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Aktuell Europa

Frankreich schließt gemeinsamen Kampf mit Assad gegen IS nicht mehr aus

Bis vor kurzem lehnte Frankreich eine Zusammenarbeit mit dem syrischen Machthaber Assad kategorisch ab. Nun gibt es in der französischen Regierung die Überlegung, im Kampf gegen den IS mit Syrien zusammenzuarbeiten.

Brasilien Frankreich Laurent Fabius Außenminister

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius

Auf der Suche nach Verbündeten im Kampf gegen den so gennannten "Islamischen Staat" (IS) schließt Frankreich eine Beteiligung regulärer syrischer Streitkräfte von Präsident Bashar al-Assad im Kampf gegen den IS nicht mehr aus. Es brauche auf der einen Seite die Bombenangriffe, auf der anderen Seite aber auch Bodentruppen, sagte der französische Außenminister Laurent Fabius dem Sender RTL. Letztere müssten Kräfte der oppositionellen Freien Syrischen Armee, sunnitisch arabische Kräften und warum nicht auch Kräfte des Regimes sein. Die Bodentruppen könnten nicht von Frankreich kommen, machte Fabius klar.

Syrische Opposition lehnt Kooperation mit Assad ab

Bei Gegnern des syrischen Regimes stößt der Vorstoß von Fabius auf Ablehnung. "Dieser Schritt wird nur den Interessen des größten Terroristen Baschar al-Assad dienen", sagte Ahmed Ramadan, Führungsmitglied des in Istanbul ansässigen Oppositionsbündnisses Nationale Syrische Koalition. Der syrische Präsident stehe an der Spitz des Terrorismus. "Wir wissen alle, dass es immer ein gemeinsames Interesse zwischen Daesch (der IS-Terrormiliz) und dem Regime gab", erklärte Ramadan weiter.

Frankreich auf der Suche nach Verbündeten

Die französische Regierung hatte bis vor kurzem eine Zusammenarbeit mit dem Regime von Assad kategorisch ausgeschlossen. Nach den Terroranschlägen in Paris versucht Frankreichs Präsident François Hollande allerdings, eine globale Koalition gegen den IS zu schmieden. Zum weiteren Vorgehen gegen den IS hatte sich der französische Präsident Hollande am Donnerstag zu Beratungen in Moskau aufgehalten.

cgn/cr (dpa, afp)