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Aktuell Europa

Frankreich: Premier Valls will Präsident werden

Parallel zur Bekanntgabe seiner Präsidentschaftskandidatur kündigt Frankreichs sozialistischer Premierminister Manuel Valls seinen Rücktritt als Regierungschef an.

Manuel Valls verkündet seine Prasidentschaftskandidatur (picture-alliance/AP Photo/T. Camus)

Manuel Valls verkündet seine Prasidentschaftskandidatur

Der französische Premierminister Manuel Valls nimmt Kurs auf die Präsidentschaftswahl 2017: Der 54-jährige Sozialist kündigte in Evry bei Paris an, werde bei der Vorwahl seiner Partei im Januar kandidieren. 

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Französischer Premier Valls verkündet Präsidentschaftskandidatur - Lisa Louis aus Paris

Gleichzeitig teilte Valls mit, er werde an diesem Dienstag als Regierungschef zurücktreten. Er wolle sich auf den Wahlkampf konzentrieren. Wer das Amt des Premierministers übernimmt, ist noch unklar. In französischen Medien werden als mögliche Kandidaten unter anderem Innenminister Bernard Cazeneuve, Wirtschafts- und Finanzminister Michel Sapin und Regierungssprecher Stéphane Le Foll genannt.

Hollande hat verzichtet

Nachdem der amtierende Präsident Francois Hollande, ebenfalls ein Sozialist, vergangene Woche erklärt hatte, er werde sich nicht um eine zweite Amtszeit bemühen, war mit einer Kandidatur von Valls gerechnet worden. Hollande gilt als der unbeliebteste Präsident, den Frankreich jemals hatte.

Valls war seit dem Frühjahr 2014 französischer Regierungschef. Zuvor war er knapp zwei Jahre lang Innenminister. Der im spanischen Barcelona geborene Politiker gehört dem reformorientierten rechten Flügel der Sozialistischen Partei an und gilt als innenpolitischer Hardliner.

Vorwahlen im Januar  

Frankreichs Sozialisten und mehrere kleine Parteien bestimmen ihren gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten bei einer Vorwahl im Januar. Sieben weitere Politiker haben bereits ihre Kandidatur für die Vorwahl angekündigt, unter ihnen der Ex-Minister und Valls-Gegner Arnaud Montebourg. 

Die Franzosen wählen ihren künftigen Staatschef dann in voraussichtlich zwei Wahlgängen am 23. April und 7. Mai. Bislang gelten der konservative Kandidat François Fillon und die Rechtspopulistin Marine Le Pen in Umfragen als Favoriten

wl/rb (dpa, afp,TV)
 

 

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