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Migration

Frankreich will 10.000 Flüchtlingen legale Einreise ermöglichen

Binnen zwei Jahren sollen die Migranten aus Ländern außerhalb der EU legal nach Frankreich einreisen dürfen. Das hat Präsident Macron nach einem Treffen mit UN-Hochkommissar Grandi angekündigt.

Frankreich werde die Plätze für Schutzsuchende, die sich derzeit in der Türkei, dem Libanon, Jordanien, Niger oder dem Tschad aufhalten, in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) anbieten, hieß es nach dem Gespräch zwischen Präsident Emmanuel Macron und UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi aus dem Elyséepalast. Innenminister Gérard Collomb teilte mit, die Menschen sollten bis Oktober 2019 aufgenommen werden.

Damit setzt das Land die Absichtserklärung eines Migrationsgipfels in Paris um. Dabei hatten Frankreich und andere EU-Staaten sich Ende August offen gezeigt, Flüchtlingen aus Afrika einen legalen Weg nach Europa zu öffnen - im Gegenzug sollen illegale Migrationsströme über das Mittelmeer gestoppt werden.

Paris Treffen MAcron UNHCR Grandi (Reuters/L. Marin)

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (r.) mit dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi

Die EU-Kommission hatte Ende September vorgeschlagen, in den kommenden zwei Jahren mindestens 50.000 Flüchtlingen über das sogenannte Resettlement aus Drittstaaten nach Europa zu holen. Frankreich unternimmt nun einen Schritt, um diesem Ziel näher zu kommen.

Asylzentren im Niger und im Tschad

Bereits in den kommenden Wochen will Frankreich Büros in den afrikanischen Transitländern Niger und Tschad eröffnen, um die Asylchancen von Flüchtlingen schon dort zu prüfen. Laut Innenminister Collomb sollen 3000 der 10.000 Flüchtlinge in diesen beiden Ländern ausgewählt werden. Das französische Flüchtlingsamt Ofpra und das UNHCR arbeiten dabei zusammen. 

Um den "Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen" einzudämmen, sollten Ausreisewillige ohne Chance auf Asyl zudem besser über die "Situation" aufgeklärt werden, sagte Präsident Macron nach seinem Treffen mit UN-Flüchtlingskommissar Grandi.

gri/rb (dpa, afp)

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