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Fußball

Frankreich siegt im Elfmeterschießen

Gleich im ersten K.o-Spiel der WM fiel die Entscheidung erst nach Elfmeterschießen. Frankreich setzte sich mit 5:4 gegen England durch. Deutschland spielt jetzt gegen Japan.

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Es drohte die langweiligste Partie bisher bei dieser WM zu werden, das erste Viertelfinalspiel zwischen England und Frankreich. Es war kaum ein vernünftiger Spielzug zu sehen, die vielen Fehlpässe waren einer Nationalmannschaft nicht würdig, und viel zu selten gab es mal eine Torchance. Doch die letzten Minuten versöhnten all die Zuschauer, die bis zum Ende ausharrten. Denn da zeigten die Französinnen plötzlich, dass sie durchaus Fußball spielen und Tore schießen können: Zwei Minuten vor Spielende waren sie in Person von Elise Bussaglia tatsächlich auch mal erfolgreich. Und sie hatten sogar noch Möglichkeiten, das Spiel in der regulären Spielzeit für sich zu entscheiden. Doch es blieb beim 1:1 und so gab es im ersten K.o-Spiel auch gleich die erste Verlängerung.

Tor war haltbar

Sandrine Bretigny of France celebrates thei 1-1 Foto: Friso Gentsch dpa

Jubel über den 1:1-Ausgleich ihre Kollegin Elise Bussaglia: Die Französin Sandrine Bretigny

Dass die Engländerinnen überhaupt in Führung gingen, war einem aus französischer Sicht durchaus vermeidbaren Tor zu verdanken. Jill Scott nahm in der 59. Minute den Ball mit dem Rücken zum Tor an und versetzte mit einer Körpferdrehung zwei französische Verteidigerinnen. Ihr Schuss flog haltbar für die französische Torhüterin Deline Deville ins Netz. Das war aber auch die einzige gute Szene der Vize-Europameisters von 2009. Frankreich versuchte wenigstens mit Kombinationsfußball immer wieder sich Torchancen zu erspielen, so auch in der Verlängerung. Aber zu einem weiteren Tor reichte es nicht.

Es war hoch verdient, dass sich die Französinnen letztendlich im Elfmeterschießen mit 4:3 durchsetzen konnten. Den entscheidenden Elfmeter verschoss die Verteidigerin Faye White von Arsenal LFC. England, zum dritten Mal bei einer WM dabei, ist damit zum dritten Mal im Viertelfinale gescheitert. Frankreich dagegen steht gleich bei seiner zweiten WM-Teilnahme im Halbfinale.

Ohne Prinz

Birgit Prinz wird erneut nicht in der Startelf spielen. Foto: Roberto Pfeil/dapd

Prinz auf der Bank (l.)

In der zweiten Viertelfinalepartie spielt derzeit Deutschland gegen Japan. Als Titelverteidiger und Gastgeber ist die DFB-Elf Favorit. "Wir konzentrieren uns auf unsere Stären, die in der Offensive liegen", meint Inka Grings. Die Stürmerin steht wie schon im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich für Spielführerin Birgit Prinz in der Startelf stehen. Selbstbewusst, aber nich überheblich wollen die Deutschen spielen. Dass ihr Team im Vorteil sei, weil die Japanerinnen deutlich kleiner seien, glaubt Bundestrainer Siliva Neid nicht: "Man sollte nicht glauben, dass sie nicht kopfballstark sind. Sie haben ein gutes Timing und eine gute Sprungkraft", so Neid.

Insiderwissen

Zudem stehen die Asiatinnen in der Defensive sehr kompakt und sind zweikampfstark. Nicht umsonst wird Japan in der Weltrangliste auf Platz vier geführt. Auch könnten die Japanerinnen vom Insiderwisser profitieren. Denn zwei Japanerinnen spielen in der Bundesliga, kennen viele deutsche Spieler, ihre Spielweise und Mentalität: Kozue Ando vom FCR Duisburg und Yuki Nagasato, die bei Turbine Potsdam spielt. "Ich kenne die deutschen Spielerinnen ganz gut. Wir haben jede Kombination analysiert, wir können gewinnen", gibt sich Ando selbstbewusst. Coach Norio Sasaki will sich dabei auf die eigenen Stärken verlassen. "Wir wollen japanisch spielen, dann können wir auch gewinnen." Japan hat zwar als einziges asiatische Team bisher an allen Weltmeisterschaften teilgenommen, doch übers Viertelfinale kam es bisher nie hinaus.

Am Sonntag (10.07.2011) trifft in den beiden weiteren Viertelfinalpartien noch Schweden auf Australien sowie Brasilien auf die USA. In dieser Partie wird einer der großen Favoriten vorzeitig rausfliegen.

Autorin: Sarah Faupel
Redaktion: Arnulf Boettcher