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Sport

Frankreich schwitzt bei glücklichem 0:0 gegen die Schweiz

Frankreich ist mit einem blauen Auge davon gekommen: Beim enttäuschenden 0:0 gegen die Schweiz in Stuttgart vermied die "Equipe Tricolore" nur mit Mühe einen Fehlstart.

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Meister und Lehrling: Zidane und Ribery

Frankreichs Trainer Raymond Domenech sorgte zum WM-Auftakt für eine Überraschung und brachte den 23-jährigen Franck Ribery erstmals von Beginn an. Er gab damit dem Druck der Öffentlichkeit nach, die das Talent von Olympique Marseille nach dessen starken Leistungen in der Vorbereitung gefordert hatten.

Hitze-Spiel

Vor 52.000 Zuschauern in Stuttgart bauten die Franzosen im Glutofen bei 31 Grad Celsius nach ordentlichem Beginn immer mehr ab. Vor vier Jahren war "Les Bleus" als WM-Titelverteidiger und Europameister mit einer peinlichen Niederlage gegen den Senegal (0:1) in die Endrunde in Südkorea und Japan gestartet und hatte nach einer punkt- und torlosen Vorrunde sensationell das Achtelfinale verpasst.

WM 2006 -Spiel - Frankreich - Schweiz

Franck Ribery im Kampf gegen Tranquillo Barnetta

Entsprechend motiviert ging der Titelträger von 1998 in das erste WM-Duell gegen die mit sechs Bundesligaprofis angetretenen Schweizer und erarbeitete sich schnell ein deutliches Übergewicht. Der Altmeister Zidane und sein Lehrling Ribery waren zumindest in der ersten Halbzeit Dreh- und Angelpunkt des Mitfavoriten.

Die Franzosen, in der WM-Qualifikation gegen die Schweizer nur zu zwei Unentschieden gekommen, ließen letzte Konsequenz vermissen. Auch Arsenal Londons Stürmerstar Thierry Henry blieb der 28-Jährige glücklos.

Erst verhalten, dann Schlagabtausch

Durch ihre verhaltene Spielweise nahmen die Schweizer den Franzosen in der Folge immer mehr den Wind aus den Segeln. Das Team von Trainer Jakob "Köbi" Kuhn lieferte dem Ex-Europameister nach dem Wechsel einen offenen Schlagabtausch und hatte gleich zwei Mal die Führung auf dem Fuß. Doch zunächst scheiterte Barnetta (61.) mit einem Schuss, nur vier Minuten später köpfte der eingewechselte Daniel Gygax Frankeichs Keeper Fabien Barthez an.

Auf die zunehmende Entkräftung seiner Mannschaft reagierte Trainer Domenech und wechselte für den ausgelaugten Ribery gegen Saha als zweite Sturmspitze ein. Beinahe hätte die Maßnahme Erfolg gehabt, als Saha den ebenfalls eingewechselten Vikash Dhorasoo bediente und dieser kurz vor dem Ende knapp verzog. So müssen die Franzosen weiterhin auf den ersten Treffer bei einer WM seit dem gewonnenen Finale 1998 gegen Brasilien warten.

Trotz der mäßigen Vorstellung in dem Topspiel der Gruppe G konnten beide Teams mit dem Remis leben, da die anderen beiden Gruppengegner Südkorea und Togo als klare Außenseiter gelten. Frankreich muss am Sonntag in Leipzig gegen die Asiaten spielen, die Schweiz kann am Montag in Dortmund gegen Togo einen entscheidenden Schritt Richtung nächster Runde machen. (sams)

Gruppe G, in Stuttgart: Frankreich - Schweiz 0:0

Frankreich: Barthez - Sagnol, Thuram, Gallas, Abidal - Vieira, Makelele - Wiltord (84. Dhorasoo), Zidane, Ribery (70. Saha) - Henry

Schweiz: Zuberbühler - Philipp Degen, Müller (75. Djourou), Senderos, Magnin - Vogel - Barnetta, Cabanas, Wicky (82. Margairaz) - Streller (57. Gygax), Frei

Schiedsrichter: Iwanow (Russland)

Zuschauer: 52 000 (ausverkauft)

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  • Datum 13.06.2006
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