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Sport

Frankreich ohne Finesse

Vize-Weltmeister Frankreich hat als erster Titelanwärter einen Fehlstart in die Fußball-Europameisterschaft hingelegt. Gegen Rumänien gab es nur ein trostloses 0:0.

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Kein Spaß für Franck Ribery

Wenig Finesse, viel Tristesse: Für Titelfavoriten Frankreich begann die Fußball-EM mit einer herben Enttäuschung. Der völlig enttäuschende Vizeweltmeister blieb am Montag (9.6.2008) vor 30.585 Zuschauern im ausverkauften Letzigrund Stadion in Zürich gegen erwartet defensiv zu Werke gehende Osteuropäer den Favoriten-Nachweis auf ganzer Linie schuldig. Nach dem 0:0 gegen Außenseiter Rumänien steht Frankreich in der Todesgruppe C schon mit dem Rücken zur Wand.

Ohne Henry

Auf den noch angeschlagenen Goalgetter Thierry Henry (Gesäßmuskelzerrung) hatte Trainer Domenech in der Startformation verzichtet. Bayern-Star Franck Ribéry musste auf die ungeliebte rechte Seite ausweichen. Erst nach langer Anlaufzeit nahm der Favorit etwas Tempo auf. Sehenswert wurden die Bemühungen der "Blauen" erst, als Ribery mehr Initiative übernahm. Nach seinem Zuspiel vergab Nicolas Anelka vom FC Chelsea die größte Chance des Spiels, als er den Ball aus fünf Metern per Kopf über das Tor setzte (33.).

Domenech und Makelele nach dem Spiel gegen Rumänien

Einig: Domenech und Makelele nach dem Spiel gegen Rumänien

Die Rumänen, bei denen überraschend der Stuttgarter Ciprian Marica nicht in der Anfangsformation stand, beschränkten sich völlig auf die Defensive – dort waren meist gut organisiert. Stürmerstar Adrian Mutu vom AC Florenz erhielt kaum verwertbare Zuspiele, die Angriffsversuche des Außenseiters waren äußerst zaghaft.

Kein Druck

Auch im zweiten Durchgang wurde die Partie nicht sehenswerter. Nur Ribéry sorgte ab und ab für Belebung, wie als er sich auf dem rechten Flügel durchsetzte und maßgerecht nach innen passte. Doch der dort lauernde Benzema schob mit der Innenseite den Ball in die Arme des rumänischen Torwarts Lobont (57.). Die Hereinnahme von Bafetimbi Gomis und Samir Nasri für das enttäuschende Sturmduo konnte den Drang der Franzosen auch nicht erhöhen, geschweige denn die beiden das Rumänen-Tor in Gefahr bringen.

"Es war ein gerechtes Ergebnis, denn es gab auf beiden Seiten nicht allzu viele Chancen", meinte RumäniensTrainer Victor Piturca: "Beide Mannschaften sind nach wie vor in einer guten Position, um die nächste Runde zu erreichen."

"Es gibt viel zu verändern"

"Die ganze Welt hat erwartet, dass wir gewinnen", sagte Ribery, der auf der ungebliebten rechten Außenbahn spielen musste und von seinen Kollegen in der Anfangsphase kaum angespielt wurde. "Es gibt eine ganze Menge zu verändern", meinte der Münchner mit Blick auf die schweren Aufgaben am kommenden Freitag (20.45 Uhr) gegen die Niederlande und am 17. Juni gegen Weltmeister Italien: "Aber wir sind noch nicht geschlagen." (sams)

Rumänien: Lobont/Dinamo Bukarest (30 Jahre/64 Länderspiele) - Contra/FC Getafe (32/64), Tamas/AJ Auxerre (24/33), Goian/Steaua Bukarest (27/20), Rat/Schachtjor Donezk (27/49) - Cocis/Lokomotive Moskau (25/22) ab 63. Codrea/AC Siena (27/34), Radoi/Steaua Bukarest (27/44) ab 90.+3 Dica/Steaua Bukarest (28/26), Chivu/Inter Mailand (27/60) - Nicolita/Steaua Bukarest (23/20), Daniel Niculae/AJ Auxerre (25/23), Mutu/AC Florenz (29/62) ab 78. Marius Niculae/Inverness Caledonian Thistle (27/31). - Trainer: Piturca

Frankreich: Coupet/Olympique Lyon (35/31) - Sagnol/Bayern München (31/56), Thuram/FC Barcelona (36/140), Gallas/FC Arsenal (30/62), Abidal/FC Barcelona (28/35) - Ribery/Bayern München (25/27), Makele/FC Chelsea (35/68), Toulalan/Olympique Lyon (24/13), Malouda/FC Chelsea (27/39) - Benzema/Olympique Lyon (20/11) ab 77. Nasri/Olympique Marseille (20/8), Anelka/FC Chelsea (29/48) ab 71. Gomis/AS St. Etienne (22/3). - Trainer: Domenech

Schiedsrichter: Manuel Enrique Mejuto Gonzalez (Spanien) Zuschauer in Zürich: 30.585 (ausverkauft)

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