Films, überreichten dem Regisseur den goldenen "César".

Die Verleihung wurde von der zweifachen Oscar-Preisträgerin Jodie Foster präsentiert. Zum ersten Mal seit 17 Jahren wurde diese Aufgabe von einem ausländischen Star übernommen.

Autor: Thomas Grimmer (afp, dpa)
Redaktion: Gerd Winkelmann