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Sport

Frankreich zittert sich ins WM-Finale

Frankreich und Italien bestreiten das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Franzosen gewannen in München im Halbfinale gegen Portugal mit 1:0. Die Portugiesen treffen im Spiel um Platz 3 auf Deutschland.

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Matchwinner Zinedine Zidane

Per Elfmeter von München nach Berlin: Zinedine Zidane hat die "Equipe Tricolore" zum zweiten Mal nach 1998 in ein WM-Finale geführt und darf im Klassiker gegen Italien auf den goldenen Abschluss seiner glanzvollen Karriere hoffen. Mit einem eiskalt verwandelten Foulelfmeter, fast aus dem Stand, sicherte der dreimalige Weltfußballer in seinem vorletzten Spiel Frankreich den verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Lieblings-Gegner Portugal und hofft nun am Sonntag im Endspiel des 'Cup Méditerranée' in Berlin gegen die erstarkten Italiener auf den zweiten WM-Triumph.

Vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena in München bauten die Franzosen am Mittwochabend ihre stolze Serie gegen die seit 1975 gegen sie sieglosen Portugiesen auf acht Erfolge aus. Im Endspiel müssen sie allerdings Louis Saha (Gelbsperre) ersetzen. Die unterlegenen Iberer fordern am Samstag im "kleinen Finale" in Stuttgart Gastgeber Deutschland zum Kampf um Platz drei heraus. Dabei fehlt auch ihnen mit Ricardo Carvalho ein gesperrter Spieler.

Umstrittener Elfmeter

Beide Teams konnten in ihrer derzeit besten Formation antreten. Bei den Portugiesen machte sich positiv bemerkbar, dass neben den nach ihrer Gelbsperre wieder zur Verfügung stehenden Mittelfeld-Assen Deco und Costinha auch die zuletzt angeschlagenen Leistungsträger Luis Figo und Cristiano Ronaldo mitwirken konnten. So entwickelte sich zumindest anfangs eine abwechslungsreiche Partie, in der Florent Malouda bereits nach 38 Sekunden den ersten Warnschuss abgab. Auf der Gegenseite wurde Keeper Fabien Barthez, der mit seinem 16. WM-Einsatz einen französischen Rekord aufstellte, ebenfalls schon früh bei Decos Schuss geprüft..

WM 2006 - Portugal - Ricardo

Da flog auch 'Elfmetertöter' Ricardo vergeblich

Dass das Niveau zwischenzeitlich nachließ, lag vornehmlich an den Franzosen. Sie konnten an ihre starken Leistungen gegen den entthronten Weltmeister Brasilien nicht anknüpfen, obwohl sie zum dritten Mal hintereinander ihre neu gefundene Erfolgs-Elf aufboten. Im Laufe der Partie wurden die "Blauen" dann aber stärker. Schiedsrichter Larrionda aus Uruguay entschied auf Strafstoß, als Thierry Henry bei Ricardo Carvalho einfädelte - eine Chance, die sich Zidane nicht entgehen ließ. Der Mittelfeldstar schoss gegen Elfmeter-Spezialist Ricardo platziert zu seinem 30. Länderspiel-Tor ein.

Minimalistische Franzosen

Nach dem Wiederanpfiff hatte nach einem kapitalen Fehlpass in Reihen des Vize-Europameisters der pfeilschnelle Henry das 2:0 auf dem Fuß (48.), doch Schlussmann Ricardo klärte ebenso reaktionsschnell wie eine Minute später gegen Franck Ribérys Fernschuss. Für Portugal traf nach einer Einzelaktion Pauleta (53.), der bei Rekord-Nationalspieler Lilian Thuram in dessen 120. Länderspiel ansonsten in guten Händen war, nur das Außennetz.

In der Folge bemühten sich die Iberer über ihre stärkere rechte Seite gegen den unsicheren Eric Abidal um mehr gelungene Offensiv-Aktionen, doch da weder Figo noch Deco ihre gewohnte Form erreichten, fehlten den Angriffen gegen die kompakte französische Abwehr sowohl die Ideen als auch die Genauigkeit. Ein Patzer von Barthez, der Figo eine gute Kopfballchance eröffnete (78.), brachte ebenso wenig den Ausgleich wie die Hereinnahme der offensivstarken Simao und Helder Postiga. So setzten sich am Ende die minimalistischen Franzosen durch, die damit - wie bei der am Ende siegreichen EURO 2000 - nun nacheinander Spanien und Portugal bezwungen haben und erneut im Finale Italien herausfordern. (wga)

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