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Europa

Frankreichs Linke hofft auf eine Überraschung

Die Franzosen sind wahlmüde: Bei der Abstimmung zur Nationalversammlung hatten bis zum Mittag nur 20 Prozent der Berechtigten ihre Stimme abgegeben. Den Sozialisten droht der Verlust der Macht im Parlament.

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Jacques Chirac: Kann er demnächst ohne die Sozialisten regieren?

Die französische Linke hat sich noch immer nicht von dem politischen Erdbeben erholt, das die Präsidentschaftswahlen vor fünf Wochen ausgelöst haben. Nach der demütigenden Niederlage des sozialistischen Regierungschefs Lionel Jospin deuten alle Umfragen darauf hin, dass diesmal die bürgerliche Rechte von Präsident Jacques Chirac auch die Macht in der Nationalversammlung übernimmt.

Viele Franzosen wollen gar nicht wählen

Parlamentswahlen in Frankreich

Wahlen in Frankreich

Rund 41 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, in zwei Wahlrunden 575 Abgeordnete der zweiten Parlamentskammer neu zu bestimmen. Eine Rekordzahl von mehr als 8400 Kandidaten bewirbt sich um die Mandate. Für die erste Runde rechnen die Demoskopen mit einer hohen Zahl von Nichtwählern. In die zweite Runde am 16. Juni kann jeder Bewerber einziehen, der einen Anteil von mehr als 12,5 Prozent der Stimmberechtigten erzielt hat.

Für den wiedergewählten neogaullistischen Staatschef Chirac geht es darum, sich auch in der Nationalversammlung eine konservative Mehrheit zu sichern. Bei einem Wahlsieg der Linken müsste er sich erneut die Macht mit einer Linksregierung teilen. Führende Politiker aus dem rechts-bürgerlichen Lager hatten für diesen Fall vor einer Verfassungskrise gewarnt.

Ein neuerlicher Erfolg für Le Pen?

Es wird damit gerechnet, dass die Rechtsradikalen um Jean-Marie Le Pen als drittstärkste Kraft in Frankreich bestätigt werden. Kandidaten von Le Pens Partei Front National (FN) könnten laut Umfragen in gut 230 von 555 Wahlkreisen (ohne Überseegebiete) in die zweite Wahlrunde kommen. (hh)

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