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Aktuell Europa

Frankreichs UMP entgeht der Spaltung

Seit ihrer Wahlniederlage liegt Frankreichs konservative Partei UMP in Trümmern. Die Schlagzeilen beherrscht sie vor allem mit ihrem bizarren Führungsstreit. Aber nun soll wieder Frieden einkehren.

Nach wochenlangen erbitterten Streitereien will die UMP ihren Machtkampf beenden. Der zum Nachfolger von Parteichef Nicolas Sarkozy gekürte Jean-François Copé hat eingewilligt, sich bereits im kommenden September erneut zur Wahl zu stellen. "Im Sinne einer Befriedung ist Jean-François Copé mit einer Neuwahl im September 2013 einverstanden", heißt es aus dem Umfeld Copés. 

Seine Wahl zum UMP-Chef ist umstritten: Jean-Francois Copé (Foto: AFP/Getty Images)

Seine Wahl zum UMP-Chef ist umstritten: Jean-Francois Copé

Im Gegenzug will sein Rivale François Fillon die Gründung der eigenen Fraktion in der Nationalversammlung rückgängig machen. Mit diesem Schritt hatte der frühere Premierminister Druck auf Copés Lager ausgeübt.

"Das ist ein großer Sieg für die UMP-Mitglieder", kommentierte Fillon den Kompromiss. Einzelheiten wie der Zeitplan oder die Wahlmethode seien aber noch zu klären. Er werde seine Fraktion erst auflösen, wenn die Delegiertenkonferenz der Einigung zugestimmt habe, sagte der 58-Jährige.

Es gibt nur einen Weg aus der Krise

Frankreichs ehemaliger Premierminister Francois Fillon erkennt die Urwahl nicht an (Foto: AFP/Getty Images)

Frankreichs ehemaliger Premierminister Francois Fillon erkennt die Urwahl nicht an

Der Streit um den Vorsitz der größten französischen Oppositionspartei UMP sorgt in Frankreich seit Wochen für Schlagzeilen. Copé war nach der umstrittenen UMP-Urwahl Mitte November offiziell zum Chef der konservativen Oppositionspartei ausgerufen worden, Fillon erkennt den Sieg seines Konkurrenten aber nicht an. Eine Neuwahl gilt als einziger Weg, die Krise zu beenden und eine endgültige Spaltung der Partei von Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy zu verhindern.

Fillon hatte ursprünglich Neuwahlen bereits im März gefordert. Copé wollte bis mindestens Frühjahr 2014 im Amt bleiben.

rb/wl (afp, dpa)

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