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Fußball

Frankreich ist Gastgeber der EM 2016

Der Favorit hat sich durchgesetzt. Das Exekutivkomitee der UEFA hat Frankreich den Zuschlag für die EM 2016 gegeben. Die Türkei und Italien waren erneut erfolglos.

UEFA-Präsident Michel Platini präsentiert den Sieger - Frankreich (Foto: AP)

UEFA-Präsident Michel Platini präsentiert den Sieger - Frankreich

Staatspräsident Nicolas Sarkozy war persönlich nach Genf gereist, um die französische Bewerbung für die Europameisterschaft in sechs Jahren zu unterstützen. In seiner Begleitung war auch der Weltmeister von 1998 Zinedine Zidane. In seiner Ansprache an die Mitglieder des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union (UEFA) beschrieb Sarkozy die Bewerbung als nationale Angelegenheit. "Der französische Staat gibt die Garantien für alle Verpflichtungen. Es ist das Engagement eines ganzen Volkes", betonte der Staatspräsident. Die 13 stimmberechtigten Mitglieder des Komitees waren von der Präsentation der Franzosen überzeugt. Die Mitbewerber Italien und Türkei gingen damit erneut leer aus.

"Fußball wie wir ihn lieben"

Glückliche Sieger: von rechts: Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Verbandspräsident Jean-Pierre Escalettes, Profiligachef Frederic Thiriez und Generaldirektor Jacques Lambert (Foto: AP)

Glückliche Sieger: von rechts: Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Verbandspräsident Jean-Pierre Escalettes, Profiligachef Frederic Thiriez und Generaldirektor Jacques Lambert

Unter dieses Motto hatte Frankreich seine Bewerbung gestellt. Und UEFA-Präsident Michel Platini, selbst übrigens nicht stimmberechtigt, gab persönlich das Ergebnis der Abstimmung bekannt. Er hatte die Bewerbung der Grande Nation immer als persönliche Herzensangelegenheit betrachtet. Damit findet in Frankreich zum dritten Mal nach 1960 und 1984 eine Europameisterschaft statt. Die Trauer über die Abstimmungsniederlage bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012 dürfte nun der Freude über die Ausrichtung der EM 2016 weichen.

Zumal das Abstimmungsergebnis äußerst knapp war. Italien musste bereits nach dem ersten Wahlgang deutlich abgeschlagen die Segel streichen. Im zweiten Wahlgang setzten sich die Franzosen mit 7:6 Stimmen gegen die Türkei durch. Die Türkei ist damit bereits zum dritten Mal mit einer Bewerbung um ein internationales Fußballfest gescheitert, und auch Italien konnte sich nach der Niederlage im Kampf um die Ausrichtung der EM 2012 erneut nicht durchsetzen.

Ein finanzieller Kraftakt

Das Stade de France in St. Denis wird Spielort der EM 2016 (Foto: AP)

Das Stade de France in St. Denis wird Spielort der EM 2016

Frankreich will 1,7 Milliarden Euro in die Ausrichtung der EM 2016 investieren. Vier Stadien in Lille, Lyon, Bordeaux und Nizza sollen komplett neu errichtet werden, in Marseille und Straßburg werden die Arenen umfassend renoviert. Aber gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise könne die EM Impulse setzen, betonte Staatspräsident Sarkozy. "Der Sport kann eine Antwort auf die Krise geben, wenn ein ganzes Land mobilisiert wird." In sechs Jahren werden übrigens zum ersten Mal 24 Länder an der EM teilnehmen, bisher sind nur 16 Teams für die Endrunde qualifiziert. Die Europameisterschaft wird dann auch eine Woche länger dauern.

Autor: Joachim Falkenhagen
Redaktion: Arnulf Boettcher