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Aktuell Afrika

Französische Truppen beenden Geiselnahme

Französische Soldaten kämpfen jetzt auch im westafrikanischen Niger gegen Terroristen. Eine Spezialeinheit greift in Agadez ein und beendet eine Geiselnahme.

Bei dem Einsatz im Morgengrauen seien mindestens zwei Terroristen getötet worden, sagte Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian in Paris. Die Situation sei inzwischen "stabilisiert" und "unter Kontrolle gebracht". Die Franzosen hatten auf Bitten des nigrischen Staatschefs Mahamdaou Issoufou die örtlichen Truppen unterstützt, so Le Drian weiter.

Dem Eingriff der Franzosen vorausgegangen war am Donnerstag ein Doppelanschlag auf einen Militärstützpunkt in Agadez sowie auf das Gelände einer Uranmine im rund 200 Kilometer entfernten Arlit. Bei den Autobomben-Anschlägen starben mehr als 20 Menschen, die meisten davon Soldaten. Mehrere Offiziersanwärter wurden zudem auf dem Militärcamp als Geiseln genommen.

Mali-Konflikt weitet sich aus

Frankreichs Staatschef François Hollande verurteilte die Anschläge am Freitag erneut und erklärte, in Arlit seien französische Interessen "direkt" zum Ziel geworden. In Agadez seien nigrische Soldaten getötet worden, weil sie Frankreich beim Einsatz in Mali unterstützt hätten. Die attackierte Uranmine wird zudem von der französischen Areva-Tochterfirma Somair betrieben.

Uranmine der französischen Areva-Tochterfirma Somair in Arlit (Foto: AP)

Uranmine der französischen Areva-Tochterfirma Somair in Arlit

Zu den Anschlägen bekannt hat sich die Gruppe des berüchtigten Islamisten Mokhtar Belmokhtar. Seine Gruppen "Die mit Blut unterzeichnen" und die "Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika" (MUJAO) hätten den Angriff geplant und durchgeführt. Erstere drohte mit weiteren Anschlägen im Niger, sollte das Land nicht seine "Söldnertruppen" aus Mali abziehen. Zudem drohte sie mit Angriffen auf Frankreich und andere Länder, die am Militäreinsatz im benachbarten Mali beteiligt sind.

nem/kle (dpa, afp, rtr)

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